Berliner Weisse
Ein Bier, dass nur durch seinen leicht säuerlichen Geschmack den süßen Schuss bekam. Dieser typische Geschmack kommt durch die bei der Vergärung zugegebenen Milchsäurebakterien zustande, die zusammen mit der Hefe das Weissbier reifen lassen.
Zu finden ist die Berliner Spezialität vor allem im Sommer in und um Berlin, wo es auch nur gebraut werden darf, da die Bezeichnung “Berliner Weisse” markenrechtlich geschützt ist. Getrunken wird es aus einem breiten Kelch mit unten Fuß und oben Strohhalm. Das Glas soll auf eine alte Form eines sehr großen zylinderförmigen “Klauenglases” zurückgehen, dass allerdings über zwei Liter fassen konnte und selbst rund anderthalb Kilo wog.
Im 19. Jahrhundert wurde die Berliner Weisse noch pur getrunken, mit einem klaren Schnaps wurde nachgespült, genannt wurde das “Weisse mit Strippe”. Seit Beginn des 19. Jahrhunderts soll sich die Aromatisierung mit Kräutern eingebürgert haben, unter anderem mit Waldmeister. Heute trinkt man sie mit einem Schuss Himbeer- oder Waldmeistersirup. Daher kann man eine Berliner Weisse auch „rot“ bzw. „grün“ bestellen. Durch den mit Sicherheit im Glas befindlichem Strohhalm saugt man sich dann ca. 2,8 % Volumenanteil Alkohol ins Blut.
Und somit zum Schluss… Viel Spaß beim “Berlin saugen”.
Leider gibt es immer seltener die Original-Berliner-Weiße-Gläser.
Das sind große Gläser mit Stiel.
In Szenekneipen bekommt man außerdem auch andere Geschmacksrichtungen. Als Durstlöscher Berliner Weiße ohne alles, gewöhnungsbedürftig!!


