» Bierrezepte

Autor: Ariane

Und wieder ein leckeres Bier-Gericht aus der Reihe “Bayrische Biergerichte“. Man könnte es auch einfach als “Pils-Suppe” bezeichnen. Getestet und für gut befunden, ich hoffe, euch schmeckts genauso :-)

Pils-Suppe ©veganwarrior/Flickr

Zutaten:

  • 250 g frische Champignons, je nach Saison auch andere frische Pilze (Steinpilze, Pfifferlinge etc.)
  • 2 Zwiebeln
  • 100 g durchwachsener Speck
  • 10 g Butter
  • 5 Stängel Petersilie
  • 1/2 l Pils
  • 5 EL Öl
  • 200 g Creme fraîche
  • Salz
  • Pfeffer
  • 4 Scheiben (250 g) TK-Blätterteig
  • 1 Eigelb

Zubereitung:
Die Pilze sorgfältig putzen und würfeln.
Die Zwiebeln und den durchwachsenen Speck ebenfalls würfeln.
Zunächst den Speck in der Butter anbraten, dann die Zwiebeln und Und zum Nachtisch ein leckeres Pils... ©Erik Kristensen/Flickr die Pilze zugeben und bei starker Hitze kurz anbraten, aber nicht zu braun werden lassen.
Mit dem Bier ablöschen.
Die Petersilie fein hacken und zugeben.
Dann die Creme fraîche unterrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken und noch 5 Minuten köcheln lassen.
In 4 ofenfeste Suppentassen füllen und den Rand der Tasse mit Eigelb bepinseln.
Den aufgetauten Blätterteig ausrollen und 4 Kreise ausstechen, die im Durchmesser etwas größer als die Suppentassen sein sollten.
Diese Teigdeckel auf die Suppentassen legen und am Rand gut festdrücken.
Mit Eigelb bepinseln und im vorgeheizten Backofen bei 200°C ca. 20 Minuten backen, bis die Blätterteighaube schön aufgegangen und goldbraun ist.

Pro Portion:
724 kcal/3050 kJ, 9 g Eiweiß, 56 g Fett, 31 g Kohlenhydrate    [...mehr]


Autor: Ariane

Leckere Gerichte mit Bier zaubern? Kein Problem! Und damit meine ich nicht, dass ihr euch etwas schön trinken sollt, sondern es geht tatsächlich ums Essen zubereiten :-)

Messer und Gabel können schonmal poliert werden... ©KevinDooley/Flickr

Wie wärs denn beispielsweise mal, wenn ihr eurer Liebsten oder eurem Liebsten ein schmackhaftes Drei-Gänge-Dinner zaubert? Auch unter Zuhilfenahme von Bier, welches ja ohnehin schön macht, kann man leichte und leckere Speisen zaubern. Und das eine oder andere Gläschen zu trinken dürfte dabei dann auch noch drin sein ;-)

Mein heutiger Menü-Vorschlag sieht folgendermaßen aus:
Als Vorspeise ein schöner Feldsalat mit Pilsdressing, hernach Lachsröllchen mit Wasabi-Roggenbier-Quark und zum Dessert gibt es Salvatorcreme.

Vorspeise: Feldsalat mit Pilsdressing
Zutaten für den Salat:

  • Feldsalat
  • Wasserkresse
  • Löwenzahn
  • Radicchio
  • 200 g Austernpilze
  • 4 Scheiben Toastbrot
  • Butter

Zutaten für das Dressing:

  • 150 ml Pils
  • 60 ml Balsamico-Essig
  • 40 ml Olivenöl
  • 40 ml Kernöl
  • 1 Tl. Senf
  • etwas Knoblauch
  • Salz, Pfeffer, Zucker

Die Zutaten für das Dressing mit einem Stabmixer gut miteinander verrühren.

