Tsingtao ist wohl unbestritten das bekannteste Bier aus China, wenn nicht gar aus ganz Asien und in Deutschland wird es auch sehr gerne getrunken.
Klar, dass es jetzt hier nicht fehlen darf, wo doch auch schon das Beerlao aus Asien erwähnt wird
Sehr mild, leicht und süffig schmeckt dieses chinesische Bier, kaum Bitter - und damit wohl weniger etwas für Fans von herbem Pils. Die Farbe ist sehr hell und das Bier schäumt beim Eingießen auffallend wenig. 4,5 Prozent Alkohol sind enthalten, womit es zwar noch lange kein Starkbier ist, aber auch nicht so ganz ohne.
Tsingtao-Bier stammt aus der chinesischen Stadt Qingdao. Diese liegt in der Bucht von Jiaozhou (Kiautschou) in der nord-chinesischen Provinz Shandong (Schantung) und hat heute rund 2,3 Millionen Einwohner. Paradoxerweise ist das Tsingtao in gewisser Weise deutsch, denn die Brauerei wurde 1903 als Germania-Brauerei von deutschen Siedlern gegründet.
45 Prozent am Unternehmen hat der chinesische Staat inne, weitere Anteile der britische Nahrungsmittelkonzern Associated British Foods. Bis Anfang diesen Jahres hatte zudem die Anheuser-Busch InBev 26,9 Prozent inne, doch wurden davon 19,9 Prozent im Januar an die asiatische Brauerei Asahi verkauft, die nun insgesamt 31 Prozent am Unternehmen hält.
Hierzulande gibt es Tsingtao nicht nur in nahezu jedem asiatischen Lokal, sondern auch in den meisten gut sortierten Getränkemärkten. [...mehr]
Beerlao ist eine bekannte und beliebte Biermarke aus Laos. Es gilt als „Dom Perignon der Biere Asiens“
Hierzulande fällt einem beim Stichwort asiatisches Bier ja meistens gerade mal Tsingtao ein.
Unter Kennern gilt jedoch Beerlao als das beste Bier Südostasiens, wenn nicht gar ganz Asiens.
Bedauerlicherweise ist es außerhalb von Laos nicht unbedingt leicht aufzutreiben und in Europa fast ausschließlich in Frankreich und auch in der Schweiz im Getränkemarkt zu finden.
Gebraut wird es von der Lao Brewery Company Ltd., welche die einzige nennenswerte Brauerei in Laos ist. Wer das nur schwer glauben kann, dem sei gesagt: Beerlao hat in Laos einen Marktanteil von 98 bis 99 Prozent.
Die Brauerei wurde 1971 unter dem Namen “Brasseries et Glacières du Laos” als Joint Venture zwischen Geschäftsleuten aus Laos und Frankreich gegründet. 1975 wurde die Brauerei im Zuge der kommunistischen Machtübernahme verstaatlicht und umbenannt und erhielt so ihren heutigen Namen.
Seit 2002 hält Carlsberg Asia 50 Prozent am Unternehmen.
Die Technik stammt aus Europa, Gerstemalz wird aus Belgien und Frankreich importiert, Hopfen und Hefe aus Deutschland und verarbeiteter Reis stammt selbstverständlich aus einheimischem Anbau.
Beerlao gibt es als Lager mit fünf Prozent Alkohol, als Light mit 2,9 Prozent Alkohol und als Dunkelbier mit 6,5 Prozent Alkoholanteil. Das Lager ist mild im Geschmack, aber keinesfalls dünn und eisgekühlt kann es sich wirklich sehen (und schmecken) lassen!
Verkaufsstellen in Deutschland sind leider rar gesät, wer eine kennt, der möge sie uns bitte verraten Aber wenigstens in der Schweiz ist es nicht ganz so schwer, an den edlen Trank zu gelangen: Beerlao.ch
Mitten im Hochschwarzwald, 1000 Meter über dem Meeresspiegel und nahe dem Schluchsee befindet sich die Badische Staatsbrauerei Rothaus, die die Kult-Biermarke Tannenzäpfle produziert.
