» Biergeschichte

Autor: Thomas

Prohibition. Kennt jemand? Gab es einige Zeit in Amerika. Alkoholverbot. Ja, natürlich auch kein Bier. Eine absolute Prohibition galt in Island bis 1921. Nix dolles, gabs ja fast überall damals. Aber in Teilen war sie in Kraft bis 1989! Die Isländer haben erst seit 20 Jahren vernünftiges Bier!

Viking Bierdose Víking - Quelle: Wikipedia, (c) GNUBis zu dem Punkt gab es da maximal Leichtbier. Und Gerüchten zufolge soll das skandinavische Volk ja allgemein kulturell bedingt einen etwas anderen Umgang mit Alkohol haben, nicht?
Und jetzt malt euch mal aus wenn ein ganzes Volk erst ab 1990 endlich mal ein vernünftiges Pilsener, ein Alt, ‘nen Doppelbock, ‘ne Hefeweiße oder einfach nur ein zünftiges, helles Weizen in der Kneipe kriegt.

1.Mai, Jungs und Mädels! Zeigt euch solidarisch mit den Isländern und feiert den Biertag mit ihnen! Ehrt den Tag, der 74 Jahre Bierlosigkeit beendet hat:

Das Bjórdagurinn!




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Autor: Steffen

Beim Bierhumpen handelt es sich um einen ebenso schwer zu definierenden Gegenstand wie Begriff. Wie bei anderen sich regional, historisch oder rein gegenständlich unterscheidenden Objekten oder Lebensmitteln ist die Vielfalt an Bierkrügen einfach so gigantisch, dass man Schwierigkeiten bekommt, allein die verschiedenen Merkmale vollständig aufzuzählen.

Bierhumpen, Krug, Seidel, Halber, Sammelobjekt, Souvenir, Werbegeschenk, Steinzeug

Gewöhnlich sind mit dem Begriff „Humpen“ oder „Bierhumpen“ Trinkgefässe gemeint, die üblicherweise ein Hohlmass von 0,3 bis 1,0 Litern aufweisen. Wohl etwa seit dem 15. oder 16 Jahrhundert wurde aus Humpen vor allem Bier, aber auch Wein, Honigwein und wohl noch vieles Andere getrunken.

Doch schon regional unterschieden sich die Humpen in ihrem Namen. Die Zahl der Begriffe, die synonym zum Bierhumpen verwendet werden, dürfte nahezu unendlich gross sein: Bierseidel, Mass, Henkel, Schellen, Halber, Krug sind da nur einige, die im deutschsprachigen Raum noch immer Verwendung finden.

Die Kulturgeschichte des Bierhumpens

Der Bierhumpen stellt ein interessantes Kulturgut dar, und so gibt es auch    [...mehr]


Autor: Steffen

Löwenbräu gehört zu einer der ältesten Brauereien Münchens. Man vermutet, dass diese Brauerei bereits im 14 Jahrhundert gegründet wurde. Doch erst 1746 wurde sie erstmals im Biersudverzeichnis von München erwähnt. Tradition hin oder her, Geschmack kommt nicht von ungefähr.

Der Löwe, den der gute Hopfen Tropfen im Namen trägt stammt übrigens von dem Fresko „Daniel in der Löwengrube“ welches in der alten Brauerei hing. Heute ist es einer der beliebtesten Bier, zumindest in München :) Schaut Euch mal auf der Homepage um, um schon einmal auf den Geschmack zu kommen.

Löwenbräu©flickr/kawanet

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Autor: Thomas

So lange ist es noch gar nicht einmal her. Kaum fünfhundert Jahre. Da wurde beim Biersieden gerne auch mal gleich mit die Brauerei abgefackelt.

Da das, wie so ziemlich alles in dieser Zeit, was mit Bier zu tun hatte, sich in Bayern abspielte, kümmerte man sich im Zuge der bayerischen Brauverordnung neben dem Reinheitsgebot auch noch gleich um das Abfackeln von Bier.

Märzenbier

Ausschließlich vom Tage des Sankt Michael, 29. September, bis zum Tage des Sankt. Georg, 23. April, war das Bierbrauen damit noch erlaubt. Im Winter. Sommer? Nix.
Als kleiner Bonus weiß die Biergeschichte, daß in Bayern sowieso das untergärige Bier sehr beliebt war, welches, wie wir wissen, niedrige Temperaturen braucht. Da man im Sommer in der Regel nicht unter zehn Grad kam, war auch die Qualität des Bieres entsprechend.    [...mehr]


Autor: Thomas

Exportbier ist weniger Bier vom Ausland als ins Ausland.Das ist auch alles ganz toll und es gibt viele tolle Biere die alle aue einer lustigen Zeit mit Pferdekutschen und Winterbrauspezialitäten herkommen. Aus dieser Zeit kommen allerdings gerade mal drei althergebrachte Traditionsbiere, meine lieben Leute.

