» Bierbauch

Autor: Steffen

Der Bierkeller…wer kennt und liebt ihn nicht. In einem dunklen Gewölbe wird das kühle Blonde serviert, man trifft sich mit Kollegen und verbringt nette Abende in Gesellschaft. Und nebenbei trinkt man sich durch verschiedene Biersorten oder bleibt seinem Lieblingsbier treu.

Ursprünglich war ein Bierkeller ein unterirdischer, kühler Lagerraum für Bier. Oft wird er mit einem überirdischen Biergarten kombiniert. Leider nimmt die Anzahl der Bierkeller ab und die Anzahl der Biergärten zu. Dabei sind die Kellergewölbe ideal für ein Treffen unter Freunden und für das Austauschen allerlei Bierweisheiten ist die Stimmung und die Atmosphäre in einem Bierkeller besser als in irgendeiner Kneipe. Eine Kultstätte für Bierliebhaber ;)

Bierkeller haben Tradition©flickr/Beraldo Leal

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Autor: Ariane

Das Brauen von Weihnachtsbier hat eine lange Tradition, die bis in die Zeit der Wikinger zurückgeht.
Allerdings haben die Wikinger damit nicht Weihnachten gefeiert, aber das tut der Tradition ja keinen Abbruch :-D

Rhaner Weihnachtsbier

Diverse Brauereien bringen rechtzeitig zum Advent ihr Weihnachtsbier auf den Markt. Ob nun das Lebkuchenbier aus Kulmbach, das Festbier von Hofbräu oder das Weihnachtsbier von Sternquell, Feldschlösschen oder der Rhoen-Brauerei, die Auswahl ist groß.
Fast alle Weihnachtsbiere werden mit speziellen Malzsorten gebraut und haben so eine dunklere Farbe und einen etwas vollmundigeren Geschmack. Biere, die nicht dem Reinheitsgebot entsprechen, werden zusätzlich mit weihnachtlichen Gewürzen wie Zimt und Orangen gewürzt.

Wer ganz besonders viel Geschmack am Weihnachtsbier findet, kann sich HIER gleich eine ganze 2-Liter-Magnum-Flasche bestellen ;-)

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Autor: Ariane

Dass Bier in Maßen gesund ist, wissen wir ja längst. Nun gibt es aber erstmals konkrete Belege dafür, dass Bier vor Herzinfarkten schützen kann!

Wissenschaftler erforschen eifrig die gesundheitlichen Vorzüge des Biertrinkens ©arlen/Flickr

Bier hat, sogar in seiner alkoholfreien Form, eine entzündungshemmende Wirkung. Das haben Dietmar Fuchs und sein Team vom Institut für Biologische Chemie an der Medizinischen Universität Innsbruck bei In-vitro-Experimenten mit Blutzellen und Bierextrakten herausgefunden.    [...mehr]


Autor: Ariane

Ok, es hat nicht soooo viele Kalorien und es ist auch gesund - und trotzdem macht es dick: das liebe Bier. Nicht umsonst spricht man vom “Bierbauch”, wenn man eine Wampe umschreiben will und nicht umsonst trinken die meisten Damen dann doch eher ein Glas Wein als ein Bier.

Definitiv NICHT erotisch… ©mike murrow/ Flickr

Ein Gramm Alkohol enthält 7 Kilokalorien (kcal)- beinahe soviel wie ein Gramm Fett!
Nimmt der Körper mehr Kalorien auf, als er verbraucht, wird dieser Überschuss als Fett am Körper eingelagert. Schlimm genug, noch schlimmer wirds aber dadurch, dass Alkohol dafür sorgt, dass körpereigenes Fett langsamer abgebaut wird!

Wo das überflüssige Fett im Körper angelagert wird, hängt neben der Veranlagung auch vom Geschlecht ab. Frauen nehmen meist als erstes an Po, Hüfte und Oberschenkel zu; Männer hingegen am Bauch - dem Bierbauch eben ;-).

