Die Schwankungen im deutschen Bierdurst

So richtig entscheiden können sich die Deutschen ja doch nicht. Seit vielleicht sogar seit einem Jahr oder zwei wird regelmäßig erklärt, um ach wieviel weniger Bier die Leute trinken. Und die armen Brauereien. Aber dann im Kiosk das Zeug kistenweise mitgehen lassen.

Dabei hat der Bierrückgang ja auch Vorteile. Laut Handelsblatt saufen die Leute mehr teure Liköre statt … Billigbier. Ist ja gut, wenn sich der Geschmack bessert, selbst wenn es auf Kosten der Lust auf Bier geht. Impliziert wird dabei aber ein Zusammenhang mit steigenden Arbeitslosenzahlen.
Was mir persönlich zu hoch ist. Bin ich arbeitslos, sauf ich doch keinen Edellikör für zehn Euro die Flasche sondern Rum aus’m Discounter oder, für die ganz Hartgesottenen, Tetrapakwein.

Gerüchten zufolge soll es aber auch Leute geben, die nicht um des saufens willen trinken.


Andererseits will sich nicht jeder sein Bier vermiesen lassen. Im Tiroler Unterland scheitert ein wenig erfolgreicher „Beschäftigungsloser“ (so nennt man das also politisch korrekt, aha!) an einigen Einbruchsversuchen und räumt schließlich ein Dutzend Dosenbier und 20 Euro ab.

Und in Bischofsheim / Südhessen klaut man das Bier gleich Kästenweise aus dem Kiosk.

Ist natürlich auch eine Möglichkeit. Die Deutschen wollen auf ihr Bier gar nicht verzichten. Sie klauen es nur einfach lieber!
Sowas kommt natürlich in keiner Statistik vor.

Moral? Alles ist gut. Da ist kein neuer Trend. Bier verkümmert nicht zum Lifestyle-Getränk um überhaupt noch bei der Jugend landen zu können.
Die trinkt Bier noch immer sehr gerne.
Sie klaut es nur lieber.

Also alles in Ordnung. Kein Grund zur Besorgnis.

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