Dortmunder DABEines der Bierchen kommt aus dem allseits beliebten Ruhrpott. Naja. Nicht direkt. Aber immer noch Nordrhein-Westfalen. Um präzise zu sein: Dortmund.
Eingeschleppt wurde das Bier dort von Bayern, zwar nicht von einem Bayern, aber ‘nem NRWler, der sich in einer bayerischen Brauerei ausbilden ließ.
Dergleich Erleuchtet machte er sich gleich ans Werk, die althergebrachte dortmunder Brauart des obergärtigen Altbiers auf den Kopf zu stellen und bayerisch-untergärige Hefe zu verwenden. Ergebnis? Dortmunder Helles.
Künstliche Kühlung, Industrialisierung und wohl eine freundlich gesonnene Planetenkonstellation taten ihr übriges dazu und machten aus Dortmund den europaweit größten Bierproduzenten.    [...mehr]


Autor: Thomas

Viele denken bei Exportbier an Bier aus Malaysia, Japan oder, weniger exotisch, den USA oder England. In Wahrheit lässt sich dieser Begriff auch umdrehen und beschreibt dann bestimmte Biersorten in Deutschland, die, vor langer Zeit, eigens für den Export hergestellt wurden und noch heute existieren.

Münchener Export, hell

Das Exportbier. In der Regel untergärige Vollbiere aus einer Zeit der Biergeschichte, als es abgesehn von Eis und Schnee noch keine Kühlmöglichkeiten gab. Kältemaschinen? Fehlanzeige. Lastwagen mit -20°C im Anhänger? Utopie auf derselben Stufe mit Mondstädten und Unterwassermenschen.

Untergärige Biere sind länger haltbar. Also braute man für den Export untergärige Biere. Daher der Begriff. Exportbier. Früher für den Export in andere Städte. Später auch mal in andere Länder.
Zudem wurde Bier, das die Stadtgrenze verließ, damals, in den guten, alten Zeiten mit den Pferdekutschen, auch stärker gebraut. Auf Trinkstärke wurde es dann vor Ort gestreckt. Da gab es nämlich ohnehin Wasser. Geringere, zu transportierende Menge war somit gleichbedeutend mit geringeren Kosten.
Bierbrauen war schon damals ökonomisch.    [...mehr]


Autor: Steffen

Was hier das Becks ist oder das Warsteiner ist, ist in Kroatien das Karlovacko Pivo.

Das Karlovacko Pivo ist eines der bekanntesten Biersorten Kroatiens und kann weit über die kroatische Ländergrenze hinaus doch so einige Fans verzeichnen. Seinen Namen hat dieses Bier nicht von ungefähr, sondern wurde abgeleitet von der Stadt, wo es seit 1854 gebraut wird: Karlovac.

Seit 2003 gehört die bekannteste, kroatische Brauerei „Karlovavka Pivovara“ zur der Heineken Group.

Das Karlovacko Pivo Bier aus Kroatien wird auch hier gerne getrunken.

Karlovacko ist ein Lagerbier, das mittlerweile weltweit exportiert wird und vor 5 Jahren mit dem „Monde Selection Gold Award“ für das weltbeste helle Bier mit einem Alkoholgehalt zwischen 4,4 und 5,5% ausgezeichnet wurde.

Sein Geschmack ist sehr malzig und mit einer dezenten Hopfen-Note versetzt. Das harte Brauwasser gibt dem Karlovaco Pivo den typischen herben Pilsgeschmack. Bis vor etwa einem Jahr gab es das Karlovacko Pivo auch als Schwarzbier, doch die Brauereien stellten den Betrieb ein, heute gibt es das Karlovacko Pivo noch in seiner ursprünglichen Form und als alkoholfreies Bier.

Berühmt sind auch die die Biertage von Karlovac, die jedes Jahr von Ende August bis Anfang September in Karlovac stattfinden. Ein kulturelles Großereignis, auf welchem dem Karlovacko Pivo gehuldigt wird und zahlreiche Musikgruppen und kroatische Kabarettisten auftreten.

Da das Bier sehr beliebt ist, gibt es auch in Deutschland einige (vorwiegend Feinkostläden) Geschäfte, die das Karlovacko Pivo vertreiben. Einfach mal probieren … und für allen Anderen - guten Durst ;-) .    [...mehr]


Autor: Thomas

Wozu Korn und Rum, wenn man sich mit 30%igem Bier besaufen kann? Der Titel des stärksten Biers geht weltweit reihum. Ein paar der Vertreter habe ich uns mal herausgepickt.

