Porter: Das kleine Schwarze unter den Bieren

Porter ist ein sehr schmackhaftes dunkles Bier mit einem malzigen und mitunter sogar röstmalzigem Aroma. Ursprünglich wurde das Bier oft stark gehopft, was einen herben Geschmack hervorbrachte. Heutzutage zählen verschiedene Biere in diese Kategorie.

In vielen Ländern wird ein zum Teil untergäriges Starkbier mit einem Alkoholgehalt zwischen 7% und 9% und dunkler Farbe als Porter bezeichnet. Besonders im Ostseegebiet ist diese Variante sehr verbreitet und beliebt.

Porter – Seine Herkunft

Zur Herkunft des Bieres gibt es viele Annahmen. So besagt eine These, dass in London während des 18. Jahrhunderts ein Bier gebraut worden ist, dass zu je einem Drittel aus Ale, normalem Bier und so genannten twopenny Ale bestand. Der Londoner Brauer Harwood hat etwa um 1722 ein Bier gebraut, das den Namen Entire bzw. Entire butt trug und die Eigenschaften der drei Zutaten vereinte. Den Namen Porter erhielt das Bier, da es sich im Besonderen bei den Lastträgern (englisch: Porter) großer Beliebtheit erfreute.

Das Brauen des Starkbieres verbreitete sich schnell über die Stadtgrenze hinaus und erfolgte bald auf industriellem Weg. Im 19. Jahrhundert wurde das Bier im United Kingdom in unterschiedlichen Varianten gebraut. Starke Sorten wurden als Stout-Porter bezeichnet, wobei schließlich nur noch der Namensteil Stout übrig blieb.

Porter – Zutaten

Neben den typischen Zutaten wie Hopfen, Hefe und Malz finden sich in älteren Rezepten neben Zutaten wie Lakritze auch ungewöhnliche und sogar giftige Zusatzstoffe wie Alaun, Weinstein, Leinsamen, Zimt, Ingwer und ungelöschter Kalk.
Im 19. Jahrhundert wurde das Starkbier schließlich auch im Ostseegebiet bekannter und letztendlich auch selbst produziert.

Während des 20. Jahrhunderts verlor das Bier in Großbritannien immer mehr an Ansehen. Heute wird das Bier nur noch in wenigen Brauereien, wie zum Beispiel in den schottischen Highlands, gebraut.

Porter in der DDR

Das Starkbier wurde in der DDR, auch wenn in nur geringem Umfang, konstant gebraut und verkauft. Unter anderem wurde das Bier in Greußen, Löbau, Pritzwalk, Grabow und in der Sternburg-Brauerei in der Nähe von Leipzig produziert. Nach 1990 wurden einige der Brauereien geschlossen oder aber die Produktion des Bieres gedrosselt.

Heute produzieren verschiedene Brauereien in Deutschland das schmackhafte Porter. Eines der bekanntesten dürfte das Lausitzer Porter sein, welches in Löbau gebraut wird und wobei es sich um ein äußerst süffiges Porter handelt. Weitere Brauereien finden sich unter anderem in Meißen und Neuzelle.