Briefkastenbier aus aller Welt

Es soll ja Leute geben, die das noch nicht kennen. So wie ich, zum Beispiel, wie ein Freund mit Schrecken und Not feststellen musste. Um anderen Menschen dieses Ungemach zu ersparen, will ich euch vom Bier im Postkasten erzählen.

Das Grundprinzip ist nicht schlecht. Wer gerne Bier trinkt, über die Anstandshalbe beim Fußballspiel hinaus, und obendrein noch gerne Neues kennenlernt, der muss nicht ständig zur nächsten Großstadt und dort die halbe Geschäftswelt für eine neue Biersorte abklappern.

Auch unaufhörliche, gezielte Importe aus Asien, denen obendrein noch langfristige Recherchen vorausgehen, sind eher was für die Spitzenenthusiasten unter den Biertrinkern und übertreffen an nötigem Aufwand in der Regel ja dann doch das prinzipielle Interesse des geneigten Bierverkosters.

Kennt ihr diese Gemüseabos? Gibt es in vielen Städten, in der Regel oft von kleineren oder Ökogemüseläden, immer öfter aber auch von größeren Geschäften. Man kriegt einmal die Woche eine Kiste mit zufälligem Gemüse der Saison direkt nach Hause.
Vorteil für den Laden ist ein fester, berechenbarer Absatz und dauerhafte Kunden.
Vorteil für den Kunden ist Bequemlichkeit, stets frisches Gemüse und eine abwechslungsreiche Küche, wegen dem „Oh, Zucchinis! Dann mach ich heute <DiesundDas>“-Effekt.

Jetzt ersetzt die Kiste Gemüse mit einer Kiste Bier voll verschiedener Biersorten aus aller Welt.

… nein, keine Bierkiste voll. Kleiner. Acht verschiedene Biere. Einmal im Monat. Für ca. 14,00 bis 18,00 Euro im Monat. Je nach Abolaufzeit zwischen drei und 24 Monaten.

Und laut Anbieter umfasst der Service:
– jeden Monat 8 neue Biere
– aus mindestens 7 Ländern
– davon ein deutsches Bier
– davon ein Biermischgetränk
– 96 jerschiedene Biere im Jahr
– keine Biere die man an jeder
Ecke bekommt
– Man kann die Paketmenge
jederzeit ändern und sparen

Einziger Nachteil: das Bier beim Postamt abholen, weil man nicht daheim und auch kein freundlicher Nachbar zur Hand war, der das Paket dem Postmann abgeben kann.

Und als Tip an alle Nachbarn: wenn ihr eurem Kumpel sagt, daß das Bier heute wohl offenbar doch noch nicht angekommen ist, fresst vorher einen Kaugummi oder zwei.