Alkohol stimuliert die Magenschleimhaut und weckt so den Appetit. Deswegen ist es gar nicht so selten, dass man nach einem Abend mit ein paar leckeren Drinks, Bierchen oder Cocktails dann auf dem Heimweg die Döner- oder Frittenbude ansteuert oder sich mitten in der Nacht noch an den Kühlschrank pirscht.
Das Problem ist nur: soviel, wie man müsste, kann man sich den ganzen Abend nicht bewegen, damit der Körper die Kalorienbombe “Alkohol + Nachtimbiß” verbrennt.

Drei Bierchen à 0,4l und ein Imbiß dazu, sagen wir mal, Hamburger und Pommes - und mehr als der halbe Tagesbedarf an Energie ist gedeckt. Autsch! :-( Noch schlimmer wirds bei den Biermixgetränken. Durch den Fruchtsaft, der ja fast immer beigemischt ist, steigen die Kalorien noch einmal deutlich an und der enthaltene Fruchtzucker wird vom Körper eher abgebaut als das Fett; und die Verbrennung von Fett und Zucker muss angesichts der Verarbeitung des Alkohols durch den Körper ohnehin erstmal warten. Ist der Alkohol dann abgebaut, haben sich Zucker und Fett längst in den Fettdepots ausgebreitet. Fiese Falle.

Also immer hübsch aufpassen, denn ein Bierbauch ist definitiv NICHT sexy ;-)

Weitere, sogar kindgerechte Infos, gibt es hier: http://www.gg.fr.bw.schule.de/faecher/biologie/10a/bier.htm

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Autor: Ariane

Die Deutschen trinken weniger Bier. Die Deutschen greifen eher zum Wein denn zum Bier - der Trend der letzten Jahre setzt sich somit leider fort..

Der Gesamtverbrauch an Bier in Deutschland lag nach einer Mitteilung des Deutschen Brauerbundes in 2007 bei 91.868.117 hl.
Das ergibt einen Pro-Kopf-Verbrauch von 111,7 Liter.
Gegenüber 2006 ist das eine Reduzierung um 3.670.753 hl bzw. 4,4 Liter Pro-Kopf (-3,79%).

Erste vorsichtige Schätzungen des Brauerbundes gehen davon aus, dass auch 2008 bislang nichts an dieser Entwicklung geändert hat. Die großen Hoffnungen liegen derzeit noch auf der Fußball- Europameisterschaft und auf einem warmen Sommer, doch sollte beides nicht den gewünschten Aufschwung bringen, sieht es düster aus, besonders für kleine Brauereien und Brauhäuser.

Am wenigsten rückläufig sind übrigens die Verkaufszahlen des alkoholfreien Bieres…    [...mehr]


Autor: Ariane

Zum “Tag des Bieres” beglückt uns die BILD auf Bild.de mit 23 guten Gründen, öfter mal ein Bierchen zu trinken. Die meisten kennen wir als gute Bierfreunde natürlich eh, aber der Vollständigkeit halber hier noch mal alle auf einen Blick :-D

Manchmal fehlt eben doch ein Teil…

1. Bier schützt vor Herzinfarkt: Untersuchungen zeigen, dass Biertrinker ein 40 bis 60 Prozent geringeres Herzinfarkt-Risiko haben als Menschen, die abstinent leben. Ein halber Liter pro Tag gilt als optimal!

2. Bier senkt das Schlaganfall-Risiko: Die gesunden Inhaltsstoffe im Bier können die Verklumpung der roten Blutkörperchen verhindern und damit einem Schlaganfall vorbeugen.

3. Bier ist gut für den Blutdruck: Ärzte aus Holland und von der Universität Harvard haben herausgefunden, dass ein moderater Bierkonsum den Blutdruck senkt.

4. Bier kann Diabetes verhindern: Auch Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) tritt bei Biertrinkern offenbar seltener auf. Der Grund: Der Körper kann das den Blutzucker senkende Hormon Insulin besser verwerten.

5. Bier verbessert das Erinnerungsvermögen: Studien der Amerikanischen Herzgesellschaft belegen, dass Bier das Erinnerungsvermögen verbessern kann. Biertrinker leiden seltener unter der Alzheimerschen Demenz.

