Bier scheint untrennbar zu sein von der deutschen Fußballkultur. Zu einem Spiel im Stadion gehören die besten Freunde, ein wenig Bier und… die Eskalation? So, oder so ähnlich denkt zumindest Boris Rhein (CDU), Vorsitzender der Innenministerkonferenz, und forderte konsequenterweise ein absolutes Alkoholverbot in deutschen Stadien. Sein Vorhaben wurde jedoch von der Mehrheit der Innenminister abgelehnt.
Warum Rhein das Bier gänzlich aus den deutschen Fußballstadien verbannen wollte, liegt auf der Hand: Zu häufig kam es in der letzten Zeit zu Eskalationen und Schlägereien zwischen den Fans gegnerischer Mannschaften. Das Alkohol die Hemmschwelle sinken lässt, ist wissenschaftlich bewiesen und muss nicht hinterfragt werden – doch wäre ein solches Alkoholverbot auch tatsächlich sinnvoll? [...mehr]
Der Biernotruf hat sich mittlerweile in vielen Städten durchgesetzt und gewinnt immer mehr begeisterte Kunden. Wenn Supermärkte geschlossen haben und die nächste Tankstelle viel zu weit weg ist, dann genügt der Griff zum Telefon, und der Bier-Nachschub kommt direkt nach Hause.
Der Biernotruf ist die Rettung für alle, die spät Abends urplötzlich einen gewaltigen Bierdurst verspüren, aber nicht mehr zur nächsten Tankstelle gehen wollen oder können. Ab den Abendstunden bis tief in die Nacht arbeiten die Lieferdienste, die es mittlerweile in unzähligen deutschen Städten gibt. Also nicht verzweifeln, wenn der heimische Vorrat an dem kühlen Blonden zur Neige geht – die Chancen stehen gut, dass auch in eurer Nähe ein Biernotruf nur auf den nächsten Anruf wartet. [...mehr]
Der Bier-Konsum in Deutschland ist in den letzten Jahren deutlich gesunken. 2010 tranken die Deutschen sogar so wenig Bier, wie schon lange nicht mehr. Woran liegt das?
Der Bier-Verkauf sinkt 2010 auf den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung. Und das auch trotz Fußball WM, bei der die Deutschen rund 8 Prozent mehr Bier tranken. Schon in den Jahren zu vor ging die Bier Nachfrage immer mehr zurück. [...mehr]
Klingelt die große Kasse, werden die Bandagen asozial. Ob das jetzt Flugzeugbauer sind, die sich um einen amerikanischen Staatsauftrag kloppen oder ein Knäuel Brauereien, die offizieller Sponsor der WM 2010 werden wollen …
Eine kleine Odyssee:
Dabei war Ende 2009 noch alles klar. Wenn schon sonst keine Brauerei, dann der Shootingstar Hasseröder. Dessen Mutterkonzern läuft unter dem Titel „weltgrößter“ Brauer und bringt das Ostbier als „Deutschlands offizielles Bier“ mit nach Afrika.
In der Zwischenzeit hat sich Bitburger einen der begehrten Posten als Programmsponsoren von ARD und ZDF geschnappt. Als traditioneller Geldkumpel des DFB jetzt kein großes Wunder.
Ebenfalls Anfang 2010 wurde es anderenorts allerdings schon etwas schwieriger. Budweiser wollte natürlich, traditionell, offizieller Sponsor der Fußball-WM werden. Hat zwar wenig damit zu tun das offizielle deutsche Bier zu sein, aber auch der Weg zum offiziellen Sponsor war steinig. [...mehr]
idbeer bietet pünktlich zum WM Start einen besonderen Service an: Auf der Homepage lässt sich das eigene Bier zur Fussball WM gestalten. Bei der grossen Auswahl an Etiketten kommt jeder Fussballfan auf seine Kosten. Mit dem Lieferservice kommt das persönliche Bier direkt nach Hause, und wenn Deutschland Weltmeister wird, gibt’s sogar das Geld zurück!
Wir hatten ja schon an Ostern über idbeer berichtet, und nun gibt es aus gegebenem Anlass wieder ein Special über die Biergestalter. Selber Bierbrauen ist einfach zu anstrengend, aber ein individuell gestaltetes Etikett auf dem Bier kommt gut als Partygag oder auf Geburtstagsfeten. Erst recht kommt bei der WM so richtig Teamgeist auf, wenn die Korken unisono ploppen und das eigene Etikett in frischem Schaum glänzt. Die Vorlagen machen einiges her, und können beispielsweise mit dem eigenen Namen versehen werden.
Mit idbeer die WM ganz individuell geniessen
Und das zu einem komplett fairen Preis: Die WM-Kollektion wird zum Sonderpreis von 9,99 Euro pro Sixpack angeboten. Natürlich lassen sich auch gleich ganze Kästen bestellen. Hier ist besonders [...mehr]
Es kann ja nicht immer alles gut ausgehen. Selbst wenn das Sommermärchen, welches als Begriff in den letzten paar Jahren arg inflationär durch die Medien wanderte, auf der letzten Seite angelangt ist und alle glücklich leben bis an das Ende aller Tage, geht das wahre Leben weiter. Und das bleibt trocken. Weh’ uns!
