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Autor: Ariane

Bis ins 15. Jahrhundert hinein war Roggenbier durchaus bekannt und wurde viel gebraut. Diese Tradition belebt die Brauerei Schremser jetzt aufs Neue.

Schremser Bio Roggen ©Schremser Brauerei

Zwischendurch war Roggenbier ein wenig in Vergessenheit geraten. Zum einen, weil es schwer zu brauen war und ist - Schuld ist daran der hohe Anteil an Klebeeiweiß - , zum anderen, weil der kostbare Roggen zurückgehalten wurde, um damit Brot zu backen.

Ein wenig Ähnlichkeit zu Weizenbier besteht.
Das Roggenbier wird ebenfalls mit Weizenbierhefe vergoren und ist üblicherweise dunkel und obergärig, meistens etwas trüb und hat eine leichte Fruchtnote. Noch mehr Ähnlichkeit, vor allem hinsichtlich der Herstellung, besteht allerdings zum Dinkelbier.

Der Geruch des Schremser Roggen ist leicht, mit einem Hauch Frucht, vor allem Banane.
Vom Geschmack her ist das Bier eine ideale Mischung aus zart-bitter und fruchtig, kurz: einfach WOW.

11,9 Prozent Stammwürze hat das Bier, 5,2 Prozent Alkoholanteil.
Das Bier der österreichischen Brauerei Schremser, die übrigens bereits seit 1410 existiert, ist außerdem seit Kurzem ein echtes Biobier mit Siegel!    [...mehr]


Autor: Ariane

“Gut. Besser. Gösser”, so lautet der Werbeslogan der beliebtesten Biermarke der österreichischen Steiermark.

Gösser ©pixel0908/ Flickr

Gösser ist eine traditionsreiche Marke aus der steirischen Stadt Leoben. Gebraut wird sie von der Brauerei Göss, die erstmals im 15. Jahrhundert urkundlich erwähnt wurde. Sie gehörte zum Stift Göss, der seit 1020 existierte und damit war die Brauerei Göss eine klassische Klosterbrauerei. Durchsetzen konnte sich das Gösser Bier allerdings erst rund 400 Jahre später, denn bis dahin war es stets der Wein, der in der Region gefragter war.

1860 kaufte der junge Braumeister Max Kober einen Teil der Liegenschaften und errichtete eine neue Brauerei, deren Geschäft binnen Kurzem erfolgreich anlief. Es folgten die Fusion mit der Sixtschen Brauerei und der Brauerei Farrach und schließlich auch mit der Brauerei Falkenstein. Heute ist die Brauerei Teil der Brau Union Österreich AG, die seit 2003 zum niederländischen Konzern Heineken gehört.

Zum Sortiment von Gösser gehören die Sorten Märzen, Gold, Spezial, Stiftsbräu, Bock und das Zwickl.
Seit 2007 macht Gösser auch bei dem Trend zu Biermix-Getränken mit und brachte das Gösser Naturradler auf den Markt. Es besteht zu 40 Prozent aus Gösser Märzen und zu 60 Prozent aus Zitronenlimonade und ist mit einem Alkoholanteil von lediglich zwei Prozent mehr als leicht.



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Autor: Ariane

Heineken, den Namen haben wohl alle Biertrinker schon einmal gehört. Kein Wunder, handelt es sich doch dabei um die größte Brauerei Europas.

Heineken stammt aus den Niederlanden, wo die Brauerei 1863 von Gerard Adriaan Heineken gegründet wurde. Gerade mal 22 Jahre alt kaufte Heineken damals die De Hooiberg- Brauerei, eine der ältesten und größten Brauereien Amsterdams, in der bereits seit 1592 gebraut wurde.

Bis 1886 wurde bei Heineken zunächst obergäriges Bier gebraut, danach orientierte man sich an den beliebten deutschen Bieren und braute fortan untergärig. Der Kampfgeist der Brauerei war von Anfang an legendär und schon 1912 hatte sich die Biersorte Heineken durch eine offensive Preispolitik gegen Konkurrenten wie Oranjeboom, van Vollenhoven und natürlich auch die deutschen Brauereien durchgesetzt.

