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Autor: Steffen

Ein Bier aus der Pappschachtel zu zapfen, das klingt zunächst einmal ungewöhnlich. Doch die Aktienbrauerei Kaufbeuren will ihr Bier jetzt genau mit solch einem Konzept zukunftsfähig machen und setzt dazu auf ihren neuen Vertriebspartner, die Bag-In-Box-GmbH.

Bei der sogenannten Bag-In-Box-Verpackung befindet sich das Getränk in einem Beutel, der in einer Pappschachtel untergebracht ist, und mit genau solch einer Verpackungslösung will die Aktienbrauerei Kaufbeuren jetzt ihr Bier zukunftsfähig machen. Dabei setzt sie auf die Unterstützung des einzigen Anbieters im deutschsprachigen Raum, die Bag-In-Box-GmbH. Das umweltfreundliche Konzept hat die Brauerei überzeugt und die Vorteile liegen auf der Hand.    [...mehr]


Autor: Thomas

Einen Tag länger läuft das Oktoberfest die Woche – wegen dem Jubiläum. Bis Montag, und Montag Nachmittag gibt’s noch eine bayerische Happy Hour – kein Eintritt, alle Fahrten umsonst. Fehlt nur noch das Freibier.

Münchner Bier

Schade nur, daß uns das Wunderbier stiften gehen wird.
Für jeden, der keine Ahnung hat, worum es geht, hier schnell die Auflärung:
Das Oktoberfest hat ein eigenes Bier. Das Wiesn Märzen. Mit mehr Stammwürze und höherem Alkoholgehalt.
Gibts nur auf der Wiesn.
Zum Jubiläum des Oktoberfestes gibt es aber auch noch eine „historische Wiesn“, eine sehr traditionell, altertürmliche und bayerisch gehaltene Wiesn im Südteil der Theresienwiese. Jener Ort, wo „die Wiesn“ stets stattfindet.

Auf dieser historischen Wiesn gibt es nicht nur Karusellfahrten wie vor hundert Jahren, es gibt dort auch Bier wie vor hundert Jahren.
Und nur dort.
Nirgends sonst.
Und nur während der Jubiläumswiesn.
Nie wieder danach.    [...mehr]


Autor: Thomas

Oft findet sie Erwähnung, allgegenwärtig ist sie ohnehin, doch die Beachtung, die man ihr entgegenbringt, ist lediglich marginal. Als Graue Eminenz im Hintergrund hält sie nicht nur alle Fäden in der Hand, sondern auch das Bier beisammen.

Maß BierWir reden natürlich von „Der Maß“.
Jene, wie sovieles bierbetreffende, hauptsächlich aus den Landen jenseits des Weißwurstäquators bekannte Trinkhilfe, wie sie gerade nun, in Zeiten des Oktoberfestes, wieder über alle Medien flattert.

Die Maß.

Geheiligtes Trinkgefäß der sanktenen Flüssigkeit aus Hopfen und Malz. Halleluja, Brüder und Schwestern.

Die Maß als Bierkrug. Dabei ist sie nicht DER Bierkrug. Sie ist EIN Bierkrug. Bierkrüge sind in ihrer Form, Farbe und Interpretation vielfältig wie die Menschen, die aus ihnen trinken.
Die Maß, aber, die Maß. Die kennt jeder.    [...mehr]


Autor: Thomas

Über das bayerische Oktoberfest kann man ja sagen, was man will. Verleugnen lässt sich nicht, daß es brummt. Also macht man wohl irgendwas richtig. Und wenn man nur den Hype geschickt reitet.

Wiesnattraktion

Seit einigen Jahrhunderten…

Natürlich darf man die Hauptattraktion des Oktoberfestes nicht vergessen, dutzendemale abgelichtet in allen auch nur irgendwie im entferntesten vorstellbaren Variationen.
Bier?
Ja, auch.
Brezeln?
Gar nicht mal so.
Bayerische Symbole?
Ach was!
Twittern?
Bißchen.
Junge, fesche Damen mit Bierkrügen in der Hand und dicken Möpsen samt offenherzigem Ausschnitt bis zu den Knien.
Das, meine Damen und Herren, ist die Wiesn.
Besser als jede BILD-Brust auf Seite 1.    [...mehr]


Autor: Thomas

Osteuropäische Länder. In bestimmten, vor allem grenznahen Regionen assoziiert man damit als allererstes gleich mal: billige Kippen! Ist die, zum Beispiel, tschechische Grenze nur zehn Minuten entfernt, kauft sich die Stange ganz von selbst.
Auch Bayern ist osteuropäisch.

Warme Semmeln

Allerdings nur in einer seeehr weit ausgeholten Symbolik. Eher nordeuropäisch. Und dann weniger von Deutschland aus gesehen als von Österreich aus gesehen. Und weniger wegen einer Stange Zigaretten als wegen einem Kofferraum voller Bierkisten.

Bier wird ja nicht nur in Deutschland und Tschechien getrunken. Und da Schuhplattler und Mozartkugeln allein nicht glücklich machen, sind symbiotische Beziehungen zwischen den Nachbarsländer sozusagen, quasi, alltäglich.

Während sich die Deutschen, allen voran natürlich grenznah lebende Bayern, gerne in Salzburg gegen die gar schröckliche Schweinegrippe impfen lassen, weil, da ist ja der Impfstoff besser …    [...mehr]


Autor: Steffen

Ein typisches Gericht, das gut zu Bier passt und wofür man auch Bier verwendet, ist die Bayrische Bierhaxe. Die Zubereitung ist recht einfach, auch wenn man sich durch die lange Bratzeit etwas gedulden muss.