Im weltweit wichtigsten Bierstandpunkt, Deutschland, kloppen sich die Bayern und Berliner um das stärkste Bier der Welt. 2005 knackte Braumeister Harald Schneider, Bierchef des Mühlfelder Brauhauses aus Herrsching am Ammersee, einen Rekordwert von 25,4% Alkoholgehalt. Yeah. Klares Ziel für Biertourismus.

Aus dem Rennen war damit die Boston Brew Company, eine amerikanische Brauerei aus der Ostküste, die bis dato mit 24,5% aufwarten konnte.

Ihr Trick? Unter anderem eine zwölf Wochen lange Gärung und in kleinen Fässern in den Schockfroster, wonach sie das gefrorene Wasser einfach abschöpfen konnten.
Viel Aufwand für eine grosse Leistung.

Anfang 2009 war’s dann allerdings soweit. Die Berliner Brauerei Südstern, angestossen und unterstützt von VOX für eine Fernsehsendung, schnappte den Bayern vom Ammersee den Titel weg. Voluminöse 27,6% hat ihr Bierchen und kratzt damit nicht nur deutlich an der 30%-Marke, sondern knackte den bestehenden Rekordwert auch um knapp über zwei Prozentpunkte.

Bierglas

Mit einem normalem Dunklem hat die dunkle Brühe natürlich nicht mehr viel zu tun. Süss, stark alkoholischer Abgang, dickflüssig, das ist mehr Likör denn Bier. Nagut. Bieriger Likör. Der Biergeschmack läßt sich freilich nicht weggären.

Der  Trick der Berliner Weltmeister bestand aus soviel Malz wie möglich und sowenig Wasser, wie sie sich erlauben konnten. Aus Malz wird Zucker wird Alkohol wird ein dreifacher Bock mit 21% Stammwürze. Dann ging alles seinen klassischen Weg.

Einfrieren, Eis abschöpfen, wiederholen bis zum erbrechen. Nach der x-ten Trennung war es dann soweit: genug Wasser war entfernt, um mit 27,6% den Weltrekord zu knacken.

… nach deutschem Reinheitsgebot.

Das Barley Johns Rosies Ale aus New Brighton, (USA) wird durch Zugabe Kandierzucker und Champagner-Hefe auf 28% gepusht.
Aber bescheissen gilt nicht.

P.S.

Ausgeschenkt werden die hochprozentigen Biere in Bayern wie in Berlin logischerweise im Schnapsglas. Natürlich kann auch jemand gern versuchen, davon ein paar Halbe zu kippen.    [...mehr]


Autor: Thomas

Brauenereien? Nicht Brauerei? Ja. -en. Mehrzahl. Es gibt nämlich Verwirrung. Glücklicherweise kann die uns unter’m Strich egal sein, da beide heute noch Bier brauen. Zudem liegen sie ohnehin beide in Bayern, also bleibt’s in der Familie.

Vor ein paar Tagen huschten ein paar Zeilen in einer Zeitung am Rande meiner Aufmerksamkeit vorbei. Irgendwas wegen ältester Brauerei der Welt. Cool, danke ich, das können wir uns mal ansehn. Wo die wohl liegen mag.

Die Antwort ist ernüchternd. Bayern. Beide. Da hat man’s mal wieder. Geht’s um Bier, kommt man um den Weißwurststaat nicht vorbei.

Die Moral? Biergeschichte ist Weiß-Blau.



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Autor: Thomas

Bier kann man, wie wir wissen, ja so ziemlich aus allem herstellen. Überrascht noch wen ein Obstbier? Wohl weniger. Wäre es uns allerdings alltäglich, wäre es nicht mehr exotisch. Also nichts wie her mit dem Bananenbier!

Mongozo Coconut - afrikanisches Bier

Gerade wegen der Exotik gibt es oft nichts besseres, als – wider allen Gewohnheiten des täglichen Lebens – seinen Geschmacksknospen einen Ausflug in die fremdartige und bezaubernde Welt unerwarteter Geschmackskompositionen zu entführen.
… auch wenn’s schmeckt wie das, was nach drei Wochen Urlaub im Kühlschrank vorfinden.

Egal! Man kann ja nicht jeden Abend in der Kneipe sein Dunkles saufen, ne?
Worüber ich also stolperte, ist der sich FairTrade und Öko ans Flaggschiff malende Hersteller:

Mongozo




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