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Autor: Ariane

Hanf und Hopfen stammen aus der gleichen Pflanzenfamilie. Da liegt es durchaus nahe, das eine auch mal durch das andere zu ersetzen ;-)

Kein Wunder, dass der neue Hanftrunk aus der Hauptstadt kommt, in Berlin gibt es ja schließlich auch die Hanfparade ©medienparker/Flickr

Mit Drogen hat das Ganze nichts zu tun. Dann wäre es ja schließlich auch nicht legal ;-)
Während des Brauprozesses werden die Blüten und das ätherische Öl von Faserhanf einfach der Maische zugesetzt. Der Faserhanf, ein rein biologisches Produkt, enthält weniger als 0,05 Milligramm des berauschenden Wirkstoffs Tetrahydrocannabinol (THC) pro Kilogramm. High wird man davon also nicht, aber der besondere Duft der Blüten ist wirklich ein sehr sinnliches Trinkerlebnis!

Bereits im Mittelalter wurde Bier aus Hanf gemacht, bis schließlich das Reinheitsgebot dieser Tradition 1516 einen Riegel vorgeschoben hat. Aus diesem Grund darf das nun wieder entdeckte Traditionsbier auch nicht Bier genannt werden, sondern stattdessen Trunk, Biermischgetränk oder eben Biermix.

Hanf ist einer der interessantesten nachwachsenden Rohstoffe, weil er ohne Pestizide angebaut werden kann und sehr vielseitig verwendbar ist. So werden Kleidung, Papier oder eben auch Getränke gerne mal aus Hanf hergestellt, auch Hanfschokolade gibt es mittlerweile. Hanfsamen werden zu hochwertigem Speiseöl, zu Kosmetika, zu Reinigungsmitteln, Farben, Schmierölen und sogar zu Treibstoff verarbeitet. Und alles immer schön ökologisch und biologisch korrekt ;-)
Bio ist ja schließlich auch ein Trend, der sich mehr und mehr in allen Bevölkerungsschichten etabliert.

Da außerdem auch Mix-Getränke schwer angesagt sind, verwundert es natürlich nicht, dass es bereits diverse Sorten von “Hanfbier” auf dem Markt gibt, beispielsweise Cannabia oder Spirit of Hanf. Übrigens waren uns die Eidgenossen bei diesem Trend mal wieder um Längen voraus, denn dort ist Hanfbier bereits seit Jahren käuflich zu erwerben ;-)

Mit dem Hanfbier-Trunk “Turn” strebt nun auch die Kreuzberger Bier-Company an, neue Zielgruppen anzusprechen.
Tradition verbunden mit Trend lautet das Motto des alkoholhaltigen Hanftrunks aus der Hauptstadt.

Der Name “Turn” kommt auch nicht von ungefähr und spätestens beim Slogan der Marke kommt man dann auf den Hintergrund: “Turn. Your mind.”
Auf der Website findet an neben Facts und News übrigens auch Händler und Kneipen, in denen man Turn erhalten kann.    [...mehr]


Autor: Ariane

Wellness ist Trend, man badet in Bier, man macht sich schön mit Bier und nun macht man sich natürlich auch mit Bier fit. Und da manche offenbar der Meinung sind, mit den herkömmlichen Sorten ginge das nicht (unanständiger Gedanke, oder?), haben wir nun also auch vermehrt Wellness-Biere auf dem Markt. Oder auch “functional beer”, auf Englisch klingts ja gleich richtig gesund! :-D

Grundlage für das functional beer ist ein Hefeweizen aus Weihenstephan ©ben.snider/Flickr

Xanthohumol heißt der Wirkstoff, der dem neuen Getränk zugesetzt wird. Basis dafür ist ein alkoholfreies Hefeweizen aus Weihenstephan.
Der schier unaussprechliche Zusatzstoff ist laut Laboruntersuchungen gut gegen Schlaganfall, Alzheimer, Herz und Kreislauf, Krebs - Xanthohumol bremst offenbar eine ganze Reihe von Krankheiten.
Der Stoff wird aus der Lupolin-Drüse des Hopfen und geröstetem Malz als Emulgator gewonnen. Er ist antioxidativ, antiviral und angeblich sogar einsetzbar gegen HIV und Malaria.

