Weihnachtsbier vom heiligen Nikolaus und seinem Knecht Ruprecht

Auch große Kinder wollen Geschenke. Während der 17jährige Sohnemann allerdings andere Dinge im Kopf hat als vielleicht Bier, außer um sich damit zu besaufen, stehen die Elternteile plötzlich vor der unverhofften Situation, den heiligen Abend allein und ganz für sich zu verbringen.
Endlich mal Ruhe im Haus.

Also widmet sie sich der japanischen Seidenmalerei, während er mit einem Bier vor der Glotze versumpft.
Stopp! Zurück.

Alternativplan:
Nach 35 Jahren Ehe ist Gewohnheit eine der tragenden Säulen, aber nach 17 oder mehr Jahren Windeln, Spielsachen und Pickeln ist überhaupt nichts gewöhnliches an einem gemeinsamen Abend zu zweit.

Gesellschaftlicher Konsens diktiert einen gemeinsamen Abend bei Kerzenschein und einem guten Wein. Au contraire, mon ami(e).

Aber, füllen wir das Glas dennoch mit etwas rotem. Sehr schön. Mit dem alkoholischen Mindestvolumen von 8,5% tun wir uns schwer, aber bis 7,5 reicht’s schon. Außerdem ist Alkoholanteil <> Qualität oder Geschmack.

Wie jetzt, Bier an Weihnachten? Skandal? Wir sind hier doch nicht im Prekariat?
Unsinn. Wenn jedes Bier proletarisches Unterschichtengesöff ist, gibt’s Wein ab sofort nur noch für 59 Cent im Tetra Pak! Und jetzt aus meinen Augen, Wicht! Und nimm Deine Vorurteile mit!


Ahem. Wo waren wir… Ach ja, Weihnachtsbier. Stimmt.

Weihnachtsbier:
In der Regel ein stärkeres Märzen- bis starkes Bockbier. Zwischen 6 bis 7,5 Prozent Alkohol.
Und jetzt der Clue. Es muss nicht, ist aber sehr gern: tiefrot. Malziger, vollmundiger, weniger herb und bitter als seine regulären Verwandten.

Gibt es natürlich ausschließlich während der Weihnachtszeit.

Noch acht Tage, Jungs und Mädels…

Hopp-hopp, schnell bevor’s weg ist!

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