Feldsalat: günstig, gesund und leicht ©thomas_nk/FlickrSalate putzen, mischen, waschen und trocknen.
Toastbrot entrinden und das Brot würfeln.
In einer Pfanne Butter zergehen lassen, darin die Brotwürfelchen goldgelb braten, auf Küchenrolle abtupfen.
An den Austernpilzen den dicken Stiel herausschneiden.
Die Pilze in breite Streifen schneiden.
In einer Pfanne Butter erhitzen und die Pilze braten.
Mit Salz und Pfeffer würzen. Auf Tellern anrichten.
Die Salate mit dem Dressing marinieren und zu den Pilzen legen.
Die Brotwürfel darüber streuen.

Hauptspeise: Lachsröllchen mit Wasabi-Roggenbier-Quark Lachsröllchen und Wasabi, eine tolle Kombination ©adactio/Flickr

  • 250 g geräucherte Lachsscheiben
  • 250 g Quark
  • 25 g Roggenbier
  • 1 EL fein geschnittenen Dill
  • 1 TL grüne Wasabi-Paste
  • 2 EL Forellenkaviar

Den Quark mit den Zutaten vorsichtig verrühren.
Die Lachsscheiben damit füllen und gleichmäßig rollen.

Dessert: Salvatorcreme

  • 200 g Crème double
  • 160 g Salvator (Starkbier)
  • 200 g geschlagene Sahne
  • 30 g Ahornsirup
  • 6 EL Gelatine

Crème double mit Ahornsirup halb schaumig schlagen, eingeweichte Gelatine in etwas Salvatorbier auflösen und mit dem restlichen Bier in die Crème einlaufen lassen. Die geschlagene Sahne unterheben und in Gläser abfüllen. Einige Stunden kalt stellen.

 

Na dann: Guten Appetit!


[...mehr]


Autor: Ariane

Ich bin ja der Meinung, wenn man Bier nicht nur einfach trinken, sondern genießen will, muss man auch ein wenig über die Theorie wissen ;-) Dementsprechend folgt nun eine kleine Theorie-Lektion zum Thema Stammwürze.


Biergenuß mit Hintergrundwissen ist doppelter Genuß ©surfstyle/Flickr

Die Stammwürze, auch Stammwürzgehalt genannt, ist eine Maßeinheit im Bereich des Bierbrauens. Sie bezeichnet den Anteil der Stoffe, die sich vor der Gärung aus dem Hopfen und dem Malz im Wasser gelöst haben. Stammwürze besteht hauptsächlich aus Malzzucker, Eiweiß, Vitaminen und Aromastoffen.

Die Würze hat für die Bierherstellung die gleiche Bedeutung wie Traubensaft für die Herstellung von Wein: aus Traubensaft wird Wein, aus Bierwürze wird durch Gärung (unter Zugabe von Hefe) Bier. Der Stammwürzgehalt ist deswegen der Haupteinflußfaktor für den späteren Alkoholgehalt und den Nähwert des Bieres. Nachdem die Hefe während des Brauprozesses hinzugegeben wird, vergärt die Stammwürze zu etwa einem Drittel zu Alkohol, zu einem weiteren Drittel zu Kohlensäure und das letzte Drittel ist ein unvergärbarer Restextrakt.

Hat ein Bier nun zum Beispiel 11 Prozent Stammwürzgehalt, so heisst das: 1100 Gramm, also rund ein Liter, Bierwürze enthielt vor dem Gärprozess etwa 110 Gramm Stammwürze (also Malzzucker, Vitamine, Eiweiß, Aroma und Mineralien).
Ihr seht, dieser Prozentsatz hat absolut nichts mit dem Alkoholanteil zu tun, auch wenn er diesen bedingt.

Die genaueste Analysemethode, um die Stammwürze von Bier im Nachhinein zu bestimmen, ist die Destillationsanalyse. Durch sie kann mit Hilfe der Ballingformel die Stammwürze errechnet und somit die Biersteuer bestimmt werden.

p= 2{,}0665 \cdot \frac{m_{\rm alc} + E_w }{ (100 + m_{\rm alc}) \cdot 1{,}0665}

Wichtig ist der Stammwürzgehalt also auch für die Besteuerung des Bieres (ich weiss, ich weiss, darauf könnten wir alle ganz gut verzichten ;-) ).