6. Bier macht die Knochen stabil: Bier hat positive Auswirkungen auf den Knochenstoffwechsel, kann vor Osteoporose (brüchigen Knochen) schützen. Allerdings nur bei Männern und jungen Frauen!

7. Bier lässt uns länger leben: Menschen, die ein oder zwei Gläser Bier täglich trinken, leben länger. Das ergab eine Analyse von immerhin 50 Studien! Dafür verantwortlich sind die Herzschutzstoffe im Bier.

8. Bier schützt vor Durchfall: Die Mikrokulturen von Bier bestehen aus Substanzen wie Milch- und Essigsäure. Diese Stoffe verhindern, dass sich Darmkeime, die Durchfall verursachen können, ungehemmt verbreiten.

9. Bier hilft gegen Stress: Wissenschaftler der Universität Montreal fanden heraus, dass Berufstätige, die ab und an ein Bierchen trinken, weniger unter ihrer beruflichen Belastung leiden als Abstinenzler.

10. Bier beugt Gallen- und Nierensteinen vor: Wissenschaftliche Untersuchungen aus Helsinki haben ergeben, dass der Magnesiumgehalt einer Flasche Bier täglich das Nierensteinrisiko um 40 Prozent senkt.

11. Bier hilft gegen Schlafstörungen: Hopfen wirkt wie ein natürliches Beruhigungsmittel, entspannt die Nerven. Daher ist ein Glas Bier am Abend auch ein wirksames Schlafmittel.

12. Bier kann gegen Krebs helfen: Bier enthält Polyphenole – Stoffe, die Tumoren vorbeugen, indem sie aggressive freie Radikale aus dem Körper fischen. Das Haupt-Polyphenol heißt Xanthohumol. Sein Vorteil: Es hemmt die Proteine, die ein bereits entwickelter Tumor für sein Wachstum benötigt. Mehr als zwei Flaschen täglich bringen allerdings den gegenteiligen Effekt.

13. Bier sorgt für reine Haut: Der hohe Anteil an den Vitaminen Pantothensäure, B3 und Niacin regt den Stoffwechsel der regenerierenden Hautschichten an und fördert sowohl die Kollagenbildung als auch die Pigmentbildung. Die Haut wird glatt und geschmeidig.

14. Bier hilft, Schnupfen vorzubeugen: Wer heißes Bier trinkt, bekommt nicht so schnell eine Erkältung. Der warme Gerstensaft fördert die Durchblutung, erleichtert das Atmen, hilft bei Gliederschmerzen und stärkt das Immunsystem. Tipp: Flasche in einen Topf mit heißem Wasser stellen und erwärmen. Oder das Bier in einen Topf gießen, vier Löffel Honig dazu und dann erhitzen.

15. Bier versorgt Schwangere mit Folsäure: Folsäuremangel kann ein Grund für Missbildungen und Frühgeburten sein. Bereits ein Liter Bier enthält mehr als ein Drittel unseres Tagesbedarfs. Alkoholfreies Bier kann daher durchaus als Nahrungsergänzungsmittel für Schwangere angesehen werden.

16. Bier ist ein Appetitanreger: Die Hopfenbitterstoffe, Kohlensäure und der Alkohol im Bier locken die Verdauungssäfte und kitzeln den Appetit.

17. Bier beugt Magengeschwüren vor: Schon 1,5 Liter Bier pro Woche hemmen die Bildung der Bakterien (Helicobacter pylori), die eine Magenschleimhautentzündung verursachen, und verringern somit die Gefahr eines Magengeschwürs.

18. Bier löscht schnell den Durst: Bier ist ein idealer Durstlöscher, da aufgrund des Alkohol,- Kohlensäure- und Salzgehaltes die Bierflüssigkeit schneller resorbiert wird als klares, kaltes Wasser.

19. Bier hilft beim Abnehmen: Neueste Studien beweisen, dass Menschen, die Bier in Maßen genießen, seltener übergewichtig sind als Abstinenzler. Grund: Bier regt den Stoffwechsel an. Außerdem hat ein Glas Bier weniger Kalorien als die gleiche Menge Apfelsaft.

