» Bierbrauen

Autor: Steffen

“Auch Wasser wird zum edlen Tropfen, mischt man es mit Malz und Hopfen!” Getreu diesem Motto braut auch die Kulmbacher Brauerei und kreiert leckere Biersorten für jedermann.

Schon in der Antike wusste man den Gerstensaft zu schätzen. Funde belegen, dass die Menschen schon vor über 3000 Jahren in Lage waren Bier zu brauen. Peu à peu perfektionierte man das Bier brauen und es entstanden und entstehen die schönsten Biersorten.



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Autor: Thomas

Der Bayerische Herzog Wilhelm der IV. war es, der im Jahre des Herrn 1516 dem deutschen Biere seine Klasse gab. Legendär ist es, das Reinheitsgebot. Wasser, Gerste, Hopfen, Malz und Hefe. Sonst ist nichts im Bier zu finden. Eine Aussage, die von den Brauereien des Landes nur zu gern auf jede Flagge geschrieben wird. Das Deutsche Bier, meine Damen und Herren!

Kein Wunder, natürlich. Fand man im Mittelalter doch so ziemlich alles in dem Gebräu, was nicht bei drei auf den Bäumen war. Blut, Gift, Kot, Baumrinde, Drogen – ganz egal. Bis der Bayernherzog auf den Tisch haute. Ab da war dann Ruhe im Karton.

Lebenswichtige Vitamine sind drin, ja, ja, Stoffe die gegen bestimmte Krebsarten helfen, hemmend wirken, Osteoporose hat’s dann schwieriger, und das Haar wird voller und für die Potenz ist’s auch gut und außerdem hilft’s Dir auf dem Feld beim umgraben.
Ein wahrer Zaubersaft also, das reine Bier Deutschlands.

… widmen wir uns nun der Realität.    [...mehr]


Autor: Steffen

Vielleicht habt ihr ja auch schon so ziemlich alle Biersorten ausprobiert, die es gibt und euer Lieblingsbier schon gefunden. Wie wäre es dann, einmal ein Bierbrauset auszuprobieren?

Nicht nur das man seinen Gästen dann mal was ganz anderes anbieten kann - oder wenn das Bier zur Neige geht - selber Bier zu brauen mit einem Bierbrauset macht auch noch Spaß. Und den Weg zum Getränkemarkt kann man sich auch noch sparen.

Handelsübliche Bierbrausets enthalten alle Zutaten, um 25 Liter Bier herzustellen, inklusive einer Brauanleitung.

Flensburger Pilsener © Flickr by fleno.de

Bier, das aus Bierbrausets hergestellt wurde, schmeckt genauso gut, wie bspw. das gute alte Flensburger.

In den Bierbrausets findet man üblicherweise den Gärbehälter, Hefe, das Bierwürze-Konzentrat und eben eine Flasche oder ein Fass. Und dann kann es auch schon los gehen mit dem Bierbrauen. Zwar ist der genaue Brauvorgang bei jedem Bierbrauset anders, aber das Prinzip ist dasselbe.

Das Bierwürzekonzentrat wird nur mit kochendem Wasser vermengt, man setzt die Hefe dazu und dann muss das Ganze eine Weile gären. Kann man aber alles in der heimischen Küche bewerkstelligen.

Das Ansetzen des Biersuds dauert circa 1 Stunde, der Gärprozess und das Lagern des Bieres kann aber schon von 2 Wochen bis zu 2 Monaten dauern. Je nach dem fortgeschrittenen Reifeprozess enthält das Bier einen anderen Geschmack.

Bierbrausets sind auch garnicht so teuer. Angefangen bei etwa 40 Euro ist das Ende nach oben offen, die teuersten Bierbrausets kostet aber ca. 100 Euro. Nicht immer ganz günstig ist das Zubehör, da kann man schon ein wenig Geld für hinlegen.

Ein guter Anlass, einmal selbstgebrautes Bier zu servieren bietet sich zum Beispiel bei einer Familienfeier.    [...mehr]


Autor: Steffen

Das Osterbier ist da - der Frühling kann kommen. Draußen wird es wärmer, die Sonne scheint und mit einem schönen Osterbier auf dem Balkon kann man das milde Wetter begrüßen.