Seit den 1960er Jahren vergibt Heineken reichlich Lizenzen an ausländische Brauereien, was den Marktwert der Brauerei stabil hält. Auch von immer wieder auftretenden Absatzverlusten ließ man sich nicht abschrecken.

In den Niederlanden hat Heineke heute einen Marktanteil von über 50 Prozent und mit mehr als 19 Millionen verkauften Hektolitern in 170 Ländern gilt die Marke als die weltweit bekannteste und verbreitetste.

Bekannt ist Heineke auch dank seiner witzigen und kreativen Werbung, wie beispielsweise in folgendem Video. Ich wüsste ja nicht, bei welchem Schrank ich begeisterter wäre ;-)



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Autor: Ariane

Dinkel ist ein Getreide, das als Vorläufer des Weizens gilt. Selbstverständlich eignet es sich auch zum Bierbrauen.

Weizenbier ist ja bekannt, doch viele Leute wissen nicht, dass es auch Dinkelbier gibt. Dabei ist das ja naheliegend, denn Dinkel kann ebenso wie Weizen verarbeitet werden und hat noch dazu sogar mehr Vitamine und Mineralien in sich als es beim Weizen der Fall ist.

Dinkelbier ist, ebenso wie Weizenbier, eine obergärige Biersorte. Seit 1989 bereits wird Dinkelbier nach dem Rezept der Heiligen Hildegard von Bingen von der Apostelbräu-Brauerei in Hauzenberg gebraut. Die Brauerei selbst gibt es schon deutlich länger, seit 1890 nämlich.

Die Idee, Dinkelbier nach so einer alten Rezeptur zu brauen, entstand im Rahmen einer Firmenumstrukturierung, an der auch Ordensschwestern aus Passau beteiligt waren. Zunächst von der Konkurrenz belächelt, wurde die Rezeptur immer weiter entwickelt und verbessert. Zehn Jahre nach Einführung des Bieres im Sortiment lag der Erfolg eindeutig auf der Hand: Dinkelbier von Apostelbräu ist im In-, aber auch im Ausland gefragt und beliebt. Witzige Slogans wie “Die Brotzeit ist erst dann perfekt, wenn man dazu ein Dinkel schmeckt” sind sicher auch nicht ganz unbeteiligt am Erfolg.

Geschmacklich unterscheidet sich das Dinkelbier nicht allzu stark von Weizenbier (aber bekanntlich unterscheiden sich Weizenbiere ja auch von Biersorte zu Biersorte untereinander deutlich im Geschmack, es ist also eine subjektive Sache).

Eine Liste von Getränkemärkten, in denen Apostelbräu-Dinkelbier erhältlich ist, gibt es HIER.    [...mehr]


Autor: Ariane

Gleich zwei international erfolgreiche Biermarken tragen den Namen San Miguel und um Zufall handelt es sich dabei nicht.

San Miguel Bier ©Navin75/ Flickr Ursprünglich wurde das Bier namens San Miguel um 1890 herum das erste Mal in Spanien gebraut, in Barcelona, um genau zu sein. Daraus entstand die San Miguel Corporation, mit Sitz auf den Philippinen. Gebraut und getrunken wurde das Bier fortan auf beiden Kontinenten.

1953 spaltete sich die Brauerei, die das Bier für den europäischen Verkauf in Spanien braute, vom Mutterkonzern ab- und von da an sorgten die zwei Marken gleichen Namens gerne mal für Verwirrung unter den Bierfans.

Das philippinische San Miguel gehört heute zu den 15 am meisten verkauften Biersorten der Welt und ist ganz besonders beliebt auf den Philippinen, in Hongkong und Südchina, aber auch in Australien. Mehr als 100 Anlagen hat der Konzern in diesen Ländern. Damit ist San Miguel größte Lebensmittel- und Getränkehersteller Südostasiens. Unter Lizenz braut die Brauerei auch Millers, Carlsberg und stellt auch Coca Cola für den Verkauf auf den Philippinen her.

