Bis dato war es ja eher so, dass die Weintrinker süffisant davon berichten konnten, wie gesund so ein Gläschen Rotwein doch täglich sein kann, doch italienische Wissenschaftler haben herausgefunden, dass auch Bier eine ähnliche Wirkung haben könnte.
Bisher wurde in den seltensten Fällen mit Bier geforscht, da Wein nicht nur kulturell anerkannter war, sondern auch allgemein als hochwertiger angesehen wurde. Doch in Italien kam kürzlich bei einer Vergleichsstudie heraus, dass Wein- und Biertrinker gleichermaßen profitieren. [...mehr]
Lange wurde es vermutet und war Pointe jedes schlechten Witzes, mittlerweile gibt uns aber selbst die Wissenschaft Recht, wenn wir behaupten, dass mit dem Alkoholpegel auch die Attraktivität der Begleitung steigt. Woran liegt die Wirkung der Bierbrille?
Es ist wahr, je mehr man trinkt, desto attraktiver wird die Umgebung, die Bierbrille, im Englischen auch als „Beer Goggles“ bekannt, ist also eine mehr als treffende Metapher, die hoffentlich demnächst mehr Vorsicht beim Flirten in der Bar genießen lässt. Und wie erklärt sich das Phänomen nun? [...mehr]
Bier zapfen ist schwieriger, als es aussieht. So Vieles kann schief gehen, wenn man sich nicht an die grundlegendsten Regeln hält. Dabei verstehen unterschiedliche Nationen gern mal etwas ganz anderes unter dem perfekten Bier.
Bier zapfen ist eine Kunst für sich, das suggerieren uns schon die Bilder der Bierwerbung, in denen das goldene Nass in Zeitlupe gekonnt eingeschenkt wird. Das Bier muss nicht einfach nur ins Glas – die perfekte Blume ist das, was am Ende dabei herauskommen soll. Für den deutschen Biertrinker sollte die weiße Schaumkrone sich leicht über den Rand des Glases erheben, dann ist sie gelungen. [...mehr]
Bier auf Wein, das lass sein! Wein auf Bier, das rat’ ich dir! – So schallt es in den Biergärten und Kneipen oft aus den schon angefeuchteten Kehlen. Doch ist an dieser Volksweisheit eigentlich etwas dran?
Dass Bier und Wein zusammen oder für sich genommen einen ganz schönen Kater verursachen können, haben viele Deutsche bereits mehr als einmal am eigenen Leib erfahren. Der Volksmund behauptet aber, es würde umso schlimmer, wenn man erst den Trauben- und dann den Gerstensaft zu sich nehmen würde. Anders herum ist es dann in Ordnung. Oder wie? Wo kommt dieser Spruch eigentlich her? Und wie bierernst ist er zu nehmen? [...mehr]
Beim Pilsner Urquell Master Bartender Wettbewerb 2010 drehte sich alles um den richtigen Umgang mit dem Bier vom Faß. Wer kennt sich am besten aus mit dem Pilsner Urquell und wer zapft die schönste Schaumkrone? Steffen Zimmermann aus Berlin holte die Silbermedaille für Deutschland.
Der Pilsner Urquell Master Bartender Wettbewerb wurde vor 5 Jahren ins Leben gerufen, um die Qualitätsstandards beim Zapfen des hochwertigen Biers dauerhaft gewährleisten zu können. 20 Länder haben in diesem Jahr an dem Qualitätswettbewerb teilgenommen und in mehrstufigen Test ihren besten Bartender auserwählt. Nun wurden in der Pilsner Urquell Brauerei in Pilsen die Sieger auf internationaler Ebene gekürt. [...mehr]
Über das bayerische Oktoberfest kann man ja sagen, was man will. Verleugnen lässt sich nicht, daß es brummt. Also macht man wohl irgendwas richtig. Und wenn man nur den Hype geschickt reitet.
Seit einigen Jahrhunderten…
Natürlich darf man die Hauptattraktion des Oktoberfestes nicht vergessen, dutzendemale abgelichtet in allen auch nur irgendwie im entferntesten vorstellbaren Variationen.
Bier?
Ja, auch.
Brezeln?
Gar nicht mal so.
Bayerische Symbole?
Ach was! Twittern?
Bißchen.
Junge, fesche Damen mit Bierkrügen in der Hand und dicken Möpsen samt offenherzigem Ausschnitt bis zu den Knien.
Das, meine Damen und Herren, ist die Wiesn.
Besser als jede BILD-Brust auf Seite 1. [...mehr]
Alte Sitten sterben nie. So ist es auch mit einer der ältesten und hartnäckigsten Legenden um den güldenen Gerstensaft. Sie will einfach nicht sterben. Dabei ist sie der größte Unsinn.
Nein. Bier macht nicht dick.
Was soll an Bier dick machen? Ein Glas Bier hat weniger Kalorien als ein Glas Apfelsaft!
