Desperados: Bier mit Tequilageschmack
Bei Desperados handelt es sich um ein Bier mit Tequilageschmack. Es wird von der französischen Brasserie Fischer mit Sitz in Schiltigheim hergestellt. Da der Name und vor allem auch das Design von Desperados den Eindruck erwecken, das Bier stamme aus Mexiko, kam es schon zu gerichtlichen Auseinandersetzungen mit dem Hersteller des mexikanischen Bieres Corona.
Desperados hat einen Alkoholgehalt von 5,9 % Vol. Es enthält nicht richtigen Tequila, sondern ist lediglich mit Tequilaaromen angereichert. Das Bier zählt zu der Gruppe der Lagerbiere. Desperados gibt es in 0,33 Liter- und 0,65 Liter-Flaschen. Serviert wird es idealerweise mit einer Limettenspalte im Flaschenhals. Getrunken wird Desperados aus der Flasche.
Desperados wird in Frankreich hergestellt
Desperados wird von der französischen Brasserie Fischer im elsässichen Schiltigheim hergestellt, die auch andere Biersorten produziert. 1996 wurde die Brauerei vom Heineken-Konzern übernommen. In Deutschland wird Desperados von der Karlsberg Brauerei in Homburg (Saarland) vertrieben. Neben dem Namen erweckt v.a. auch das Design der Flasche den Eindruck, dass Desperados aus mexikanischen Brauereien stammt: Die Flasche ist langhalsig, durchsichtig und ohne Etikett, die Farben sind den mexikanischen Landesfarben nachempfunden. Damit ist Desparados ein herausragendes Beispiel für Foreign Branding.
Bier-Hersteller von Corona klagten vor Gericht
Da Desperados aber in Wirklichkeit gar nicht aus Mexiko stammt, gab es diesbezüglich schon gerichtliche Auseinandersetzungen: Die Hersteller und Vertreiber des mexikanischen Bieres Corona verklagten die Franzosen wegen Irreführung der Konsumenten. Das Hanseatische Oberlandesgericht entschied, dass die Herkunft von Desperados eindeutiger gekennzeichnet werden müsse. Seitdem ist die Nennung des Brauortes dreisprachig auf der Desperados-Flasche vermerkt. Zuvor gab es diesen Hinweis nur auf Französisch (mehr zu Desperados siehe hier).