Dass Xanthohumol auch ohne Zutun der Arzneimittelindustrie seit Jahrhunderten im Bier vorkommt, ist wahrscheinlich mittelalterlichen Mönchen zu verdanken, die damit anfingen, beim Brauen das Hanfgewächs Hopfen als würzige Zugabe zu verwenden – statt so übler Sachen wie Ochsengalle oder Eichenrinde.

Den Äbten war das recht, denn das neue Bier beruhigte und sorgte für Keuschheit. So wurde durch die Jahrhunderte wahrscheinlich eine zumindest in Europa ziemlich flächendeckende Krebs- und andere Prävention betrieben. ;-)

Was Xanthohumol dabei genau anrichtet, ist in vitro gut untersucht. Aber was im Labor geht, geht nicht automatisch auch im menschlichen Körper. Um den Wirkstoff in vivo zu testen, braucht man größere Mengen, die sich nicht mehr im Milligramm-, sondern schon im Grammbereich bewegen.
Gerade das gab es bisher nicht. Gibt es aber nun, denn eine Naturstoffchemikerin der Universität des Saarlandes hat die dazu notwendigen technischen Verfahren entwickelt und bietet Xanthohumol nun kiloweise an.

Das angebotene Kilo Xanthohumol („Reinheit 99 %“) kann man aus 500 Litern eines Hopfenextraktes gewinnen, wie ihn etwa die Brauereien verwenden. Mit dem Kilo lassen sich jetzt auch die Tierversuche machen, die zeigen sollen, wo Risiken und Nebenwirkungen liegen.

Der Haken an der Sache mit dem Wirkstoff im Bier: Nur wer es also literweise schluckt, erreicht eine wirksame Dosis Xanthohumol. Er bekommt aber auch eine Fettleber.
Woraus folgt, dass Bier nun doch nicht so ganz als Medikament geeignet ist. :-(
Man arbeitet aber bereits an der Konzentrationserhöhung des Stoffes in geeigneteren Lebensmitteln.

Euch ist das alles zu wissenschaftlich?
Dann haltet beim nächsten Einkauf oder in der Kneipe doch einfach mal die Augen auf nach XAN.
So heißt das neue Produkt aus Weihenstephan und es soll im Getränkegroßhandel, in Wellness-Centern und in der Szene-Gastronomie vertrieben werden.Es geht doch nichts über ein klassisches Hefeweizen ©allerina-glen-maclarty/Flickr

Die Zielgruppe von XAN sind zwar eigentlich Ältere, aber man fasst beim Vertrieb doch offensichtlich die Orte auf, an denen sich die Jungen und Fitten aufhalten - aber hey, dank der vielen neuen Wellness-Produkte altern wir ja ohnehin nicht mehr, die Grenzen zwischen den Generationen verwischen und bald gibt es bestimmt auch ein “functional beer” gegen Hautalterung.

Bis dahin verlass ich mich nach wie vor auf die gute alte Bierhefe. Im Hefeweizen, versteht sich. :-D

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Autor: Ariane

Biermix-Getränke boomen nach wie vor. Nach den Standards wie “Bier+Lemon” und Szene-Mixen wie “Bier+Cola” oder “Bier+Energy” kommt nun der “Bier+Gesundheit”-Trend. Denn was bei Bionade so erfolgreich ist, kann bei Bier nicht verkehrt sein.

Das neue Produkt “V+ Apple” mit Apfel-Ingwer-Geschmack soll bereits im Handel erhältlich sein, teilte die Privatbrauerei aus Meschede-Grevenstein auf der Fachmesse Internorga in Hamburg mit. Veltins peilt nach eigenen Angaben die bundesweite Marktführerschaft bei den Biermix-Getränken an. Dort liegt noch Beck’s mit einem Anteil von 10,2 Prozent vor Veltins mit 9,2 Prozent.

V+ von Veltins

V + Apple ist die mittlerweile fünfte Geschmacksrichtung aus der V+ Familie. Frisch soll das neue Produkt daher kommen, kündigte Marketingdirektor Herbert Sollich bei einer Vorabpräsentation in Meschede an.