Viele glauben, das Osterbier sei eine neumodische Erfindung der Werbung oder ein weiterer Versuch, einen trendigen Biermix auf den Markt zu werfen. Doch weit gefehlt, Osterbier kann bereits auf eine gewisse Tradition zurückblicken.

Osterbier © Flickr/Per Ola Wiberg (Powi)

Dabei handelt es sich beim Osterbier nicht um eine bestimmte Sorte, von Pils bis Bock kann alles dabei sein. Erstaunlich viele Brauereien bieten Biere an, die nur saisonal in den Handel kommen. Gerade in Bayern, der Heimat des Bieres, gibt es auch zu Ostern viele verschiedene Biersorten - so gut wie jede Brauerei hat ihr eigenes Osterbier.

Das Osterbier ist ein gern gesehener Vorbote des Frühlings

Vor allem das Etikett soll neben dem Namen auf das Fest und die Jahreszeit einstimmen. Daher gibt es eine Vielzahl von Osterhasen, Ostereiern, Küken und Blüten, die darauf abgebildet werden. Bei der immensen Auswahl sich auf eines zu einigen, wäre vermessen - am Besten, man probiert ein paar und sucht sich das Osterbier heraus, das einem am Meisten zusagt.

Eine andere Bedeutung des Wortes “Osterbier” findet man aber bei pfiffigen Leuten, die eine Variation des beliebte Ostereiersuchens betreiben: Hier wird dann nicht nach buntbemalten Eiern gesucht, sondern eben Osterbiere. Die Getränke werden den Erwachsenen vermutlich auch mehr zusagen, als hartgekochte Hühnereier.    [...mehr]


Autor: Ariane

Man nehme deutsche Braukunst, vereine sie mit türkischer Lebensart und heraus kommt ein außergewöhnliches Bier: Bey Bier.

Reinheitsgebot trifft auf türkischen Flair: Bey Bier ©bey-bier.de

Die Marke ist noch jung, doch wird streng nach dem deutschen Reinheitsgebot gebraut.
Zielgruppe sind zunächst die in Deutschland lebenden Türken, vor allem die junge Generation unter 35 Jahren.Was zunächst einmal seltsam anmutet, denn bekanntlich ist Alkohol in der islamischen Kultur nicht gestattet.

Hinter dem Produkt steht die MAKSEM® AG, ein junges Unternehmen im Bereich der Getränkeindustrie, benannt nach den Zisternen des osmanischen Wasserversorgungssystems.
Wahrzeichen ist der Galata-Turm aus dem Istanbuler Stadtteil Beyoglu.
Genau dieser Stadtteil ist es auch, der Bey-Bier geprägt. Pulsierend, jung, westlich geprägt gilt Beyoglu nicht nur als Trendviertel, sondern auch als Mittelpunkt des türkischen Nachtlebens.

Genau dieses Flair will Bey-Bier, ein Pilsener, wiedergeben und so Deutschland und die Türkei vereinen. Laut Geschäftsführer Bünyamin Türksoy würden 60 Prozent der in Deutschland lebenden Türken nach westlichen Maßstäben leben und durchaus auch mal gerne ein Bier trinken. Genau auf diese Türken hat er es abgesehen, für sie hat er sein Bier entwickelt.

Das Bier ist mild im Geschmack und nur wenig bitter. 4,9 Prozent Alkohol enthält es und ist in einer stylishen 0,33l Flasche erhältlich.

Türksoy plant zudem, im kommenden Jahr eine eigene große Erlebnisbrauerei in Dortmund zu errichten und dort in Zukunft das Bey-Bier zu brauen. Auf diese Weise soll die Marke zum einen in Deutschland bekannter werden, zum anderen aber auch der Export in die Türkei erleichtert werden.



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Autor: Ariane

Instant Bier, also Bier, dass aus einem Pulver hergestellt wird, klingt erstmal scheußlich, aber manche halten das ja für zukunftsweisend…

Ich nicht, ich finds einfach nur scheußlich und im Vergleich zu echtem GEBRAUTEM Bier ein Witz, aber ich steh auch nicht auf Instant Tee oder Rotwein…  ;-)



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Autor: Ariane

Weithin sichtbar liegt das Kloster Andechs auf dem Heiligen Berg, in der Mitte zwischen Ammersee und Starnberger See, südlich von München. Mit rund zwei Millionen Besuchern jährlich ist es ein wahrer Besuchermagnet.