20. Bier macht Sportler schlau: Italienische Sportmediziner untersuchten zwanzig Amateursportler jeweils am Anfang und Ende eines Monats, während sie jeweils einen Liter Bier pro Tag getrunken hatten. Ergebnis: Für den folgenden Test brauchten die Probanden zwar länger, hatten dafür aber mehr richtige Antworten.

21. Bier hilft gegen Entzündungen: Ein Forscherteam um Professor Dr. Dietmar Fuchs von der Medizinischen Universität in Innsbruck konnte nachweisen, dass Bier biochemische Prozesse im Blut unterbindet, die sonst zu Entzündungen führen würden.

22. Bier macht die Haare schön: Bier ist ausreichend mit Mineralstoffen und Vitamine versorgt, die das Haar kräftigen und zum Glänzen bringen. Eine Bierspülung stärkt vor allem feines Haar und verleiht mehr Volumen. Und keine Angst: Der Biergeruch verfliegt nach wenigen Minuten.

23. Alkoholfreies Bier regt die Muttermilchproduktion an: Die Zuckerverbindungen in der Gerste stimulieren die Ausschüttung von Prolactin, einem Hormon, dass die Milchproduktion in Gang setzt. Schwangere, die nicht genug Milch produzieren, sollten es daher mal mit einem alkoholfreien Bier versuchen.

Im Gegensatz zu meinen Kollegen von Lieblingsbier distanziere ich mich nicht von den Gründen.

Sie sind mir nur einfach piepegal :-D Also die Gründe, nicht die Lieblingsbierer ;-)

Prost!

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Autor: Ariane

Auf Wunsch eines einzelnen Herren möchte ich mich heute mal mit einer rheinischen Spezialität befassen, nämlich dem Kölsch. Soll ja niemand sagen, dass ich den Wünschen meiner Leser nicht nachkomme ;-)

FrühKölsch, der Klassiker unter den Kölsch-Brauhäusern ©superburschi/Flick

Als Europa sich noch im tiefsten, schwärzesten Mittelalter befand, leuchtete in einer Stadt am Rhein bereits die goldene Zukunft. Schon im Jahr 873 wusste man in Köln, wie Bier gebraut wird. Freilich, mit dem heutigen Kölsch hatte das, was man damals zusammenbraute, wenig zu tun. Das Gruitbier (Kräuterbier), welches seit dem 9. Jahrhundert in Köln gebraut wurde, hatte noch eine vollkommen andere Zusammensetzung. Hopfen war damals noch nicht bekannt, stattdessen benutzte man verschiedenste Kräuter, zum Beispiel Schafgarbe, Eichenrinde, diverse Wurzeln, Rosmarin, Kümmel, Anis, Ingwer, Wacholder und und und… Und bereits auf dieses erste Bier wurde eine Steuer erhoben, die Gruitsteuer. Die wussten eben schon damals, was gut ist und womit man verdienen kann ;-)
Im 13. Jahrhundert gab es dann schon das Kölner Brauamt und weitere 100 Jahre später die Brauer-Kooperation. Letztere ist bis heute für die Kölner Geschichte äußerst wichtig, unterzeichnete doch eben jene Brauer-Kooperation 1396 den “Verbundbrief” Gaffel-Kölsch im traditionellen Kölsch-Kranz serviert ©Gaffel und damit die erste demokratische Verfassung einer deutschen Stadt. Köln wurde, nicht zuletzt durch die Errichtung des mächtigen Doms, zunehmend zu einer klerikalen Stadt mit vielen Klöstern, Bischöfen und dergleichen und die Kirche hatte immer mehr Macht. Um ein Gegengewicht herzustellen, schlossen sich die mittelständischen Kaufleute Kölns gemeinsam mit den Handwerkern im 14. Jahrhundert zu politischen Vereinigungen zusammen, zu sogenannten “Gaffeln”. Der Kölsch-Kenner wird jetzt mit einem “Ahhhhhhhhhhhha!” reagieren.
Aber hier gehts ja um Bier, nicht um Politik ;-)…..