Mit dieser Marke möchte man speziell die jüngeren und trendigere Generation ansprechen. Also weg vom Schalke-Fan hin zum trendigen Mittzwanziger. Das “V+” enthält zur Hälfte Pils und zur Hälfte Apfelgetränk mit einem Schuss Ginger und Ingwer-Zusatz. Um die Zielgrupppe noch mehr an V+ Apple zu binden, greift Veltins tief in die Trickkiste, so gibt es beispielsweise ein eigenes Forum V+Friends und ein V+ Paradise Beach für den Sommer deines Lebens.

V+Apple

Biermix-Getränke haben für deutsche Brauereien eine zunehmende Bedeutung. V+ war für Veltins der Wachstumsbringer in den vergangenen Jahren. Demnoch nicht genug wird jetzt im Fernsehen auch kräftig V+Curuba, V+Lemon, V+Cola und V+Energy beworben. Willlst du mehr wissen, klickst du hier




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Autor: Ariane

Der Sommer steht praktisch vor der Tür und kaum etwas boomt in der warmen Jahreszeit so wie Biermix-Getränke. Da darf solches natürlich auch bei den Flensburgern nicht im Sortiment fehlen.

Die klassische Flens-Bügelflasche gibts natürlich auch bei den Mixgetränken ©Foto:privat

Die Kult-Brauerei aus Flensburg -übrigens auch die nördlichste Brauerei in Deutschland!- folgt dem Trend. In den vergangenen Jahren wurde das Sortiment stetig erweitert und an den Markt angepasst. Neben dem Pils und dem Kellerbier mit Ökosiegel gehörten bislang auch Weizen, Dunkel und Radler zum Sortiment und für diejenigen, die kein Bier mögen oder schlicht noch zu jung dafür sind, gibt es sogar klares Wasser mit Kohlensäure - natürlich auch in der Bügelflasche. Und so war es auch nur eine Frage der Zeit, bis auch die angesagten Biermix-Getränken endlich “flensen”.

Lemongrass und Blutorange-Grapefruit sind die Neuen in der Plopp-Familie. Damit peilt man unter anderem natürlich auch eine neue Zielgruppe an, die den Mittbewerbern, und bisherigen Marktführern bei den Mixgetränken, Beck`s und Veltins ja auch bereits gute Umsätze verschafft.

Mit je 2,4 Prozent Alkohol sind die neuen Sorten weniger alkoholstark als die Klassiker Pils, Dunkel und Gold. Basis ist ein eigens für die neuen Sorten gebrautes, etwas milderes Pils. In diesem Jahr ist ein Absatz von zusammen 10.000 Hektoliter geplant. Das sind rund drei Millionen Flaschen. Der Preis wird bei 3,79 Euro pro Six-Pack liegen (zuzüglich Pfand).    [...mehr]


Autor: Ariane

Ok, ich gebs zu, ich tu ja auch manches für ein leckeres Bierchen zur rechten Zeit, aber gleich kriminell werden…? Da muss ich doch gleich mal gucken, was das für ein Bier ist :-)

Entdeckt im mittelhessischen “Weilburger Tageblatt”:

Weilmünster-Möttau. (red). Einen Sachschaden in Höhe von rund 1000 Euro haben Autoknacker am Mittwoch auf dem Parkplatz am Möttauer Weiher angerichtet.

Nach Angaben der Polizei schlugen die Unbekannten zwischen 15 und 16 Uhr die Seitenscheibe eines blauen Opel Corsa ein, der dort abgestellt war und klauten aus dem Fußraum hinter dem Beifahrersitz zwei Sechserpack Licher Bier. Darunter lag zudem eine braune Ledertasche mit messingfarbenen Lederstreifen.

Licher PilsnerHm, Licher Bier. Da hab ich doch direkt mal beim nächsten Einkauf die Getränkeabteilung näher inspiziert und siehe da- eine Flasche Holunder-Weizen-Mix (quasi das alkoholhaltige Pendant zur Bionade), ein Weizen Licher Weizen und ein klassisches Pilsner wanderten in meinen Einkaufswagen. Zugegebenermaßen war das Angebot hier auch auf diese Sorten begrenzt, aber der Website der Licher Brauerei kann man entnehmen, dass noch einiges mehr zum Sortiment gehört.

