Beiträge vom: Juni, 2009

Autor: Thomas

Viele denken bei Exportbier an Bier aus Malaysia, Japan oder, weniger exotisch, den USA oder England. In Wahrheit lässt sich dieser Begriff auch umdrehen und beschreibt dann bestimmte Biersorten in Deutschland, die, vor langer Zeit, eigens für den Export hergestellt wurden und noch heute existieren.

Münchener Export, hell

Das Exportbier. In der Regel untergärige Vollbiere aus einer Zeit der Biergeschichte, als es abgesehn von Eis und Schnee noch keine Kühlmöglichkeiten gab. Kältemaschinen? Fehlanzeige. Lastwagen mit -20°C im Anhänger? Utopie auf derselben Stufe mit Mondstädten und Unterwassermenschen.

Untergärige Biere sind länger haltbar. Also braute man für den Export untergärige Biere. Daher der Begriff. Exportbier. Früher für den Export in andere Städte. Später auch mal in andere Länder.
Zudem wurde Bier, das die Stadtgrenze verließ, damals, in den guten, alten Zeiten mit den Pferdekutschen, auch stärker gebraut. Auf Trinkstärke wurde es dann vor Ort gestreckt. Da gab es nämlich ohnehin Wasser. Geringere, zu transportierende Menge war somit gleichbedeutend mit geringeren Kosten.
Bierbrauen war schon damals ökonomisch.    [...mehr]


Autor: Steffen

Ein Blickfang der nicht nur zur Weihnachtszeit alle Aufmerksamkeit am Stammtisch auf sich zieht ist der Bierstiefel. Dieses etwas andere Trinkgefäß sorgt für gute Laune in der Runde und beschert seinem Besitzer einen ganz ungewohnten Biergenuss.

So vielfältig wie das Sortiment an verschiedenen Biersorten ist auch die Kollektion der Biergläser. Das Pilsener Bier kommt in die Tulpe, welche in manchen Kreisen auch liebevoll Pilsblume genannt wird. Das dunkle Altbier findet sich, wie sollte es auch anders sein, im Altbierglas wieder. Und auch bei der sogenannten Kölner Stange handelt es sich doch tatsächlich um ein Behältnis in das man traditionell Kölsch einfüllt, auch wenn es vom Name her auf den ersten Blick vielleicht etwas anderes vermuten lässt. Ja und das Hefeweizen wird ganz einfach im Hefeweizenglas serviert.

Bierstiefel selbst gemacht

Doch solche Exoten wie den Bierstiefel sieht man nicht oft. Was nicht unbedingt an der Jahreszeit liegt, denn auch im Sommer kommt ein eisgekühlter Stiefel angefüllt mit einem kühlen Blonden jedem Liebhaber gerne auf den Tisch. Da würde es sich doch anbieten einmal selbst kreativ zu werden und einen blanko Bierstiefel zum Herrentag nett dekoriert zu verschenken. Oder vielleicht mit dem Motiv des Lieblingsfußballvereins bedrucken zu lassen.

Beim Anbieter Gastronomiebedarf-Krieger bekommt man zum Beispiel Gläser in Stiefelform schon für 4 Euro das Stück. Den Bierstiefel und eine Möglichkeit ihn gleich vom Profi bedrucken zu lassen gib es auf folgender Webseite.

Dann also Prost!

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Autor: Steffen

Besonders beliebt: Biertrucks. Kaum ein Getränkehersteller kommt heute noch ohne die kleinen Werbetrucks mit dem Herstelleraufdruck aus. Aber auch andere Unternehmen versuchen,  ihre   Kundschaft mit den knallbunten Werbegeschenken an sich zu binden.

Biertruck, Brauereitruck, Werbetruck, Werbegeschenk

Mittlerweile haben es die Werbetrucks, angefangen mit den Biertrucks, zu wahren Sammlerobjekten gebracht, die wie einst Briefmarken zu echter Sammlerleidenschaft geführt haben. Auch als Brauereitrucks oder folgerichtig Sammeltrucks bezeichnet finden sich in regelmäßigen Abständen diese Modelle, zumeist im Maßstab 1:87, als Zugabe beim Kauf voller Bierkästen.

Zuweilen gibt es die Modell-LKW aber auch zu kaufen: ob im Supermarkt oder Ramschladen als Sonderposten, bei Ebay als Dutzendware im Karton oder dem spezialisierten Online-Händler, der auch Raritäten, natürlich für das Zigfache der Herstellungskosten, verkauft.

Auch bei Biertrucks regelt eben das Angebot die Nachfrage. Das Schöne in diesem Fall: um an Nachschub zu kommen, muss man nur Biernachschub besorgen.

Biertrucks sammeln: ein schönes Hobby für alle, die schon alle Kronkorken und zu viel Angst oder schon zu viel Bier getrunken haben, um am nächsten Bierkistenrennen teilzunehmen.    [...mehr]


Autor: Thomas

Gesammelt wird ja vieles. Briefmarken, weibliche wie männliche Eroberungen, Bierdeckel und -dosen, Schmetterlinge, blaue Flecken, Bücher. Kronkorken von Bierflaschen sind nur eine logische Erweiterung.