Biergarten Kloster Andechs

Und das liegt nicht nur daran, dass es sich um ein sehr sehenswertes, wunderschön erhaltenes und traditionsreiches Kloster handelt. Es liegt mit Sicherheit auch daran, dass zum Kloster eine der bekanntesten und ältesten Brauereien Deutschlands gehört, die Klosterbrauerei Andechs.    [...mehr]


Autor: Steffen

Gedränge auf der Biermeile © flickr / ReneMT

Bier-Liebhaber aufgepasst! Am 1. August werden eure Träume wahr. Da startet das Berliner Bierfestival. In diesem Jahr ist das Motto der Veranstaltung “1000 Jahre - traditionelle tschechische Bierkultur”. Das Event dauert insgesamt drei Tage und wird mal wieder die berühmte Biermeile auf der Karl-Marx-Allee belegen.    [...mehr]


Autor: Ariane

Die Trappisten gehören zum Orden der Zisterzienser. Diese Mönche folgen der Regel des Heiligen Benedikt aus dem 6. Jahrhundert und berufen sich auf die Abtei Nôtre Dame de la Trappe in der Normandie, von der sich auch ihr Name herleitet. Heutzutage ist der Name der Trappisten auch für Bierkenner ein Begriff.

Mehr als 20 Sorten Bier stellen die Trappisten-Mönche her ©trappistenfeesten.be

Der Ursprung der Bier brauenden Trappisten geht auf eine Reform zurück, nach der den Mönchen der Konsum von Bier erlaubt war, wenn sich das örtliche Wasser als ungenießbar erwies. Da dies in den größten Teilen Europas während des Mittelalters durchaus der Fall war und außer Wasser nur Milch, mehr oder weniger ein Luxusartikel, als nicht alkoholisches Getränk zur Verfügung stand, durften die Mönche also Bier genießen. Und begannen recht schnell, dieses in eigenen Klosterbrauereien herzustellen.

Dieses Bier erlangte bald auch außerhalb der Klostermauern einen hervorragenden Ruf und im 20. Jahrhundert war es bereits so populär, dass man die Bezeichnung “Trappistenbier” 1962 gesetzlich schützen lassen musste, um etlichen Nachahmern das Handwerk zu legen.

Als Trappistenbier darf sich seitdem nur ein Bier bezeichnen, welches unter der strengen Aufsicht von Trappisten-Mönchen in einem Zisterzienserkloster gebraut worden ist.

In Belgien gibt es heute noch 12 Trappisten-Kloster, davon sechs für Mönche und sechs für Frauen. In den Niederlanden gibt es ein weiteres Trappisten-Kloster. Alle Klöster produzieren zusammen über mehr als 20 Sorten Trappistenbier.

Gebraut wird in keinem der Kloster nach industriellen Maßstäben.
Beispielsweise produziert das Trappisten-Kloster Rochefort in Belgien pro Jahr etwa 20.000 Hektoliter Bier- verkauft werden könnte ein vielfaches dieser Menge, europaweit.
Die Nachfrage übersteigt die Produktion sämtlicher Trappisten-Kloster bei weitem.
Aber die Mönche verweigern sich. “Der Mönch ist zuerst Mönch, dann Brauer”, so die allgemeine Auffassung.
Die Klosterruhe würde gestört werden, falls man die Produktion erhöhen würde. Und es ist auch nicht Kloster-Aufgabe, des Menschen Gier nach mehr zu befriedigen, dies stünde in krassem Gegensatz zu den Geboten der Trappisten. Jedoch sei es durchaus Aufgabe der Mönche, selbst für ihren Unterhalt zu sorgen. Als Geschäftsleute produzieren und vertreiben sie das traditionelle Bier und für den eigenen Unterhalt sorgen die Mengen, die verkauft werden, alle mal. Die bekannteste Trappisten-Brauerei ist die von Chimay, die mittlerweile 145.000 Hektoliter im Jahr produziert und den größten Anteil in den Export gibt.

Die ältesten Rezepte stammen aus dem Jahr 1595 und in den Original-Aufzeichnungen findet man bereits den Satz “Du findest Gott in der Brauerei”.