Kurz zu den Fakten. Die Licher Brauerei ist mit mehr als 250 Angestellten der größte Arbeitgeber in Lich und laut Website und somit eigener Aussage stark engagiert im Naturschutz (es werden zum Beispiel Stipendien vergeben für den Naturschutz betreffende Diplomarbeiten) und im regionalen Sport. Das Licher Bier ist mit Abstand Marktführer in Hessen und gehört zu den 20 umsatzträchtigsten Biersorten in Deutschland.

Seit 2004 gehört die Brauerei der Bitburger Holding an. Die Licher Brauerei ist eine der letzten Brauereien mit eigenen Stallungen und Brauereipferden. Also eine Kombination aus hochmodern und klassisch-traditionell, genau wie das Getränkesortiment.

Der Holunder-Weizen-Mix war für meinen Geschmack etwas sehr kohlensäurelastig, aber lecker fruchtig; eisgekühlt bestimmt das ideale Getränk für heiße Sommerabende. :-) Das Licher Pilsner, da fällt mir nur ein: TOP. Gehört auf jeden Fall zu meinen Top Ten der schmackhaftesten Pils-Sorten. Angenehm mild, was natürlich die Liebhaber der herben Pilsner eher stören dürfte. Aber da gibt es definitiv noch mildere Sorten, insofern haben wir beim Licher ein gutes Mittelmaß.

Da haben die Diebe ja wenigstens etwas Geschmack bewiesen - wenns denn schon ein Opel sein musste… ;)

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Autor: Ariane

Traditionell steht am 23. April wieder alles im Zeichen des Biers, denn dann wird der Tag des Deutschen Bieres begangen.

Am 23. April 1516 wurde das deutsche Reinheitsgebot proklamiert, und seitdem gilt per Gesetz: Ins deutsche Bier gehört nur Wasser, Hopfen und Gerste (naja, fast jedenfalls ;) ). Später kam noch die Hefe dazu (als man in der Lage war, Hefe herzustellen).

Natürlich nicht nur deswegen, denn schaut man sich mal den deutschen Pro-Kopf-Verbrauch an, ist eine eindeutige Tendenz ersichtlich.

Die Statistik zeigts ganz klar: Der Bierkonsum in deutschen Landen schrumpft seit Jahren. © Quellen: Statistisches Bundesamt und Deutscher Brauer-Bund, Berlin; Stand: 14.06.2007

Der Pro-Kopf-Verbrauch sinkt also seit längerem und Bier ist nicht länger des Deutschen liebstes Getränk. Da kommt ein Tag ganz im Zeichen des Biers den Brauern natürlich wie gerufen, haben sie doch so die Chance, sich dem (potentiellen) Kunden einmal in ihrer ganzen Bandbreite präsentieren zu können.

Das Rheinheitsgebot gilt als ältestes Lebensmittelgesetz der Welt und daher wird dieser Tag von den Mitgliedern des Deutschen Brauer-Bundes in ganz Deutschland mit zahlreichen Festen und Veranstaltungen begangen.
So gibt es beispielsweise jedes Jahr Brauereiführungen, Biermeilen, Frühschoppen mit frisch gezapftem Bier, Biergartenpartys, Sonderverkaufs-Aktionen und vieles mehr.
Über das Programm für 2008 kann man sich ab März auf der Homepage des Brauer-Bundes erkundigen.

Am 23. April werden dann auch erneut die “Botschafter des Bieres” ernannt. Mit diesem Titel ehren die deutschen Brauer Menschen, die sich durch ein außergewöhnliches Engagement rund um das Thema Bier und Lebensmittel ausgezeichnet haben. Im vergangenen Jahr war beispielsweise Horst Seehofer der Botschafter des Bieres.