Im 15. Jahrhundert wurde dann endlich der Hopfen für das Bier entdeckt und die ersten Brauer-Streitigkeiten mischten Köln auf. Das neue Hopfenbier, Keutebier genannt, war viel länger haltbar als das Gruitbier, schmackhafter- und auf Hopfen entfielen auch keine Steuern. Das gefiel nun natürlich weder den alteingesessenen Brauern, die noch immer auf Gruitbier setzten, noch der Obrigkeit, die nun weniger Steuern einnehmen konnte. Also folgte bald auch auf Keutebier die Steuer.
Im 16. Jahrhundert, als überall in deutschen Landen zunehmend auch untergäriges Bier gebraut wurde (Vorteil: bei geringerer Temperatur herzustellen, Nachteil: verdirbt schneller), tanzte Köln mal wieder aus der Reihe, denn hier setzte sich diese Brauweise nicht durch.
Und das ist auch bis heute so geblieben. ;-)
Dennoch war der Weg zum heutigen Kölsch noch lang, etwa 300 Jahre, um genau zu sein.

Im 19. Jahrhundert wurde erstmals das “Wiess” gebräut, ein obergäriges, trübes (weil ungefiltertes) Bier und der offizielle Vorgänger vom Kölsch. Das erste echte “Kölsch” wurde laut Garde-Brauerei bereits 1892 in Dormagen gebraut. Doch hier scheiden sich die Geister und streiten die (Bier)Historiker.
Verbrieft ist hingegen, dass in der Sünner-Brauerei seit 1906 helles, obergäriges Bier gebraut wurde, welches ab 1918 erstmals unter dem Namen “Kölsch” in den Handel kam.

Der ewige Zank zwischen Düsseldorf und Köln um das ´wahre Bier`wird wohl so bald nicht beendet sein... Kölsch ist ein helles, obergäriges Bier mit etwa 11,3 Prozent Stammwürze und durchschnittlich 4,9 Prozent Alkoholanteil. Es ist nah verwandt mit dem ebenfalls obergärig gebrauten Altbier , welches allerdings im Gegensatz zum hellen Kölsch mit dunklerer Malze hergestellt wird und etwas herber schmeckt. Welches der beiden Biere besser schmeckt, ist seit nun fast 100 Jahren ein ewiges Streitthema zwischen Kölnern und Düsseldorfern. Mir persönlich liegt ja eher das Kölsch, da ich Altbier seltsamerweise mit Fußgeruch assoziere.
Aber es gibt auch genügend Vertreter (meist von linker Rheinseite), die der Meinung sind, Kölsch wird gaaaaanz anders gebraut….

Traditionell wird das Kölsch aus einem schmalen, dünnen Glas mit 0,2l Fassungsvermögen getrunken, welches auch als “Stange” bezeichnet wird. In manchen Gasthäusern kann man heute auch noch ein “Stößchen”, infamer Weise von einigen auch als “Weiberkölsch” bezeichnet, ordern. Das wird dann in einem 0,1l-Glas serviert. Ein Stößchen ist also eine halbe Stange, kostet allerdings nicht den halben Preis ;-)
Dass so wenig Inhalt in eine Stange passt, schmeckt heute leider vielen Wirten nicht mehr, sodass in weniger traditionsbewussten Lokalen heute auch 0,5l-Stangen anzutreffen sind. Skandalös, wenn ihr mich fragt, und unter Kennern verpönt.

Wie fast alle obergärigen Biere entwickelt auch das Kölsch seinen vollen Geschmack erst ab einer bestimmten temperatur, sodass es meist mit acht bis zehn Grad serviert wird.

Wer sein Bier “Kölsch” nennen darf, ist in Anlehnung an das strenge Reinheitsgebot ebenso streng geregelt, und zwar in den Kölsch-Konventionen von 1985.

Im Sinne der Konvention ist Kölsch

  • ein Vollbier,
  • obergärig,
  • hell,
  • blank, also gefiltert und klar,
  • schlank, also hochvergoren, trocken, wenig vollmundig oder malzig,
  • hopfenbetont,
  • filtriert (nicht-filtriertes Bier muss ausdrücklich als “hefetrüb”, “naturtrüb” oder “unfiltriert” ausgewiesen werden!),
  • ausschließlich in Köln herzustellen (ausgenommen sind Brauereien außerhalb des Stadtgebiets von Köln, die an der Bezeichnung „Kölsch“ bereits vor Inkrafttreten der Konvention einen wertvollen Besitzstand erworben hatten).