Dass das Tannenzäpfle vor allem in Großstädten überhaupt zum Kult wurde, war mehr oder weniger ein Unfall und von der Brauerei Rothaus keineswegs beabsichtigt. Allein in Berlin gibt es derzeit rund 120 Bars, Kneipen und Restaurants, die das Rothaus-Bier ausschenken- zum Vergleich: Vor 15 Jahren waren es gerade einmal zwei.
Ohne Radio- und Fernseh-Werbung, Sonderaktionen und Rabatte kommt die Brauerei aus und macht dennoch seit Jahren kontinuierlich ein Plus beim Umsatz. Etwa zehn Prozent des Umsatzes kommt von außerhalb Baden-Württembergs, der Rest des Bieres verkauft sich in der Heimat.
Rothaus ist ein kleines Dorf in der Gemeinde Grafenhausen, rund eine Stunde entfernt von Freiburg. Die Brauerei gehört dem Land Baden-Württemberg und ist übrigens die am höchsten gelegene Brauerei Deutschlands. Gegründet wurde sie 1791 als Brauerei “Am roten Haus” von den Benediktinermönchen des nahegelegenen St. Blasiens. Glaubt man dem Volksmund, wollte die Klosterleitung so den Mönchen das Schnapstrinken abgewöhnen. Seit 1806 befindet sich die Brauerei nun schon in Staatsbesitz.
Der Hopfen stammt vom Bodensee, das Malz kommt aus der Region und das verwendete Wasser wird aus eigenen Quellen geschöpft. Untypisch für ein süddeutsches Bier ist die recht hohe Stammwürze. Bierkenner rühmen das Tannenzäpfle vor allem für seinen weichen Geschmack: leicht und eher süß denn bitter schmeckt es. Auch gilt es als sehr temperatursensibel, also Obacht!
Die holde Maid auf dem Etikett, in typischer Schwarzwald-Tracht, wurde von ihren Fans übrigens auf den Namen Biergit Kraft getauft und wie sehr Tannenzäpfle-Trinker ihr Bier lieben, beweist auch folgende Hymne:
Heute gibt es mal ein etwas nobleres Rezept: Spaghetti mit Bierschaum und Kaviar.
Es stammt von Spitzenkoch Stefan Schüller und ist auch in dessen Schweizer Bier-Kochbuch abgedruckt, zusammen mit vielen anderen köstlichen Bierrezepten.
Zutaten:
500 g Spaghetti
Olivenöl
100ml Sahne
10g Butter
30ml Bier
Kaviar
Salz, Pfeffer
Zubereitung:
Die Spaghetti in kochendem Salzwasser garen, abgießen und mit etwas Olivenöl mischen. Für den Bierschaum 100 ml Sahne mit 10 g Butter aufkochen, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Kurz vor dem Servieren 30 ml Bier hinzugeben und die Sauce nochmals erhitzen. Die Spaghetti portionsweise zu einem Nest drehen und anrichten, den Bierschaum darübergeben und nach Belieben jeweils eine Nocke Kaviar oder Saiblingskaviar daraufsetzen. [...mehr]
Ab März ist ein neues Bier auf dem Markt, wenn auch zunächst nur in Norddeutschland: Grönwohlder Spezial.
Und das Grönwohlder Bier ist tatsächlich mal ein Bier, das aus Hobby und Leidenschaft entstanden ist. Gebraut wird es von Torsten Schumacher, der 1997 seinen ersten Brau-Kurs an der Volkshochschule besucht hat.
Eigentlich verdient er sein Geld mit dem Verkauf von Küchen, irgendwann begann er dann, Bio-Holundersaft zu produzieren und bald begann schon das Bierbrauen, die er schließlich sogar selbst in Seminaren unterrichtete.
Er investierte ein kleines Vermögen in Sudhaus, Gärraum, Kühlraum, Abfüllraum, Schrotmühle und Etikettiermaschine. Dennoch ist fast alles bei ihm Handarbeit, vom Schroten des Malzes bis zum Befüllen der Flaschen.