Die Ausgangsstoffe -verschiedene Sorten Gerste, Stärke, Zucker und Wasser- werden bei 18 bis 27 Grad einer Obergärung und hernach einer Flaschengärung unterzogen. Dabei legen die oft schon betagten Mönche nur noch selten selbst Hand an, sondern vertrauen auf bürgerliche Fachkräfte. Auf die Einhaltung der Grundprinzipien wird dennoch streng geachtet: Das Bier muss im Kloster gebraut werden, die Aufsicht führen stets die Mönche selbst, der Großteil des Erlöses wird für wohltätige Zwecke verwendet. Der Rest geht in den eigenen Unterhalt.    [...mehr]


Autor: Ariane

Ich bin ja der Meinung, wenn man Bier nicht nur einfach trinken, sondern genießen will, muss man auch ein wenig über die Theorie wissen ;-) Dementsprechend folgt nun eine kleine Theorie-Lektion zum Thema Stammwürze.


Biergenuß mit Hintergrundwissen ist doppelter Genuß ©surfstyle/Flickr

Die Stammwürze, auch Stammwürzgehalt genannt, ist eine Maßeinheit im Bereich des Bierbrauens. Sie bezeichnet den Anteil der Stoffe, die sich vor der Gärung aus dem Hopfen und dem Malz im Wasser gelöst haben. Stammwürze besteht hauptsächlich aus Malzzucker, Eiweiß, Vitaminen und Aromastoffen.

Die Würze hat für die Bierherstellung die gleiche Bedeutung wie Traubensaft für die Herstellung von Wein: aus Traubensaft wird Wein, aus Bierwürze wird durch Gärung (unter Zugabe von Hefe) Bier. Der Stammwürzgehalt ist deswegen der Haupteinflußfaktor für den späteren Alkoholgehalt und den Nähwert des Bieres. Nachdem die Hefe während des Brauprozesses hinzugegeben wird, vergärt die Stammwürze zu etwa einem Drittel zu Alkohol, zu einem weiteren Drittel zu Kohlensäure und das letzte Drittel ist ein unvergärbarer Restextrakt.

Hat ein Bier nun zum Beispiel 11 Prozent Stammwürzgehalt, so heisst das: 1100 Gramm, also rund ein Liter, Bierwürze enthielt vor dem Gärprozess etwa 110 Gramm Stammwürze (also Malzzucker, Vitamine, Eiweiß, Aroma und Mineralien).
Ihr seht, dieser Prozentsatz hat absolut nichts mit dem Alkoholanteil zu tun, auch wenn er diesen bedingt.

Die genaueste Analysemethode, um die Stammwürze von Bier im Nachhinein zu bestimmen, ist die Destillationsanalyse. Durch sie kann mit Hilfe der Ballingformel die Stammwürze errechnet und somit die Biersteuer bestimmt werden.

p= 2{,}0665 \cdot \frac{m_{\rm alc} + E_w }{ (100 + m_{\rm alc}) \cdot 1{,}0665}

Wichtig ist der Stammwürzgehalt also auch für die Besteuerung des Bieres (ich weiss, ich weiss, darauf könnten wir alle ganz gut verzichten ;-) ).

Hierbei werden verschiedene Gattungen von Bieren unterschieden:

  • Einfachbiere mit einer Stammwürze von unter 7 Prozent
  • Schankbiere mit einer Stammwürze ab 7 Prozent bis unter 11 Prozent
  • Vollbiere mit einer Stammwürze ab 11 Prozent bis unter 16 Prozent
  • Starkbiere ab einer Stammwürze von 16 Prozent oder mehr

Je höher die Stammwürze, desto höher logischerweise der Alkoholanteil (ihr erinnert euch, ein Drittel der Stammwürze wird zu Alkohol vergoren) und je höher der Alkoholanteil, desto höher die Steuer.

Ein leckeres Pilsener hat zum Beispiel zwischen elf und 12,3 Prozent Stammwürzgehalt, eine Berliner Weisse etwa sieben bis acht Prozent, ein Kölsch um die 11,3 Prozent und Doppelbock gehört mit mächtigen 18 Prozent zu den Starkbieren.

So, genug der trockenen Theorie. Her mit der Praxis!


Nach der trockenen Theorie nun ein kühles Blondes. Prost! ©cell105/Flickr


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