Doch auch das spanische San Miguel erobert die Welt. Urlauber aus aller Welt trinken die Biersorte in den Clubs der spanischen Urlaubsinseln und kurbeln so langfristig auch den Export an. Besonders beliebt ist das San Miguel bei Frauen, denn es schmeckt besonders leicht und ist kaum herb.
In Deutschland ist das spanische Pils mittlerweile in vielen Getränkemärkten erhältlich, so zum Beispiel bei Trinkgut in NRW. Im Internet kann man es beispielsweise unter Bierpost bestellen.    [...mehr]


Autor: Ariane

Und wieder mal ein leckeres Bierchen aus Belgien :-)

Liefmans Goudenband ©privat Allein schon das Design der Flasche ist außergewöhnlich, denn diese kommt in Papier gewickelt daher- das erinnert schon ein wenig an das prüde Amerika, wo Alkohol in Papiertüten kaschiert werden muss. Andererseits ist die Papierflasche so hübsch gestaltet, dass sie fast schon elegant wirkt.

Innen drin verbirgt sich ein dunkles vollmundiges Bier, dass es mit 8 Prozent Alkoholanteil wirklich in sich hat. Manche beschreiben die Farbe auch als bernstein- oder kupferfarben. Der Geschmack ist sehr stark und intensiv, im Abgang schmeckt das Goudenband karamellig mit einem Hauch Vanille.

Gebraut wird das Bier seit dreihundert Jahren im gleichen Verfahren. In Kupferkesseln wird es aufgeschäumt und danach zwei Mal gekühlt - solange, bis die Gärung beginnt.
Dabei wird täglich der entstehende Hefeschaum abgeschöpft. Eine Woche benötigt die Liefmans Brauerei, um das Goudenband zu brauen. Anschließend wird es bis zum Verkauf mehrere Monate in kühlen Kellern gelagert.

Eine Spezialität neben dem Goudenband ist das Kriekbier, das im Juli gebraut wird. Dann sind nämlich die Schaerbeek-Kirschen reif, die in zwölf Monate alte Fässer mit Goudenband-Biers gefüllt werden. Nach etwa einem halben Jahr wird das Bier gefiltert, sodass ein fruchtiges Gebräu heraus kommt.

Ganz ähnlich wird das Frambozenbier hergestellt, nur werden dabei Himbeeren statt Kirschen verwendet.

Bei mehr als 500 Biersorten, die Belgien zu bieten hat, schafft es die Liefmans Brauerei gleich mit allen drei Sorten aus der Masse herauszustechen.    [...mehr]


Autor: Ariane

Die dänische Carlsberg Brauerei gehört zu den größten Brauereikonzernen der Welt und ist nicht mit der deutschen Karlsberg Brauerei zu verwechseln.

Carlsberg ©Bohman/ Flickr In Deutschland ist der viertgrößte Brauereikonzern der Welt unter anderem durch die Marken Holsten, Astra, Lübzer, Feldschlösschen und Hannen Alt vertreten.

Die Carlsberg Brauerei hat eine lange Geschichte. 1847 wurde sie durch Jacob Christian Jacobsen als Carlsberg-Bryggerier Kjøbenhavn gegründet. Auf dem damaligen Brauereigelände befindet sich heute die Gamle Carlsberg, ein Ort, an dem Führungen, Bierverköstigungen und vieles mehr angeboten werden. Schon 20 Jahre nach der Gründung begann der Export der Biermarke, die vor allem in Großbritannien ein riesiger Erfolg wurde. In Malawi entstand 1968 die erste Brauerei des Konzerns außerhalb Europas. Auf dem Kontinent selbst tendiert Carlsberg eher zu Fusionen und JointVentures.
Auf diese Weise schluckte Carlsberg im Laufe der Jahrzehnte unter anderem die Marken Tuborg, Orkla, Tetley, Astra, Elephant Beer und Holsten.
Der bekannte grüne Schriftzug und der Slogan “Carlsberg- probably the best beer in the world” ist seit den 70er Jahren unverändert. In den Bereichen Kultur und Sport ist Carlsberg stark engagiert und tritt häufig als Sponsor auf.

Die Hausmarke Carlsberg ist ein Bier nach Pilsener Brauart und das beliebteste Bier in Dänemark. Auch weltweit gehört es zu den gefragtesten Biersorten überhaupt.