Was dem Berliner sein Eisbein und dem Franken sein Kraut und Knöchla, ist dem dem Bayern sein Hox’n, am Besten natürlich mit unser aller Lieblingsgetränk.

Rezept für 4 Portionen:
2 große Schweinshaxen
2 Prisen Salz
2 Prisen Pfeffer
2 Teelöchel Kümmel
0,4 Liter Wasser
Wacholderbeeren
1 Liter Bier
0,4 Liter Fleischbrühe
2 Becher saure Sahne
2 Teelöffel Paprikapulver
4 Teelöffel Saucenbinder

Beilage: Sauerkraut und Semmelknödel

Bayrische Bierhaxe © Flickr/svensonsan

Zur Zubereitung werden die Schweinshaxen gründlich gewaschen und abgetrocknet. Danach wird die Schwarte quadratisch eingeritzt und mit Salz, Pfeffer und Kümmel eingerieben, etwas Paprika kann an dieser Stelle auch nicht schaden. Den Backofen kann man währendessen schon einmal auf 200° vorheizen und das Wasser zum Kochen bringen.

Die Haxen werden nun in einem Bräter mit dem kochenden Wasser übergossen, die Wacholderbeeren werden hinzugegeben. Ist der Backofen heiß genug, stellt man den Bräter samt Inhalt für ca. zwei bis zwei einhalb Stunden hinein und übergießt das Ganze regelmäßig mit dem Bier (die Biersorte ist hierbei unwesentlich). In dieser Zeit hat man genug Gelegenheit, sich um die Beilagen zu kümmern. Traditionellerweise empfehlen sich Sauerkraut und Semmelknödel. Ist die Schwarte knusprig, sind die Schweinshaxen soweit fertig.

Nun aber noch zur Sauce: Der Bratensaft wird mit der Fleischbrühe aufgegossen und die saure Sahne darunter gegeben. Mit Paprika, Salz und Pfeffer ganz nach Bedarf würzen und, sollte die Sauce noch zu dünn sein, mit dem Saucenbinder andicken.

Ein leckeres und einfaches Bierrezept, das jedem gelingt!    [...mehr]


Autor: Ariane

Die Bundesrepublik Deutschland hat durch die Biersteuer jährliche Einnahmen von rund einer Milliarde Euro. Ja, Biertrinker tun dem Staat eine Menge Gutes und das hat Tradition in Deutschland :-)

Mit jedem Bierchen klingelt das Staatssäckl

Die erste nachweisbare Biersteuer war vermutlich die “Grut-Abgabe”, die auf die “Grut” -die Bierwürze- erhoben wurde.
Sie war schon in der Zeit Karls des Großen, also im Frühmittelalter, üblich.

Die Stadt Ulm führte 1220 eine richtige Biersteuer ein.

1388 “beglückte” Markgraf Friedrich VI. die Brauer und die Biertrinker in Kulmbach und Umgebung. Er saß auf der Plessenburg, direkt bei Kulmbach, und erhob einen “Zapfenpfennig” sowie eine “Tranksteuer”. Für jedes Fuder Bier beanspruchte er einen Gulden als Abgabe. “Die herrschaft in der stat und auff dem lande nuemet von iglichem futer pires ein gulden zu ungelt”, so verordnete er es.

Dann kamen die Hamburger mit einer Biersteuer, 1543 dann auch die Bayern. Die beiden Herzöge Wilhelm und Ludwig, die gleichen übrigens, die das Reinheitsgebot erlassen hatten, benötigten dringend Geld, denn sie wollten die schwäbischen Orte Gundelfingen, Lauingen und Höchstädt kaufen. So nahmen sie zunächst Maut für die Einfuhr und Durchfuhr ausländischer Weine. Dann besteuerten sie das in Bayern hergestellte und getrunkene Bier. Die Orte wurden dann zwar doch nicht gekauft, aber die Steuer behielt man bei, denn inzwischen hatten diverse Kriege ein Loch in die Staatskasse gefressen.

1543 kostete die Steuer 2 Kreuzer pro Eimer. 1594 war sie schon auf 17 Kreuzer und einen Heller gestiegen. Ein solcher Eimer fasste 64 bayerische Maß. Und da die 17 Kreuzer plus einem Heller annähernd 64 Silberpfennigen entsprachen, kam der berühmte “Bierpfennig” ins Gespräch.
Nach dem Dreißigjährigen Krieg wurde dieser “Bierpfennig” viermal hintereinander erhöht. Vor der fünften Erhöhung im Jahre 1749 klagte die Brauerzunft, daß in kurzer Zeit 37 Brauer und Brauerinnen aus Furcht und Schrecken, Angst und Not gestorben seien.

Heute richtet sich die Steuer vor allem nach dem Gehalt an Stammwürze im Bier.
Einfachbier kostet nur die Hälfte des Vollbiers, Starkbier die Hälfte mehr.

Ein zweiter Gesichtspunkt für die Berechnung der Steuer ist die Größe der Brauerei.
Wer mehr Hektoliter umsetzt, muss mehr bezahlen, alles demokratisch fair. Das soll die kleinen Betriebe ein wenig unterstützen.

Grundsätzlich unterliegt übrigens jeder, der Bier selbst braut, der Pflicht, Biersteuer zu zahlen! Bei Mengen von weniger als 200 Litern selbst gebrautem Bier ist man von der Steuerpflicht allerdings befreit. :-)

Quelle: Das Bierlexikon

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