Viele Chili-Rezepte arbeiten mit Bier, die meisten vertrauen dabei aber eher auf ein helles Pilsener oder etwas Ähnliches. Doch die Variante mit dunklem Bier ist auch nicht zu verachten.
Denn dadurch erhält das Chili gleich die nötige Süße, welche die Schärfe erst so richtig gut zur Geltung kommen lässt. Der malzige Geschmack passt außerdem hervorragend zum hier verwendeten Rindfleisch. Wer experimentierfreudig ist, kann das Rezept mit verschiedenen Chili- und Biersorten testen und auch die restlichen Zutaten lassen sich variieren: So passen auch Frühlingszwiebeln kurz vor Ende der Garzeit dazugegeben hervorragend in ein Chili, ein kräftiger Schuss Kaffee aromatisiert das Ganze und frische Kräuter wie Petersilie oder Koriander geben dem Gericht den letzten Schliff. [...mehr]
Im Laufe der Woche werde ich mich in einem Getränkeladen einfinden müssen, mir von Hand einige Kästen Bier zusammenzustellen. Die räume ich dann auf die Seite und lasse sie mir vor die Wohnungstür liefern.
Es sei denn, man wohnt in Chile. Da hat man eine 20-Meter-Wand an Biersorten schon allein im Supermarkt.
Zusammenstellen werde ich die in einem kleinen Getränkeladen freundlich wirkenden Dame, deren Freundlichkeit irgendwie nicht ausreichend authentisch wirkt. Deren Mitarbeiter den Mangel allerdings umso natürlicher sind.
Zusammenstellen muss ich sie, weil ich gerne verschiedene Biersorten zu Hause habe. Eine Auswahl. Wegen der Möglichkeit zu entscheiden, ob ich jetzt lieber ein Märzen trinke oder ein Naturtrübes (lies: ohne Filter) oder doch das dunkle Weißbier? Steht mir der Sinn nach etwas würzigem, wie dem stets verlockendem Schwarzbier, oder eher etwas milderem, süffigerem, wie dem Eisbier?
Wohl jenen, die sich einfach auf Vorrat fünf Kästen ihres Traditionsbiers bestellen und glücklich sind. Unvergleichlich weniger Aufwand. Vor allem, wenn man es sich liefern lässt. So ironisch, wie es klingen mag, aber: Entscheidet man sich für weniger Sorten, hat man eine viel größere Auswahl. [...mehr]