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Autor: Ariane

“Det grønne”, so heißt Tuborg umgangssprachlich in Dänemark. Schuld daran ist wohl das grüne Etikett auf der Flasche.

Tuborg gehört dem Carlsberg-Konzern und damit dem viertgrößten Brauereiunternehmen der Welt an.

1873 war es, als sich eine Gruppe von Kaufleuten zusammen tat und ein Firmengelände nördlich von Kopenhagen kaufte. Dieses war nach dem Vorbesitzer Thuesborg benannt, was umgangssprachlich schnell zu Tuborg abgewandelt wurde.

In Deutschland ist Tuborg weit bekannter und verbreiteter als die Hausmarke Carlsberg und wird hier sogar nach dem Reinheitsgebot gebraut. Vom Geschmack ist es mittelherb-süßlich und verbreitet auch ein süßliches Aroma.

Und die Werbespots von Tuborg haben fast schon Kultstatus, drum gibts jetzt einen ;-)



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Autor: Ariane

Selten war bei einem Bier der Name derart Programm wie beim Delirium Tremens.

Delirium tremens ©navin75/ Flickr Aus Belgien kommen bekanntermaßen so manche leckeren Biersorten. Das kleine Land hat es, zumindest was das Bierbrauen angeht, wirklich drauf und hat mehr als 500 verschiedene Biere anzubieten ;-)

Aus Belgien kommt auch die Biersorte, die heute vorgestellt werden soll, das Delirium Tremens. Schon seit 1654 rühmt sich die kleine Familienbrauerei Huyghe in der Nähe von Gent damit, das Delirium Tremens zu brauen.

Hierbei handelt es sich um ein helles, obergäriges Bier mit sage und schreibe 8,5 Prozent Alkoholanteil. Und der Name sagt schon alles! “Delirium” bedeutet soviel wie “Irresein”, “tremens” kommt vom lateinischen tremere und bedeutet “zittern”. Zusammen hätten wir da also ein “irres Zittern”, bekanntlich bei Alkoholikern ein Symptom für den Alkoholentzug.

Hell sieht es aus, blond, das Delirium Tremens. Die Farbe ist das Ergebnis von Pilsener Malz und weißem Kandiszucker. Vom Geschmack her ist es mild-würzig mit einem Hauch Fruchtigkeit, alles in allem sehr aromatisch. Delirium Tremens gibt vor, leicht zu sein, hat es aber angesichts des Alkoholgehalts ziemlich in sich :-D

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Autor: Ariane

110 Liter Bier haben die Deutschen im vergangenen Jahr pro Kopf getrunken und damit rund zwei Liter weniger als im Vorjahr.

Oettinger Bier ©Klaus Nahr/ Flickr

Die meisten großen Biersorten haben mit dem Rückgang des Bierkonsums Verluste eingefahren, doch einige weniger haben es geschafft, sogar den Umsatz zu steigern. Neben den Weizenbier-Herstellern war dies vor allem die Marke Becks, den Biermix-Getränken sei dank. Ebenfalls Gewinner ist Hasseröder, die vor allem in Norddeutschland dank besonders niedriger Preise zugelegt haben.

Die am meisten verkaufte und getrunkene Marke ist Oettinger, was wohl vor allem am günstigen Preis liegen dürfte. Auch beim Bier macht die Finanzkrise eben nicht halt.

Hier ein Überblick über die meistgetrunkenen Biermarken in Millionen Hektolitern und mit Vergleich zum Vorjahr:
1. Oettinger 6,61 Mio. (-2 %)
2. Krombacher 2,45 Mio. (-2,9 %)
3. Bitburger 3,86 Mio. (-2,8 %)
4. Warsteiner 2,98 Mio. (-7,45 %)
5. Becks 2,93 Mio. (+2,5 %)
6. Hasseröder 2,63 Mio. (+5,7 %)
7. Veltins 2,56 Mio. (-2,8 %)
8. Paulaner 2,17 Mio. (+1,8 %)
9. Radeberger 1,79 Mio. (2,6 %)
10. Sternburg 1,64 Mio. (-5,7 %)    [...mehr]


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