Ein Helles, bitte. Auch Weizenbier hat Freunde.

Manches ist einfach, wie es ist. Während noch große Verwirrung herrscht, was denn nun ein Dunkles ist und was man Roulette spielt, wenn man ohne nähere Definition bestellt, können sich Freunde hellen Bieres zurücklehnen und das Leben genießen.

Und dieses ist ja bekanntermaßen ungerecht.
Natürlich kann es immer zu Komplikationen kommen. Pils, Weizen, manche Sorten Lager – immerhin ja immer alles hell.
Nur Weißbier wird man wohl nicht kriegen. Da funktioniert deutschlandweit größtenteils noch immer die Bestellung: „Ein Hefeweizen, bitte.“

Aber, Neid macht ja bekanntlich häßlich und verursacht Falten. Es sei den Freunden heller Biere also gegönnt. Anhänger dunkler Biere können sich dafür elitärer fühlen, jawohl. Der Elfenbeinturm im Bierglas.

Im Grunde kann ohnehin kein normaler Mensch durchblicken, was nun Sache ist mit den Biersorten. Dunkel, hell, ober- oder untergärig. Klassische dunkle Biere offenbaren plötzlich helle Bastardgeschwister und wehe dem der in einem Radler die falschen Getränke mischt und es noch immer Radler nennt.

Ist dann ja doch eher was für Puristen und Hartgesottene.

Somit lässt sich wohl sagen, mit Ausnahme der Hobbykenner und Bierfachmänner, gibt es nur eine gute Möglichkeit, die Biere zu unterscheiden:

Schmeckt’s mir, oder schmeckt’s mir nicht.

Prost.

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