Sein Ziel ist es, an vier Tagen in der Woche das Grönwohlder Bier zu produzieren. Das bedeutet 500 Liter Sud pro Tag, was wiederum 300 Kisten pro Woche sind. 400 Kilogramm Malz und rund drei Kilogramm Hopfen benötigt er dafür.
Dass das genaue Rezept ein Geheimnis ist, versteht sich fast von selbst. Eine Woche gärt das naturtrübe Bier in den Tanks, die Reifezeit beträgt vier Wochen.
Die Zutaten sind Wasser, Gerstenmalz, Hopfen und Hefe und das Bier wird untergärig gebraut. Verkauft wird es in der Region Stormarn, und zwar in einer schicken Beugelbuddel, wie sich das für Norddeutschland gehört. [...mehr]
Viele Rezepte hier in diesem Blog beweisen ja, dass man sehr gut und lecker mit Bier kochen kann. Wer noch mehr Rezepte möchte, sollte unbedingt mal einen Blick in das Schweizer Bier-Kochbuch werfen!
Stefan Schüller ist ein Spitzenkoch aus Zürich und Verfasser des Schweizer Bier-Kochbuchs. In diesem sind mehr viele tolle Rezepte enthalten. Von Saucen über Suppen, Marinaden und Vinaigrettes, von Sabayons, luftigen Schäumen, Cremes und Soufflés bis zu verführerischem Biercaramel, in diesem Buch gibt es fast nichts, was es nicht gibt. Bier gibt all diesen Speisen eine unverkennbare Note und Schüller zeigt, wie die verschiedenen Biersorten optimal in der Küche eingesetzt werden.
Marco Pellanda hat als Fotograf all die Gourmetgenüsse in Szene gesetzt, sodass das Buch auch ein wahrer Augenschmaus ist.
230 Seiten dick ist es, wiegt nahezu 2 Kilo, ist mit rund 48,- Euro auch nicht ganz billig- aber entschädigt dafür nicht nur optisch, sondern auch mit 87 Rezepten, für die 87 verschiedene Biersorten verwendet werden.
Bis ins 15. Jahrhundert hinein war Roggenbier durchaus bekannt und wurde viel gebraut. Diese Tradition belebt die Brauerei Schremser jetzt aufs Neue.
Zwischendurch war Roggenbier ein wenig in Vergessenheit geraten. Zum einen, weil es schwer zu brauen war und ist - Schuld ist daran der hohe Anteil an Klebeeiweiß - , zum anderen, weil der kostbare Roggen zurückgehalten wurde, um damit Brot zu backen.
Ein wenig Ähnlichkeit zu Weizenbier besteht.
Das Roggenbier wird ebenfalls mit Weizenbierhefe vergoren und ist üblicherweise dunkel und obergärig, meistens etwas trüb und hat eine leichte Fruchtnote. Noch mehr Ähnlichkeit, vor allem hinsichtlich der Herstellung, besteht allerdings zum Dinkelbier.
Der Geruch des Schremser Roggen ist leicht, mit einem Hauch Frucht, vor allem Banane.
Vom Geschmack her ist das Bier eine ideale Mischung aus zart-bitter und fruchtig, kurz: einfach WOW.
11,9 Prozent Stammwürze hat das Bier, 5,2 Prozent Alkoholanteil.
Das Bier der österreichischen Brauerei Schremser, die übrigens bereits seit 1410 existiert, ist außerdem seit Kurzem ein echtes Biobier mit Siegel! [...mehr]
Der Cuba Libre ist einer der beliebtesten Cocktails der Welt und besteht vor allem aus Rum und Cola.
Die Herrschaften von Bitburger haben aus ihrem Bier und dem beliebten Cuba Libre einen tollen Biermix geschaffen: Bit Cola Libre.
40 Prozent Bier (Pilsener), 60 Prozent Cola und das Ganze abgerundet mit einem Hauch Rum und Lemon und fertig ist der erfrischende Mix.
