» Biertheorie

Autor: Thomas

Ende Januar haben’wa schon! Februar lässt sich absitzen und so ab März rum kann man schonmal die Startlöcher abstauben! Ja, wirklich! Das hat überhaupt nichts damit zu tun, daß mir der Winter zum Hals raus hängt. Zweifelt nicht an meinen hochwissenschaftlich eruierten Fakten!

Naturtrübes HefeweißbierScheisswinter.
Wo waren wir?
Ach ja, die Weizenbierbowle.
Ein Klassiker unter den Biermixen, schlimmer als Evergreens aus dem deutschen Schlager. Alle möglichen Südfrüchte mit Weißwein oder Sekt in ‘ne Schüssel hacken, durchziehen lassen, Bier rein und fertig ist das Bierrezept. Toll!
Geht natürlich noch ein bißchen aufwendiger. Dann schmeckt es sogar nach ein wenig mehr. :D

Version #1

1 Liter Weizenbier
1 Liter Sekt, trocken
2 Zitronen, bio, nicht nur unbehandelt

Weizenbier und Sekt in die Bowle kippen, Zitrone in Scheibchen schneiden, fertig.
Okay. Doch nicht so aufwendig.
Sucht noch nach Minzblätter zum verzieren, wenn es so aussehen soll, als hättet ihr Aufwand betrieben. Und zieht Bier und Sekt gefälligst frisch aus dem Kühlschrank, lauwarme Bowle kommt nicht so toll. Eiswürfel rein damit’s euch bei der irren Hitze, die wir gerade haben, nicht warm wird.
Gna…

Version #2
(Das ist die Version, die man auspackt, wenn man sich auf den Besuch auch tatsächlich freut.)    [...mehr]


Autor: Thomas

Mythos Weißbier: So, und nur so läßt sich das einschenken! Anders geht das nich’. Und wehe Du schwenkst nicht! Da könnt’ ja jeder kommen.

Weißbierglas

Zunächst einmal eine einfache Schritt-für-Schritt-Anleitung nach offizieller Methodik.

Schritt 1: Eine aus 1.000 Arten ein Bier zu öffnen eine Methode auswählen.

Schritt 2: Das Weißbierglas (ihr kippt euer Weißbier doch nicht in ein Pilsglas, oder?!) mit kaltem, frischem Wasser ausspühlen.

Schritt 3: Glas schräg halten.

Schritt 4: Das Weißbier vooorsichtig und flach ins Glas fließen lassen

Schritt 5: Rest in der Flasche behalten und in der Flasche schwenken

Schritt 6: Rest von oben in das Weißbier kippen

Ergebnis: Maximalmögliche Menge an Kohlensäure, vollständiger Hefeboden im Glas, wunderbare Schaumkrone.

Klingt blöd? Geht auch leichter.    [...mehr]


Autor: Thomas

„Das Problem bei Bier ist, egal wieviel Du davon trinkst, ab dem ersten Schluck riechst Du wie ein Säufer.“ Seit wievielen Jahrhunderten plagt uns passionierte Biertrinker dieses Vorurteil? Der ins Gesicht wehende Bieratem! Ich sage: Schluss mit der Diskriminierung von Biertrinkern!

Irish Stout, Bier

Skandalöse Zustände in der Biertheorie der Schmähenden, sage ich euch, Brüder und Schwester des Gerstensaftes. Skandalöse Zustände!
Was erhält man denn auf der Suche nach Bieratem auf Seite 1 von Großer-Bekannter-Internetsuch-maschine(TM)? Säufer, Alkoholiker, Kneipenschläger! Portraitiert als und reduziert auf nach Bier stinkdenden, sozialen Bodensatz moralischer Verkommenheit!

Ich frage euch, Genußtrinker dieser Welt: Müssen wir uns das gefallen lassen?!

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Autor: Steffen

Bierbad Flickr /Olivier Bareau

In der Tat, das erstaunt. Dass Bier einen Nährwert hat kennt ja jeder, doch das damit auch Wellness betreiben kann ist … nicht mal neu. Schon im Mittelalter wurde der Gerstensaft zur Entspannung gereicht - aber nicht in Trinkform. Und nein, es ist vielleicht nicht nur der Traum von Homer Simpson, denn man soll darin baden.

Mit einen paar Ölen versetzt wirkt das Hopfenbad entspannend und umsorgt sogar die Haut. Dem nicht genug, gibt es auch die Variante als Dufttäschchen oder in der Apotheke als Schlaf- oder Beruhigungsmittel.

Jetzt kann man doch mal wieder mit Fug und Recht behaupten: ich habs doch schon immer gewußt. Bier ist gut! Ähm, naja von Außen. Vielleicht bespritzen sich die Formel Eins Fahrer bald mit Bier statt mit Champagner.    [...mehr]


Autor: Ariane

“Alkoholfreies” Bier ist nicht tatsächlich frei von Alkohol: Bis zu 0,5 Prozent können noch enthalten sein, ohne dass der Gesetzgeber dies zu beanstanden hätte.

