Pale Ale: Ganz schön hopfig, das britische „Bitter“

Es hat seine Wurzeln im 15. Jahrhundert und ist bis heute der Dauerbrenner in englischen Pubs: englisches Pale Ale, auf der Insel auch „Bitter“ genannt.

Gutes aus gemalzter Gerste

Ob früher zum Bingo-Spielen im Pub oder heute beim Online-Zocken dank cozino gutscheincode vor dem Bildschirm: Biergenuss nach Feierabend gehört für viele Briten einfach dazu. Und das nicht erst seit gestern: Das englische „Bitter“ hat auf der Insel eine lange Geschichte.

Vor dem 15. Jahrhundert wurde der Begriff „Ale“ nur für ungehopfte Biere verwendet. Hieß in jener Zeit Bier „Beer“, wurde es unter dem Zusatz von Hopfen hergestellt. Später wurde dann auch Ale mit Hopfen-Zusätzen gebraut, allerdings waren Ale- und Beer-Brauer trotzdem noch getrennte Berufe.

Heute wird zwischen den beiden Bierarten nicht mehr wirklich unterschieden, auf der Insel werden heute alle obergärigen Biersorten als „Pale Ale“ beziehungsweise „Bitter“ bezeichnet.

Pale Ale Export: von England hinaus in die Welt

Das Pale Ale wird mit obergärigen Hefen bei 15 bis 25 Grad vergoren, die Gärung findet bei höheren Temperaturen als beim Lager-Bier statt.

Das Bier hatte seinen Ursprung in den Kolonialzeiten Königin Victorias und fand so seinen Weg in die USA und nach Australien. Beide Länder haben heute eine eigene Ale-Brauereitradition, die sich durch eigene Marken auszeichnet: In den USA ist es beispielsweise American IPA, in Down Under Sparkling Ale. Daneben hat auch Belgien eine eigene Ale-Brautradition, die sich durch einen regen Austausch mit Großbritannien gebildet hat und deren Produkte als Belgian Style Pale Ales bekannt sind.

Bier mit kolonialen Wurzeln: India Pale Ale

India Pale Ale ist Pale Ale, das tropentauglich gemacht wurde. Ende des 19.  Jahrhunderts hatte England als Kolonialmacht ein großes militärisches Kontingent in Indien. Die Folge: Viele englische Soldaten hatten nicht nur Heimweh, sondern auch Durst aufs heimische Ale. Allerdings war es sehr schwierig zu bewerkstelligen, dass das Bier auf der langen Schiffspassage haltbar blieb. Die Folge: Das Rezept wurde geändert, damit das Ale auf der Reise nicht schlecht wurde. Um die Haltbarkeit zu verlängern, wurde eine höherer Alkohol- und Hopfengehalt notwendig. Nach dem Ausladen wurde das Indian Pale Ale dann 1:1 mit Wasser verdünnt.

Indian Pale Ale schmeckt etwas bitterer und noch hopfiger als normales britisches Pale Ale, außerdem hat es ein- bis zwei Prozent Alkohol mehr.

Heute wird Indian Pale Ale vor allem in England und den USA gebraut, aber auch in Deutschlands Craft Beer-Szene findet die Biersorte seit einigen Jahren immer mehr Freunde. Im Jahr 2012 waren es schon 20 hiesige Brauereien, die ihre Version des kolonialen Bieres brauten.

Bildurheber: Pixabay, 1283566, Pexels