Nun sind es ja noch gute zwei Monate bis zum Tag des Deutschen Biers, aber keine Angst: Ich werde euch natürlich noch mal rechtzeitig daran erinnern. Wäre ja tragisch, wenn euch womöglich das eine oder andere Gratis-Bierchen durch die Lappen gehen würde ;)

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Autor: Ariane

Wie in Teil 1 versprochen, folgt hier nun der zweite Teil zum Klassiker unter den Bieren :-)

Ein schönes Pils zaubert ein Lächeln auf unser Gesicht... ©Tony Austin/Flickr

Wie bereits im ersten Teil erwähnt, existiert auch noch eine andere Theorie, wie das Pils zu seinem Namen kam.

Im Mittelalter wurde dem Bier vielerorts Bilsenkraut zugesetzt, um die Haltbarkeit zu erhöhen. Da die Haltbarkeit aufgrund des Anstiegs des Alkoholgehaltes verbessert wird, wird häufig behauptet, das Bilsenkraut sei zugesetzt worden, um die berauschende Wirkung zu erhöhen. Dies war allerdings nur ein Nebenprodukt. Das Zusetzen von Bilsenkraut verursachte einen enormen Kater und war auch aus anderen Gründen nicht unbedingt empfehlenswert. Als im 15. Jahrhundert der Hopfen in Deutschland eingeführt wurde, wurde das Bilsenkraut durch den Hopfen ersetzt. Allerdings hatte sich laut dieser Theorie zu diesem Zeitpunkt bereits der Begriff „Pils“ oder auch „Pilsner“ durchgesetzt. “Pils” sei hierbei vom Bilsenkraut abgeleitet worden, welches mancherort auch Pilsenkraut geschrieben wurde (jaja, die chaotische mittelalterliche Schreibweise…)
Spätestens 1516 mit Einführung des reinheitsgebotes hatte es sich dann mit dem Zusatz des Bilsenkrauts. Bier mit Hopfen hieß „Pils nach dem Reinheitsgebot“ und konnte gegen das ursprüngliche „Pils“ mit Bilsenkraut abgegrenzt werden.

Wie dem nun auch sei, vermutlichPilskühlung der natürlichen Art ©amatern/Flickr steckt in beiden Theorien ein Teil der wahren Entstehungsgeschichte. Pils ist jedenfalls heute weltweit eine beliebte Marke. In Deutschland sind die absatzstärksten Pils-Sorten die der Brauerei Krombacher, dicht gefolgt von Bitburger, Warsteiner und Becks. Geschmacklich kommt jedoch keins davon dem Original böhmischen Pilsner nahe. Dies liegt vermutlich daran, dass die Brauereien dem Wunsch der Mehrheit nach einem nur mäßig bitteren Bier nachkommen, um so den Umsatz zu erhöhen oder zumindest stabil zu halten.




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Autor: Ariane

Eine der beliebtesten Biersorten weltweit ist das Pils beziehungsweise Pils(e)ner. Da wirds natürlich höchste Zeit, dass wir uns mit dieser Sorte hier mal eingehender beschäftigen! :-)

Ein Pilsner aus der Traditionsbrauerei in Radeberg ©adactio/Flickr

Pils(e)ner Bier, auch Pils oder Bier nach Pils(e)ner Brauart ist ein nach der böhmischen Stadt Pilsen (tschechisch: Plzeň) benanntes, untergäriges Lagerbier mit starkem Hopfenaroma und höchstens 12,5 Prozent Stammwürzegehalt.

Das originale Pilsner Bier ist eines der wenigen Biere, das mit alkalischem Wasser gebraut wird. Dadurch ist es bekömmlicher als andere Biersorten.

Dabei ist die Pilsner Brauart aus der Bayerischen Brauart entstanden, die vor allem auf dem sehr hellen Malz, dem Pilsner Malz, und auf der langsamen, sehr kalten Gärung und schließlich der langen Lagerung in kalten Höhlen und tiefen Kellern beruhte.Ein Pils ohne “echten” Pilsgeschmack, aber dennoch lecker: Becks ©jp_tech_girl/Flickr

Das ehemalige Pilsner Bier war ein dunkles, trübes, warm vergorenes Bier und es hatte einen so schlechten Ruf, dass sogar mehrere Fässer Bier aus Protest öffentlich auf dem Rathausplatz in Pilsen ausgeschüttet wurden. Danach berief Martin Stelzer, Braumeister des „Bürgerlichen Brauhauses“ in Pilsen, 1842 den bayerischen Braumeister Josef Groll aus Vilshofen nach Pilsen, um „den Böhmen in Pilsen ein gutes Bier zu brauen“.

