Es ist ein schwerer Tag für die Franken. Die Schotten eroberten nach langen Mühen endlich den Titel des stärksten Biers der Welt. Noch ist es aber zu früh, den Volkstrauertag im Freistaat Bayern auszurufen!
Schorschbräu in Gunzenhausen, Franken. Magnet für Biertourismus. Spezialisiert auf Starkbiere. Brauen für Liebhaber. Für Sammler. 40% Alkoholgehalt besitzt ihr Rekordbier. Hergestellt werden insgesamt nicht mehr als tausend Flaschen Bier im Jahr.
Vom Rekordbier hat er bisher 95 Flaschen verkauft.
Für 99 Euro die Flasche.
Ist eben was besonderes…
Und jetzt haben’s die Schotten geknackt.
Zumindest teilweise. [...mehr]
Es ist gar nicht wahr, daß die Deutschen ihr Bier nicht mehr mögen. Allein daheim schmeckt es nur weniger als in der Kneipe unter Leuten. Und die Kneipe können sich immer weniger leisten. Stattdessen wohnen immer mehr Leute allein. Und bleiben daheim.
Soviel also zu den Schwankungen im deutschen Bierdurst.
Umso wichtiger werden da Volksfeste, Festivals, alles, was die Leute auf die Straße lockt und für gute Stimmung und Ausgelassenheit sorgt. Denn siehe da! Plötzlich fließt das Bier wieder in Strömen, ganze Gerstensaftseen werden trockengelegt.
Ist auch bitter notwendig. Während die Deutschen immer weniger Geld für Geselligkeit übrig haben, bleibt die Zahl der Brauereien gleich. Und die Menge an gebrautem Bier. Fazit: 40% Überproduktion. Oder so.
Da freut es die Bilanzen natürlich, wenn zur Fasnet, zum Karnival, zum Faschung und zur Fastnacht aufgerufen wird. Jecken, Narren und viel Kölsch. Letzteres natürlich in Köln. Wo sich die großen Vier, die Bierkönigsbrauereien der Stadt, um jeden Kunden prügeln. [...mehr]
Die Welt ist schlecht. Da bucht man eine winterliche Kreuzfahrt auf dem größten Luxusdampfer Deutschlands, und was passiert? Man steckt im Hafen im Eis fest, und statt Sylt und gibt’s jetzt Kräne im Panorama.
Diese trüben Aussichten muss man als finanziell gut gestellte Persönlichkeit derzeit in der Papenburger Meyer Werft an Bord der Aida Blu über sich ergehen lassen.
Die rund zweitausend Gästen an Bord des über 230 Meter langen Kreuzfahrtschiffes nehmen’s gelassen, in den sieben Restaurants und zwölf Bars an Bord sind immerhin 1500 Fressalien und 700 Getränke im Angebot.
Und wenn das noch nicht reicht – das Schiff hat eine eigene Brauerei an Bord.
Spätestens jetzt lässt es sich auch ein Weilchen im Hafen der Hansestadt aushalten. [...mehr]
Mal angenommen, es stünden die olympischen (Winter)Spiele ins Haus.
Und mal angenommen, es würden eine Menge Leute dorthin fahren. Wie zum Geier soll man sich dann von denen allen abheben?
Einfach.
Bier!
Die Sachsen haben den Dreh raus. Die fahren mit 300 Fässern Bier nach Vancouver. Wieso? Tourismus Marketing. Werbung für’s Land. Sachsen ist toll. Sachsen hat tolles Bier. Sachsen sollte man besuchen kommen und seinen Betrieb sollte man dort sowieso ansiedeln.
Soweit, so gut.
Aber … Bier?
Und als ob das noch nicht reicht, kommen 150 Kilo Gewürze mit und 650 Kilo Senf. Senf! Ich glaub’, die Sachsen sind Bayern. [...mehr]
Clothing Drive ist nur der Nachfolger. Zugegeben, Swear Jar hat’s auch nicht gerade erfunden. (Das waren die Schweizer.) Aber auf Hochglanz poliert, perfektioniert und bergeweise Fans und Awards abgeräumt.
Liebevolles Detail: Es ist dieselbe Besetzung wie bei Clothing Drive!
Beginnt sogar mit derselben Trantüte und derselben Initiatorin.
Initiiert hat sie eine Swear Jar. Gibt’s auch bei uns. Für jedes Schimpfwort kommt was ins Glas. Zehn Cent, zwanzig, fünfzig, früher war’s schonmal ‘ne Mark wenn’s die Eltern eilig damit hatten, dem heranwachsenden Sprössling das Alltagsvokabular zu bereinigen.
