Von Jecken, Fasching, Karneval, Bier im Allgemeinen und Kölsch im Speziellen

Es ist gar nicht wahr, daß die Deutschen ihr Bier nicht mehr mögen. Allein daheim schmeckt es nur weniger als in der Kneipe unter Leuten. Und die Kneipe können sich immer weniger leisten. Stattdessen wohnen immer mehr Leute allein. Und bleiben daheim.

Soviel also zu den Schwankungen im deutschen Bierdurst.
Umso wichtiger werden da Volksfeste, Festivals, alles, was die Leute auf die Straße lockt und für gute Stimmung und Ausgelassenheit sorgt. Denn siehe da! Plötzlich fließt das Bier wieder in Strömen, ganze Gerstensaftseen werden trockengelegt.

Ist auch bitter notwendig. Während die Deutschen immer weniger Geld für Geselligkeit übrig haben, bleibt die Zahl der Brauereien gleich. Und die Menge an gebrautem Bier. Fazit: 40% Überproduktion. Oder so.

Da freut es die Bilanzen natürlich, wenn zur Fasnet, zum Karnival, zum Faschung und zur Fastnacht aufgerufen wird. Jecken, Narren und viel Kölsch. Letzteres natürlich in Köln. Wo sich die großen Vier, die Bierkönigsbrauereien der Stadt, um jeden Kunden prügeln.

Reissdorf, Gaffel, Gilden und Früh. Gilden gehört dabei zur Radeberger Gruppe gehört zum Oetker-Konzern. Und hat einen Marketingleiter, dessen Schwager Leiter im Amt des Ordnungs- und Verkehrsdienstes ist. Welches wegen steigenden Verletzungen durch Scherben ein Glasverbot zum Karneval durchgesetzt hat. Worunter Gilden besonders profitiert.
Natürlich reiner Zufall!

Aber wohl der Brauerei, die Dosen auch im Angebot hat. Und das auch frühzeitig erfährt, statt dann auf 10.000 Kästen Flaschenbier zu sitzen.

Rauher Wind in der Welt des Bieres.

Kölle Alaaf!

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