… also, Apfelsaft. Direkt gepresst oder zumindest 100% Fruchtsaft. Kein gefärbtes Wasser mit 20% Apfelsaftanteil aus Konzentrat. Ein Glas mit 80% Wasser und 20% Fruchtsaft hat dann wohl doch weniger Kalorien als ein Glas Bier.
Aber ich schweife ab.
Bier hat weniger Kalorien als Apfelsaft! Was soll daran dick machen?!
Natürlich schlägt ein Doppelbock mit 8% Alkohol mit mehr Kalorien zu Buche als eine alkoholfreie Hefe-Weiße. Aber mal ehrlich. Wer nicht selbst soweit denken kann, hat seine Männermöpse verdient. [...mehr]
Wenige Dinge aus der Welt des Bieres haben einen so tiefen, emotionalen Einfluß auf den Konsumenten wie der Anblick von zweihundert gestapelte Kisten voll mit Bier.
Wer eine erwachsene Person vor Glück und Rührung weinen sehen will, stelle sie einfach vor einen Berg gefüllter Kästen und lasse sie alleine.
Oder stellt sie vor einen Laster mit 24 Tonnen Bier.
Doch woher kommen die kleinen Kisten voller Schönheit eigentlich?
Was ist ihre Geschichte?
Und wohin werden sie eines Tages gehen?
… waren früher aus Holz, sind seit ~1950 aus Plastik, präzise, HDPE.
Okay, das war jetzt ein bißchen unspektakulär. Wären sie auf dem Oktoberfest erfunden worden, wäre das wenigstens eine saisongemäße Anekdote, aber so?
Bier-, beziehungsweise Getränkekisten sind jetzt nun auch nichts besonders anderes als normale Kisten. Damals, als die Gummistiefel noch aus Holz waren und man barfuß durch den Schnee beidseitig bergauf zur Schule gehen musste, während man einhändig nur mit einem Stock bewaffnet Wölfe abwehrte, seine sieben kleinen Geschwister huckepack trug und nicht vergessen durfte rechtzeitig daheim zu sein, um die um drei Uhr Nachts begonnene Feldarbeit zuende zu bringen, ja damals, da gab es die Unterfamilie der Getränkekisten noch gar nicht.
Da waren das halt…Kisten.
Hölzern.
Manchmal auch metallen. [...mehr]
Im Laufe der Woche werde ich mich in einem Getränkeladen einfinden müssen, mir von Hand einige Kästen Bier zusammenzustellen. Die räume ich dann auf die Seite und lasse sie mir vor die Wohnungstür liefern.
Es sei denn, man wohnt in Chile. Da hat man eine 20-Meter-Wand an Biersorten schon allein im Supermarkt.
Zusammenstellen werde ich die in einem kleinen Getränkeladen freundlich wirkenden Dame, deren Freundlichkeit irgendwie nicht ausreichend authentisch wirkt. Deren Mitarbeiter den Mangel allerdings umso natürlicher sind.
Zusammenstellen muss ich sie, weil ich gerne verschiedene Biersorten zu Hause habe. Eine Auswahl. Wegen der Möglichkeit zu entscheiden, ob ich jetzt lieber ein Märzen trinke oder ein Naturtrübes (lies: ohne Filter) oder doch das dunkle Weißbier? Steht mir der Sinn nach etwas würzigem, wie dem stets verlockendem Schwarzbier, oder eher etwas milderem, süffigerem, wie dem Eisbier?
Wohl jenen, die sich einfach auf Vorrat fünf Kästen ihres Traditionsbiers bestellen und glücklich sind. Unvergleichlich weniger Aufwand. Vor allem, wenn man es sich liefern lässt. So ironisch, wie es klingen mag, aber: Entscheidet man sich für weniger Sorten, hat man eine viel größere Auswahl. [...mehr]
Tagein, tagaus dieselben Hiobsbotschaften. Der Bierkonsum der Deutschen gehe zurück. Brauereien müssten schon ihre Nieren verkaufen, um noch ihre Rechnungen bezahlen zu können. „Günstigere“ Getränke wären auf dem Vormarsch. Und Billigbiere.
Alles Unsinn.
Zahlen lügen natürlich nicht. Aber die Deutschen verlieren die Lust auf Bier? Das ist Quatsch. Sie können sich die dazugehörige Geselligkeit nur nicht mehr leisten.
Und mal ehrlich. Bier ist wirklich nicht das günstigste Getränk auf dem Markt. Zwischen zwei bis drei Euro pro Halbe in der Kneipe, und das ist noch das untere Drittel der Preise.
Eine Flasche, je nach Marke und Qualität, zwischen siebzig bis neunzig Cent. Plus Pfand. Da wird Bier einkaufen zur Kunst.
Und so’n Kasten Bier will auch erst einmal bewegt werden. Da kann man das Auto gleich mit hinzurechnen. Zumindest ist es ohne fahrbaren Untersatz doch ein gewisser Aufwand, ihn von A nach B zu bringen.
Alternativ kann man sich beliefern lassen. Teilweise ab bis zu drei Kästen Mindestabnahme, damit sich der Fahraufwand für den Getränkemarkt auch lohnt.
Oder gleich Briefkastenbier. [...mehr]