“Bestes Lager gegen das beste Bier in Amerika - dass es einen amerikanischen Sieg über England gibt.“
Bier für die diplomatischen Beziehungen! Super Idee. Natürlich kann es Bier nicht für alle geben, und nach dem katastrophalen Torwartfehler der Insel…uh, bewohner, bleiben sie durstig. 1:0 im Saisonauftakt für Amerika.
Das laut Interview ja doch mehr zu bieten haben soll als Wasserbier. [...mehr]
Während anderenorts das Bier ausgeht, sind wir in Europa ganz gut damit versorgt. Aber was bringt einem alles Bier der Welt, wenn man es nicht trinken darf?
So bemühen sich Legislative samt Hausbutler Exekutive der zivilisierten, mitteleuropäischen Kulturwiege hingebungsvoll, es den Fußballfans schwer denkbar schwer zu machen.
Fußball und Bier gehören nunmal zusammen wie Liebe und Scheidungsanwälte, da machen es einem die neuen Anti-Bier-Verordnungen zur Unterdrückung von Säuferturm und Alkoholrandalierung nicht leichter.
Ort der traurigen BierGeschichte? Bozen im süditalienischen Tirol. Ein junger Bozner schlendert gut gelaunt mit, man glaubt es kaum!, einer GANZEN! Flasche Bier (skandalös!) durch die Leonardo-da-Vinci-Straße. Und darf dafür auch gleich berappen.
Es gibt Dinge, die gehören einfach zusammen. Politik und Stammtische, Deutsche und Sauerkraut, Autos und Benzin, Zombies und Kettensägen und, natürlich, Fußball und Bier. Sich fernab von daheim an kühlem Gerstensaft delektieren zu können, war daher also schon seit den Zeiten unserer Ahnen ein Problem, welches es zu lösen galt.
Nein, ich verschone euch jetzt mit einer Anekdote zu Bier und Hawaii. Lassen wir die Schlagerparade eingetütet und kommen direkt zum zur Fußballweltmeisterschaft am Nachbarskontinent.
Das Handelsblatt hat sich die Mühe gemacht, deutsches Bier bis zum schwarzen Kontinent zu verfolgen. Hurra!
Die Nutznießer sind in diesem Falle natürlich unsere Nationalelf plus Jogi. Pardon. Joachim Löw.
Und wer anderes könnte unser Bierimporteur für die deutschen Elf sein, außer Bitburger? Seit fast zwei Dekaden treuer Partner des DFB (Deutscher Fußball-Bund, Kinners!) und der Nationalelf.
Während wir also noch deren Bierwerbung begutachteten, wurden platt, aber effektiv Bier und Möbel kurzerhand in Container gesteckt und nach Südafrika geschippt. Lieber zu früh als zu spät, näh?
Da Bier saufen allerdings auf die Fußballbeine schlägt und besoffen kicken schwierig ist, müssen unsere Fußballer alkoholfrei trinken.
Gott sei Dank haben wir ja gelernt, daß alkoholfreies Bier, bevorzugt alkoholfreies Weißbier, supertoll ist.
Ganz im Sinne von Innovation und Weiterentwicklung gibt’s im Westen das Jahr nichts neues vom knapp zwei Jahrzehnte alten DFB Partner.
Und sowas ist dann auch noch ‘ne News wert.
Dabei hat sich der Sprecher von Bitburger so für ihre Bierwerbung ins Zeug gelegt.
Zitat?
“Im Mittelpunkt des Spots stehen die Emotionen, die Fußball erzeugt – sowohl auf Seiten der Mannschaft, als auch auf Seiten der Fans. Wir zeigen den ausgeprägten Teamgeist der Nationalmannschaft, die Entschlossenheit der Spieler, zu einem guten Spiel beizutragen und den Spaß am Spiel, der das Team auszeichnet. Dazu zeigen wir auch die Fans, die sich auf ein echtes Fußball-Spektakel freuen und ihre Mannschaft feiern.”
Das ist ja fein. Haben sie aber schon 2008. Von da kommt der Spot nämlich. Immerhin haben sie in der 2010er Variante noch ein paar Fans aus dem Stadium reingeschnitten… [...mehr]
Mit der UEFA ist nicht gut Kirschen essen. Oder eher: nicht gut Bier trinken.
Weil drei Gaststätten in der offiziellen Fan-Zone in Basel nicht das offizielle EM-Bier ausschenken wollen, werden die Lokale täglich neu mit einem Zaun von der Fan-Meile abgeschottet.
Mittags, eh das Spektakel in der Fan-Zone beginnt, werden die Zäune auf-, nach Mitternacht werden sie dann wieder abgebaut. Ärgerlich für Wirte und Fans, denn nicht jeder mag das offizielle EM-Sponsor-Bier von Carlsberg. Welches im Übrigen mit fünf Franken für 0,4l ja auch nicht ganz billig ist. Aber immerhin billiger als in Österreich, wo man für 0,4l umgerechnet stolze 7,50 Franken kassiert. Gebraut wird das dänische Bier übrigens in einer Tochterbrauerei in der Schweiz. [...mehr]