Staropramen, eine beliebte Original böhmische Pils-Sorte ©edvvc/FlickrJosef Groll braute somit am 5. Oktober 1842 den ersten Sud nach Pilsner Brauart.
Dieser wurde erstmals am 11. November 1842 öffentlich ausgeschenkt und eröffnete so den weltweiten Siegeszug dieser Bierspezialität, die heute noch als Original Pilsner Urquell vertrieben wird. Aber erst im Zuge der Industrialisierung und damit auch der Verfügbarkeit von Kältemaschinen in den 1870er Jahren war es möglich, das Brauen nach Pilsner Methode überall durchzuführen.

Zunächst setzte sich sogar für die untergärigen Biere der Begriff nach Bayerischer Brauart durch. Erst später wurde dieser zu Pilsner Brauart geändert. So existieren Etiketten der Brauerei Heineken, die nach Pilsner Brauart braut, mit der Bezeichnung “nach Bayerischer Brauart”.

Typisches Merkmal der Pilsner Biere ist der leicht bittere Hopfengeschmack, der vom berühmten Hopfen herstammt, der um die nordböhmische Stadt Saaz (Žatec) angebaut wird, sowie der etwas vollere, malzigere Geschmack und natürlich die goldgelbe Farbe. Jedoch ist das Original böhmische Pils nicht vergleichbar mit den vor allem norddeutschen Pils-Sorten, die einen viel bittereren Geschmack aufweisen und auch bei weitem nicht so malzig schmecken wie das Original Pilsner.
Dem Pilsner entspricht in der Schweiz das Spezialbier. Aufgrund eines Abkommens mit Tschechien darf die Bezeichnung Pilsner dort nicht verwendet werden. Im Gegenzug dazu verzichtet Tschechien auf die Bezeichnung Emmentaler für Käse.

Soweit die eine Legende. Es gibt jedoch noch eine weitere… aber die folgt in Teil II.
Ihr könnt euch derweil ja schon einmal ein kühles Pils holen… ;-)

Nu aber ab und Pils kaufen! ©saramarxlovesyou/Flickr

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Autor: Ariane

Wenn es um ihr Bier geht, kennt ein Bayer kein Pardon. Das weiß man mittlerweile auch in Brüssel und Luxemburg, wo erbittert um Gerichtsentscheidungen gerungen wird, bei denen es stets um die Frage geht: Ist “bayerisches Bier” auch “bavarian beer”?

Bayrisch oder nicht bayrisch? ©montrasio-international/ Flickr Seit 1729 produziert der Konzern Bavaria, mit Sitz in den Niederlanden, sein “bavarian beer”. Dumm nur, dass die Bayern 2001 per EU-Verordnung das “bayrische Bier” schützen ließen. Der Bayerische Brauerbund und der EU-Ministerrat für Landwirtschaft klagen gegen den niederländischen Konzern Bavaria - seit mittlerweile sieben Jahren.

Bavaria produziert nicht nur seit fast 300 Jahren das “bavarian beer”, sondern ist auch in zahlreichen EU-Staaten Inhaber der Markenrechte. Verständlich, dass man sich da nicht mit so einer pauschalen EU-Verordnung abfinden will.
Schlagkräftigstes Argument der Niederländer: Die eingeführte Marke “bavarian beer” würde nicht nur für die geografische Herkunft des Gerstensaftes bezeichnen, sondern vielmehr ein eigenes Brauverfahren (das “Dickmaischverfahren”).

Bayrisches Bier muss bayrisch bleiben, finden die Bayern ©Richard Berg/Flickr

Von einer geschützten geografischen Angabe könne also keine Rede sein, hier gehe es vielmehr - vergleichbar dem Begriff “Pilsener” - um eine Gattungsbezeichnung.

