Die Verlockung „Diebstahl“ und 24 Tonnen Bier

Ab wann lohnt es sich, zu klauen? Die übliche Gleichung besteht aus Gewinn abzüglich Gesetzesbruch samt Konsequenzen. Diese Werte sind natürlich variabel. Fünf Tonnen Gold wiegen des einen Ehrbarkeit nicht auf, der andere ist bei fünf Euro von der Oma schon dabei.

Aber bei 24 Tonnen Bier, jaaa, das gibt vielleicht mildernde Umstände. Ein wenig Nachsicht ist da eigentlich schon angebracht, nicht?
Ich meine… 24 Tonnen verschiedenster Biersorten, direkt vor der Nase.
Dem Kerl, der die mitgenommen hat, kann man einfach verstehen.
Armes Schwein. Gott sei Dank musste ich mich bisher gegen so eine Versuchung nicht wehren.

Soweit die Bier-News.
Das Ganze ist inzwischen schon ein paar Tage her und fand in Thüringen statt. Genauer: Sonderhausen.
Ein Lastwagenfahrer ließ seinen Brummi samt Anhänger über’s Wochenende an einem Parkplatz stehen.
Auf dem Anhänger? 24 Tonnen Kisten und Flaschen, alle randvoll gefüllt mit Bier, Bier und noch mehr Bier.

Ja, und als er dann am Montagmorgen weiterfahren wollte … war der Anhänger weg.
Die betroffenen Brauereien haben sich wohl nicht geäussert, aber laut der Mitteldeutschen Zeitung erklärte die Polizei, die Diebe – man beachte die Mehrzahl – hätten den Anhänger an einen anderen Lastwagen montiert und fuhren munter auf und davon.

Nach dem Sattelaufleger wird jetzt gesucht. Natürlich bundesweit. Grenzbeamten sind auch schon eingeschaltet. Wenn’s um Bier geht, verstehen wir Deutschen nämlich keinen Spaß.

Ach ja, wenn ihr irgendwo einen vollbeladenen, mit grauer Plane abgedeckten Anhänger mit dem Kennzeichen SÖM-AM 106 entdeckt, gebt mir Bescheid. Ich werde mich aufopferungsvoll darum kümmern.

(Werbung)