Und nein, ich spreche nicht aus eigener Erfahrung!
Allerdings sollte man keine Swear Jar aufstellen und erklären, daß man vom gesammelten Geld Bier kauft… [...mehr]
Es gibt Dinge, die ändern sich nie. Die kleine, aber hartnäckige Gruppe Fans die ihr Bud lieben. Die große, nörgelnde Mehrheit, die das Bier mit Pferdeurin vergleicht und sich dann bei den betroffenen Pferden entschuldigt.
Das, und die geniale Bierwerbung, mit denen der Konzern ein ums andere mal sein Gebräu an den Mann bringen will.
Bei Letzterem ist man sich schon bedeutend einiger. Viralspots, der aktuelle preisverdächtig, die vorangegangenen schon ausgezeichnet – mit Cannes-Löwen, mit Cilo Awards, mit Emmys.
“Es wird bei uns Deutschen mit wenig so viel Zeit totgeschlagen, wie mit Bier trinken.”, wusste schon Otto von Bismarck in seiner Rede im Reichstag vom 28. März 1881. Und recht hatte der Mann! Kluge Geister sind eben zeitlos.
Etwas weniger elegant drückte sich Georg Wilhelm Friedrich Hegel in seiner Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften II aus: „Bier treibt auf Urin.“
Bißchen platt, aber wahr.
Tiefere Einsichten in die Natur des Bieres hatte auch Wilhelm Busch. „Die erste Pflicht der Musensöhne // Ist, daß man sich ans Bier gewöhne.“
Lebensweisheit in der flapsigen Leichtigkeit des Bieres. Fürwahr einem der einflussreichsten Dichter und Satiriker Deutschlands des 18ten Jahrhunderts würdig. [...mehr]
Als erstes braucht es einmal exotisches Bier, was Du hierzulande nicht an jedem besser sortierten Getränkemarkt kriegst. Einfache Lösung: Eine Runde Briefkastenbier! 24 Biersorten aus alle Welt, von China über England bis Bulgarien und Indien. Perfekt!
34 Euro. Guter Preis für Importe. Aber 24 Bier, wenn Bier auch aus aller Welt, für drei Kerle über eine ganze Woche hinweg ist ein wenig mager.
Zum Glück gibt es eine ganz besondere Spezialität, die es sonst kaum mehr irgendwo gibt, und die vom Anbieter ganz bequem über das Internet bezogen werden kann: Rauchbier vom Schlenkerla! Zehn Flaschen Bier, sieben davon Rauchbier und drei hausgebraute Weizenbier. Für 20 Euro. Phantastisch. [...mehr]
Das Monat nehme ich mir eine Woche Urlaub. Wofür? Eine Woche mit zwei Kumpels irgendwo in der nordrheinwestfälischen Pampa. Was wir da tun? Bier trinken, Cheeseburgerpizza kochen, quatschen, Blödsinn treiben.
Als Pseudo-Bierspezialist (*hust*) oblag es natürlich mir, für das entsprechende Biersortiment zu sorgen. Sind wir doch alle über ganz Deutschland verteilt und zwischen Berufen, Studium und den nicht unerheblichen Reisekosten kommt es zu einem solchen Treffen selten genug, daß wir uns nicht mit ‘nem Sixpack von der Tanke begnügen wollen.
Aber was steck’ ich ein. Leichtes Gepäck und Zug oder Mitfahrgelegenheit vertragen sich nicht mit drei Bierkisten. Und jede Privatbrauerei Deutschlands, die ihre Produkte nicht im Internet anbietet, abzuklappern, ist auch ein wenig arg viel Aufwand. [...mehr]
Rezepte gibt es wie Sand am Meer und irgendwo gibt es immer jemanden, der dieses eine ganze spezielle für Gottes Geschenk an den Gaumen hält.
Gut für mich, bin ich in der letzten Zeit doch vermehrt aus der Suche nach abstrusen Kreationen. Warum, verrate ich euch morgen.
Für heute muss die Bierpizza reichen! Wer jetzt eine mit Warsteiner, Öttinger und Paulaner belegte Salamzipizza hofft, wird leider enttäuscht. Stattdessen backen wir uns einen Pizzaboden! Und zwar mit Weißbierhefe.
Das Grundprinzip ist, wie bei den meisten Bierrezepten, einfach. Alles zusammenkippen, Bier statt Wasser, Tütenhefe zur Verstärkung für die Bierhefe, walken, Pizzaboden machen. Fertig.
Die Umsetzung ist schon weniger einfach.