Hier die genaue Zusammensetzung:
Koffeinhaltiges Erfrischungsgetränk mit Rum- und Zitronengeschmack (Wasser, Zucker, Kohlensäure, Malzextrakt (enthält Gerste), Säuerungsmittel Zitronensäure, natürliche Aromen, Aroma: Koffein), Bier (Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hopfenextrakt).
Mit zwei Prozent ist der Alkoholgehalt recht gering und damit auch die Gefahr, sich zu schnell beschwippst zu trinken
Der Rumgeschmack ist recht dezent, für wenig ausgebildete Geschmacksnerven eventuell kaum wahrnehmbar. Noch geringer vertreten ist der Lemon-Flavour, wobei man sagen muss, je kühler das Getränk, umso eher sind beide Aromen zu schmecken. Im Vordergrund steht sowohl geschmacklich als auch geruchlich eindeutig das enthaltene Bier- was ja keineswegs etwas negatives ist Größter Vorteil: diese schreckliche künstliche Süße ist so gut wie gar nicht vorhanden!
Fazit: Eisgekühlt ganz lecker, nicht so schrecklich süß, kann man trinken- wenn auch nicht allzu oft. [...mehr]
Ein Bier und eine Suppe haben etwas gemeinsam: Beides erwärmt im Winter die Seele
Umso besser, wenn es sich dabei dann gleich um eine Biersuppe handelt.
Hier gibts nun das entsprechende Rezept.
Guten Appetit!
Zutaten:
0,5l Milch
0,25l süße Sahne
0,5l Pils
1 kräftige Prise Salz
4-5 EL Zucker
100 g Rosinen
1 EL Stärkemehl
3 Eigelb
1 Teelöffel gemahlener Zimt
Zubereitung:
Zu Beginn werden die flüssigen Zutaten miteinander vermischt und von dem Ganzen dann 4-5 EL abgeschöpft und beiseite gestellt. Der Rest wird in einen Topf gegeben. Salz, Zucker und Rosinen kommen hinzu und das Ganze wird dann bei mittlerer Hitze aufgekocht.
In der Zwischenzeit die beiseite gestellte Flüssigkeit mit der Stärke verrühren und langsam nach und nach in die kochende Flüssigkeit geben, dabei konstant rühren. Die Suppe nochmals aufkochen und dann vom Herd nehmen. Das verquirlte Eigelb einrühren, würzen und mit Zimt abschmecken; eventuell etwas Zucker dazu geben. [...mehr]
Von Mixery gibt es ja so manches nettes Trendgetränk. Mein derzeitiger Favourite: Mixery Vodka Flavour Iced Lemon.
Rund 80 Prozent Bieranteil -aus dem Hause Karlsberg (nicht zu verwechseln mit der Carlsberg-Brauerei)- trifft auf Wodka-Flavour und spritzige Limonade mit Lemon-Geschmack.
Die genauen Zutaten:
80 % Bier (Wasser, Gerstenmalz, Hopfenextrakt), Wasser, Zucker, Kohlensäure, Säuerungsmittel Citronensäure, Aroma, Antioxidationsmittel: Ascorbinsäure, Säureregulator: Trinatriumcitrat und die Farbstoffe E 104 und E 141.
Und fertig ist ein Biermix, der bereits nach einem Jahr ab Marktstart zu den bestverkauften hierzulande gehört. In der 0,33l Flasche kommt der Mix daher und bringt einen Alkoholanteil von 5 Prozent mit. Den schmeckt man nun nicht unbedingt gleich, vor allem, wenn der Drink eisgekühlt ist. Drum besser etwas Vorsicht walten lassen, denn der Alkohol steigt schneller zu Kopf als erwartet
Geschmacklich ist der Mixery-Mix sehr frisch und vor allem erfrischend, zitronig und vor allem nicht so pappig-süß wie andere Biermix-Getränke, bei denen man auf den ersten Schluck ein Zuviel an Süßstoff rausschmeckt.
Fazit: Ein leckerer Biermix, der bestimmt vor allem an heissen Sommerabenden richtig gut und erfrischend daher kommt und sich ganz deutlich von den Biermixen anderer Anbieter unterscheidet. [...mehr]