Inzwischen haben sich beim Europäischen Gerichtshof in Luxemburg gleich mehrere Verfahren in unterschiedlichen Instanzen angesammelt. Am 14. Februar dürfte eine weitere hinzukommen. Dann nämlich muss der Bundesgerichtshof (BGH) in einer vergleichbaren Auseinandersetzung entscheiden, ob Bavaria seine Marke wenigstens von deutschem Boden verschwinden lassen muss. Genau das ist derzeit das dringendste Anliegen der Bayern, vertreten durch den Brauerbund und den EU-Minister.

Bayerns Landwirtschaftsminister Josef Miller von der CSU versprach, sich weiter dafür einzusetzen, dass der Gerstensaft aus dem Freistaat weltweit geschützt - wird bayrisch bleibt bayrisch, auch wenns bavarian ist.
Für die europäischen Richter geht es nach Auffassung von Experten jedoch längst nicht mehr nur um die Frage, ob “bayerisches Bier” nun wirklich nur aus dem Freistaat kommen muss. Viel entscheidender sei die Frage, ob mit dem Schutz der deutschen Marke auch gleichzeitig alle Übersetzungen inbegriffen sind. Denn, so argumentieren die Bayern, der Verbrauchernehme bei den englischen Worten “bavarian beer” an, dass es sich um das gleiche Getränk handle wie das, auf dem die Worte in Deutsch aufgedruckt sind. Ein Eindruck, der noch durch das weiß-blaue Rautenmuster verstärkt wird, was den Bayern nun wirklich niemand streitig machen kann.

Es geht aber um noch viel mehr als nur die Entscheidung über die Marke: Der holländische Braukonzern hat für den Fall einer Niederlage eine Schadensersatzforderung gegen den EU-Landwirtschaftsministerrat in Höhe von 100 Millionen Euro angekündigt. So teuer sei es, wenn man die seit Jahrhunderten eingeführte Marke auf allen europäischen Märkten ersetzen müsse.

In diesem Fall möchte ich wahrlich nicht Richter sein… :-(

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Autor: Ariane

Zum Glück gibts für Bierfans ja jede Menge informative und unterhaltsame Websites im Netz und eine davon möchte ich euch heute mal ein wenig näher präsentieren, nämlich den Bierclub.

Verschiedene Sorten für verschiedene Geschmäcker ©pusqums/Flickr

Es ist nicht leicht für eine Website, sich über Jahre im Internet zu halten, da muss der Inhalt schon stimmen. Der Bierclub feiert nunmehr sein zehnjähriges Jubiläum- das ist schon eine Leistung. Auf den Clubseiten kann man sich jeden Monat über das “Bier des Monats”, Bier-News, Rezepte, Termine und Bier-Parties informieren. Unter dem “A-Bier-C” findet man dann auch zum Beispiel Infos über einen Bier-Sommelier und der Seitenbetreiber, die Probier GmbH, bietet auch einen Bier-Shop an. Alles zusammen genommen stellt der Bierclub eine der besseren Bier-Fanseiten dar, informativ, übersichtlich und praktisch.

Zum aktuellen “Bier des Monats” hat der Bierclub das Rhöner Premium Pils gewählt- eine hervorragende Wahl, wie ich finde.
Ich gebe es an dieser Stelle zu, ich bin (typisch Weib) ein großer Fan von Bio-Getränken, ich liebe Bionade und ebenso auch die leckeren Bio-Biersorten der Privatbrauerei Peter KG. Neben dem Rhöner Premium Pils gibt es da zum Beispiel den Rhöner Schwarzer Peter, ein wunderbares, herbes Schwarzbier. Außerdem gibt es die heutzutage unvermeidlichen Bier-Mischgetränken, die ich in diesem Fall jedoch ausdrücklich für gut befinde, da es sich bei der “Roten Holle” um eine Mischung mit Hollunder-Bionade handelt- hmmmmmmmm! :-D Das perfekte Getränk an heißen Tagen (und schon vor vier Uhr legitim ;) ). Wichtigstes Erkennungsmerkmal: das Rhönschaf. Ohne Schaf kein echtes Rhöner! :)

Und wo ich schonmal den Bierclub erwähnt habe, kann ich mir den folgenden Werbespot einfach NICHT verkneifen, denn auch da gehts um nen Bierclub ;) - wenn auch nen etwas anderen…



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