Berliner Kindl Pils – Spühlwasser oder Offenbarung?

Zunächst einmal sei hier festgehalten: es dreht sich um das normale Pilsener. Nicht dieser Jubiläumsunsinn den es offenbar noch zusätzlich zu geben scheint. Das einfache, billige, in (waren das 0,33er?) kleinen Flaschen das es an jeder Tanke und jedem türkischen, afrikanischen oder indischen Kruschladen gibt.

Kurz: genau das Bier, womit man an jeder Straßenecke beworfen wird.
Das, was offenbar auch den liebevollen Spitznamen „Pennerbrause“ trägt, und, im Gegensatz zum Jubiläumspils derselben Brauerei, selbst von zahlreichen Berlinern geschmäht wird.

Das „Berliner Kindl Pils“.

Vielleicht lag es an der späten Stunde, vielleicht auch an der Aussicht auf ein frisches Augustiner, vielleicht lag es auch an dem dem Bier vorangegangenen Tankstellenvodka gemischt mit 20% Orangensaft aus Plastikorangensaftkonzentrat und Süßungsmitteln, aber kann es wirklich wahr sein, daß das Zeug schmeckt wie Spühlwasser?
Da war doch Seife drin!

Tolle Erfahrungsberichte erhielt ich ja von der Berliner Weisse rot oder grün, also mit einem Schuss Himbeer oder Waldmeister. Oder Johannesbeere. Vielleicht dann die Weisse violett, oder so.

Tolle Erfahrungsberichte gabs auch vom Jubiläumspils. Aber das stinknormale? Nääh, du. Ne geschlagene halbe Stunde hab ich das Gesöff mit mir herumgetragen, bis ich es halbvoll irgendwo deponierte, wo sich die Ameisen freuen können.

Das Hotel, wo es einige Tage danach zu später Stunde hinführte, hatte übrigens ein ganz fantastisches Dunkles. Sobald ich rausgefunden habe, was für eines das ist, weihe ich euch ein.

Bis dahin dürft ihr mich dafür beschimpfen, daß ich über das Berliner Pilsener hergezogen habe. 😉

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