Hierbei werden verschiedene Gattungen von Bieren unterschieden:

  • Einfachbiere mit einer Stammwürze von unter 7 Prozent
  • Schankbiere mit einer Stammwürze ab 7 Prozent bis unter 11 Prozent
  • Vollbiere mit einer Stammwürze ab 11 Prozent bis unter 16 Prozent
  • Starkbiere ab einer Stammwürze von 16 Prozent oder mehr

Je höher die Stammwürze, desto höher logischerweise der Alkoholanteil (ihr erinnert euch, ein Drittel der Stammwürze wird zu Alkohol vergoren) und je höher der Alkoholanteil, desto höher die Steuer.

Ein leckeres Pilsener hat zum Beispiel zwischen elf und 12,3 Prozent Stammwürzgehalt, eine Berliner Weisse etwa sieben bis acht Prozent, ein Kölsch um die 11,3 Prozent und Doppelbock gehört mit mächtigen 18 Prozent zu den Starkbieren.

So, genug der trockenen Theorie. Her mit der Praxis!


Nach der trockenen Theorie nun ein kühles Blondes. Prost! ©cell105/Flickr


[...mehr]


Autor: Steffen

Das deutsche Bierangebot ist (scheinbar) unerschöpflich, das Angebot an Marken und Sorten es gehört - dank langer Geschichte und regionaler Spezialitäten - zu dem umfassendsten der Welt, und das auch noch auf kleinem Raum. Doch wer mal genau vergleicht, wird feststellen, dass zumindest die größeren Pilssorten einander oft ähnlicher sind, als sie wahrhaben wollen.

Auch daher kommt das Selberbrauen mehr und mehr in Mode … bloß … wie vermeide ich denn, dass ich mir nicht selbst aus Versehen gelbes Regenwasser zusammenmische?

Diverse Bierkonzerne in Neuseeland, England und Australien haben den Hang zur Heimarbeit längst wahrgenommen und verkaufen Bierzapfanlagen für zuhause (naja, okay, wozu?) und, viel lustiger, auch kleine Braumaschinchen.
Wie die funktionieren, steht hier.

Nun mag manch einer einwenden, naja, so ein Bierkit verhält sich zum Bierbrauen wie die Tütensuppe zum Bouillon, Ben Stiller zu Buster Keaton, Bobbycar zu Mustang, usw., etc.

Recht hat er - und hoffentlich viel Zeit. Wer nämlich den ganzen Brauvorgang stemmen möchte, sollte sich erstmal nix vornehmen. Einkaufen wird zuerst nötig sein, und zwar:

  • eine Malzschrotmühle
  • ein Edelstahlkochtopf mit 30 Litern Inhalt
  • ein Stabthermometer
  • 2 Kochlöffel, mindestens 50cm lang
  • 100ml Jodlösung
  • ein Läuterbottich
  • ein Eimer mit 10 Litern Inhalt
  • eine Schaumkelle
  • ein Kochtopf mit 20 Litern Inhalt
  • ein Messzylinder für 250 Milliliter
  • eine Bierwürzspindel
  • ein Bierheber
  • ein Würzsiebbeutel (Maschenweite 0,2 Mikrometer) mit Trichter
  • eine Plastikwanne
  • ein Gärgefäß bzw. Gärfass mit 30 Litern Inhalt
  • ein großer Löffel
  • ein Abfüllschlauch, ein bis zwei Meter lang und mit Schlauchklemme
  • ein Raumthermometer
  • Ausreichend Bierflaschen zum Abfüllen (sagen wir 90 Stück für 30 Liter Bier?)
  • eine Flaschenreinigungsbürste

Hat er das alles beschaffen können, ohne in die Kriminalität abzudriften, kann er mit dem eigentlichen Bierbrauen beginnen.

Während die verwendeten Gerätschaften für alle Sorten und Rezepte gleich bleiben, trifft das auf die Zutaten nicht zu; ebensowenig auf die Brauweise. Verschiedene Bücher beschäftigen sich mit dem Thema und enthalten eine Vielfalt interessanter Rezepte.

Ein Riesenspaß.

[...mehr]


Seite 5 von 5«12345