Kronkorkensammlung

Was harmlos mit drei exotischen Bierdosen auf dem Regal anfängt, endet für mancherlei Biertrinker schnell irgendwann in einem Swimming Pool voller Kronkorken. Dabei beginnt es nur mit Bierkronkorken. Das Lieblingsbier. Dann die Lieblingsbiere der Lieblingsbrauerei. Alle Biere der Lieblingsbrauerei. Die Lieblingsbrauereien der Region und ihre Biersorten.
Und irgendwann hat man Hagulabier aus Paraguay zusammen mit tausenden anderen Kronkorken aus aller Herren Länder.

Dann ist es nur noch ein kleiner Schritt zu Kronkorken von Limo, Cola, Wasser, Milch, Wein …    [...mehr]


Autor: Thomas

Die Freizeitgestaltung des gediegenen Biertrinkers von heute kennt keine Grenzen. Ob Kampfsaufen aus der Bierbong oder gehobener Biertourismus in Richtung regionaler Besonderheiten, Geschmackserlebnisse mit exotischem Exportbier oder die gemütliche Feierabendrunde.

Rund um das historisch Gebräue gibt es immerhin nichts, das es nicht gäbe. Meterhohe Türme aus leeren Bierdosen? Bierdosenkunst? Flaschengehänge? Kronkorkensammeln ist im Vergleich zu so manch anderer Freizeitunternehmung dann doch mehr das Äquivalent von Kunstschimmelanbau zum Fallschirmspringen.

Zum Beispiel im Vergleich zum Bierkistenrennen. Motor rein in das Ding, ein paar Räder dran und einen Lenker und ab geht’s zum Takt der Trinklieder auf der Tribüne.



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Autor: Steffen

Was hier das Becks ist oder das Warsteiner ist, ist in Kroatien das Karlovacko Pivo.

Das Karlovacko Pivo ist eines der bekanntesten Biersorten Kroatiens und kann weit über die kroatische Ländergrenze hinaus doch so einige Fans verzeichnen. Seinen Namen hat dieses Bier nicht von ungefähr, sondern wurde abgeleitet von der Stadt, wo es seit 1854 gebraut wird: Karlovac.

Seit 2003 gehört die bekannteste, kroatische Brauerei „Karlovavka Pivovara“ zur der Heineken Group.

Das Karlovacko Pivo Bier aus Kroatien wird auch hier gerne getrunken.

Karlovacko ist ein Lagerbier, das mittlerweile weltweit exportiert wird und vor 5 Jahren mit dem „Monde Selection Gold Award“ für das weltbeste helle Bier mit einem Alkoholgehalt zwischen 4,4 und 5,5% ausgezeichnet wurde.

Sein Geschmack ist sehr malzig und mit einer dezenten Hopfen-Note versetzt. Das harte Brauwasser gibt dem Karlovaco Pivo den typischen herben Pilsgeschmack. Bis vor etwa einem Jahr gab es das Karlovacko Pivo auch als Schwarzbier, doch die Brauereien stellten den Betrieb ein, heute gibt es das Karlovacko Pivo noch in seiner ursprünglichen Form und als alkoholfreies Bier.

Berühmt sind auch die die Biertage von Karlovac, die jedes Jahr von Ende August bis Anfang September in Karlovac stattfinden. Ein kulturelles Großereignis, auf welchem dem Karlovacko Pivo gehuldigt wird und zahlreiche Musikgruppen und kroatische Kabarettisten auftreten.

Da das Bier sehr beliebt ist, gibt es auch in Deutschland einige (vorwiegend Feinkostläden) Geschäfte, die das Karlovacko Pivo vertreiben. Einfach mal probieren … und für allen Anderen - guten Durst ;-) .    [...mehr]


Autor: Thomas

Bier hat seine ganz eigene, vollkommen unverwechselbare Kultur. Etwas aus drei Meter langen Plastikschläuchen trinken? Wein ist da sicher nicht drin. Die Zehn Biergebote? Beim Scotch eher unüblich! Das Meterbier, meine Lieben, ist eine weitere Attraktion des Zirkus Cerevisiae.

Wovon ich nun eigentlich rede? Von rheinländischer Tradition, natürlich! Was dem Bayern die Maß, ist dem Kölsche Jung sein Meter Bier. Die Geschichte des Bieres innerhalb des metrischen Systems.

Was man bekommt, wenn man einen Meter Bier bestellt? Das ist stark abhängig von Gasthaus und Region. Hat man Pech, wird einem ein Ikearegal mit ‘nem halben Dutzend Bierflaschen drauf hingestellt. Sehr beeindruckend.
Kölner Meterbier © Daniel Keidl / Paindlkofen.de

Hier seht ihr einen Meter Bier, der was hermacht. Danke an Daniel aus Paindlkofen im schönen Niederbayern!

Hat man hingegen Glück, stehen die Bierflaschen statt auf einem Holzbrett auf einem Blickfänger, und das halbe Dutzend Bierflaschen ist kein halbes Dutzend Bierflaschen, sondern rund Gläser frisch gezapften Bieres mit einladender Schaumkrone.
Biertourismus lohnt sich also!    [...mehr]