Drei große Marken teilen sich etwa 60 Prozent des Kölsch-Umsatzes, nämlich Gaffel, Früh und Reissdorf. Der Rest verteilt sich unter den mehr als 30 kleineren Kölsch-Brauereien, zu denen beispielsweise Küppers, Mühlen oder Sünner gehören.

1997 wurde das Kölsch von der EU in den Kreis geschützter regionaler Spezialitäten aufgenommen und genießt damit nun eine ebenso geschützt Herkunftsbezeichnung wie der Champagner oder auch der Cognac.

Der Kölner Kölsch-Kellner wird auch “Köbes” genannt und serviert das Kölsch häufig mit einem Kranz, einem runden Behältnis für bis zu 18 Stangen. Der gute Mann, der das lecker Bierchen frisch zapft, ist der “Zappes”.

Wer noch mehr über das Kölsch erfahren möchte, wird im Koeln-Net fündig.

Eine schöne Tradition ist es auch, dass man in guten Lokalen und Brauhäusern ungefragt ein weiteres Kölsch serviert bekommt, sobald die Stange geleert ist- es sei denn, man platziert einen Bierdeckel auf dem Glas. Und legendär ist es selbstverständlich, sich mal bei einem gemütlichen Abend in einem Düsseldorfer Brauhaus ein leckeres Kölsch zu bestellen.
Aber nicht den Verbandskasten vergessen, ne? ;)



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Autor: Steffen

Das durch 1516 in Bayern landesweit eingeführte Reinheitsgebot regelte damals, dass nur Hopfen, Malz und Wasser in unser liebes Bier kommt. Bis heute ist es für Bier, gebraut “nach deutschem Reinheitsgebot”, verbindlich, auch innerhalb der EU ist es als “traditionelles Lebensmittel” geschützt. Dass bedeutet ob Ale, Altbier, Berliner Weiße, Kölsch, Steinbier, Weizenbier, Bock, Dunkles, Helles, Lager, Pils, Zwickelbier…. Was ist drin? Wenn es nach dem Reinheitsgebot gebraut ist , Hopfen + Malz + Wasser = Bierbauch.
Oder doch nicht richtig?

Also zum Ergebnis Bierbauch…. Nein nicht korrekt! Dieser Entsteht nicht, wie oft angenommen, vom Bier, sondern mehr vom immer größer werdenden Hunger, der uns dann dazu treibt nach einigen Bieren eine schön fettige Mahlzeit zu mampfen. Mehr dazu aber an anderer Stelle.

Und zurück zum Reinheitsgebot: Hopfen, Malz und Wasser, ist das denn wenigstens richtig?

Nein! Denn wenn man beispielsweise die bayrischen Weißbierbrauereien nimmt, die mit dem Spruch „streng getreu dem Bayerischen Reinheitsgebot von 1516“ (übrigens rechtlich legitim) werben… kann man eindeutig sagen…. Nee, in dem Bier muss mehr drin sein als nur Hopfen Malz und Wasser. Denn kein Bier kommt ohne die Zugabe von Hefekulturen aus, kein Weizenbier kommt ohne mindestens 50 Prozent Weizenmalz aus!

Was steckt denn nun eigentlich hinter dem deutschen Reinheitsgebot?
Dazu sollte man sich das Biersteuergesetz von 1952 BGBl. I, Nr. 12 S. 149-152 ansehen.
Dann wird man vielleicht schlauer, ich aber in diesem Falle nicht.
Was ich definitiv weiß ist, dass das Bundesverwaltungsgericht am 24.02.2005 mit einem Urteil festgestellt hat, dass „Bier“ als solches vertrieben werden darf, auch wenn es mehr als 4 Zusatzstoffe und somit eine Abweichung vom Reinheitsgebot von 1516 aufweist. Und damit hat es an sich nur festgestellt, was schon bisher üblich war.
Somit Prost auf das „deutsche Reinheitsgebot“ und wech mit dem Scheiß!



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