Alkoholfreies Bier gehört mittlerweile zum Standard-Sortiment der meisten Brauereien ©Foto: privat

Wie jedes andere Bier wird auch das alkoholfreie nach dem Deutschen Reinheitsgebot gebraut. Also aus Hopfen, Malz, Hefe und Wasser.
Während des Brauprozess vergären diese Rohstoffe und es bildet sich auf natürlichem Wege Alkohol.

Um diesen Alkoholgehalt anschließend so weit wie möglich zu reduzieren, haben die Bierbrauer zwei unterschiedliche Verfahren entwickelt.

Bei der ersten Möglichkeit wird die Bildung von Alkohol während des Gärprozesses eingedämmt:
Während der Gärung reagiert die Hefe mit dem Malzzucker in der Bierwürze. Es entstehen Alkohol und Kohlendioxid. Aber die Hefe reagiert nur mit bestimmten Zuckermolekülen: Mehrkettige Zucker kann sie nicht zu Alkohol umwandeln. Der Prozess wird dementsprechend gesteuert, dass die Bierwürze hauptsächlich mehrkettige Zucker enthält. So entsteht fast kein Alkohol. Durch eine niedrige Temperatur läuft der Brauprozess langsamer ab. Spätestens bei 0,5 Prozent Alkoholanteil wird die Gärung dann gestoppt.

Die zweite Möglichkeit, alkoholfreies Bier zu gewinnen, sieht vor, dass der Alkohol dem Bier nach abgeschlossenem Brauvorgang wieder entzogen wird:
Das geschieht entweder durch Herausfiltern oder Herausdestillieren.
Beim Herausfiltern wird das Bier über eine dünne halbdurchlässige Membran an Wasser vorbei geleitet. Diese Membran ist nur durchlässig für kleine Teilchen wie Alkohol.
Durch einen Druck von 30 bis 40 Bar wandern Alkohol und Wasser durch die Membran. Das verlorene Wasser wird wieder zurück geleitet. Da Alkohol einen niedrigeren Siedepunkt hat als Wasser verdunstet es im “Vakuum-Destillations-Verdampfer” bei Unterdruck schneller: Das Bier fängt bei niedrigen Temperaturen an zu sieden, zwischen 30 und 60 Grad Celsius C verdampft der Alkohol aus dem Bier und wird als Destillat aufgefangen.
Doch bei der Entalkoholisierung gehen Aromastoffe gehen verloren, die für den Geschmack entscheidend sind (was übrigens auch der Grund ist, weswegen vielen Leuten alkoholfreies Bier nicht schmeckt).

Deswegen werden die verschiedenen Verfahren zur Herstellung eines alkoholfreien Bieres oft kombiniert. So bleibt zur geschmacklichen Abrundung der Restalkohol von 0,5 Prozent Bier zurück.

Eine neuartige Hefe kann den Alkoholgehalt von Bier künftig schon beim Brauprozess um knapp ein Drittel senken. Forscher der Technischen Universität Berlin entwickelte dazu eine enzymveränderte Hefe. Sie biete eine Alternative zu den herkömmlichen Herstellungsverfahren von alkoholfreien Getränken, hieß es.

Alkoholfreies Bier hat nur 30 Kalorien pro 100 Milliliter, somit ist es also ideal für alle, die auf die schlanke Linie achten wollen oder für die, die nach dem Genuß nochmal ans Steuer eines Fahrzeugs müssen.

Hat der vorhandene Restalkohol eine physiologische Wirkung im Körper?
Die Experten sagen: nein. Man müsste nicht nur riesige Mengen trinken, um rechnerisch auf einen bedenklichen Wert zu kommen. Alkohol wird auch ganz routinemäßig von den Mikroorganismen in unserem Darm produziert, sodass die geringe Konzentration im alkoholfreien Bier da nicht viel ändert. Selbst für Leberkranke geht von dem Getränk keine Gefahr aus.    [...mehr]


Autor: Ariane

Wer Zeit und Muße hat, hat hier nun die Möglichkeit, sich in einer rund 45minütigen Sendung des Senders BR alpha darüber aufklären zu lassen, wie man Bier richtig trinkt. Nebenbei erfährt man noch ne ganze Menge anderer interessanter Fakten. Also Bierchen aufmachen, zurücklehnen und lernen :-)

Alles über Bier



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Autor: Ariane

Jetzt, wo in unseren Landen die Erkältungen und Virusinfektionen umher gehen, greift man schnell mal zur starken Medizin. Dabei hilft in vielen Fällen doch einfach schon ein schönes Bier.

All die Tabletten und Tropfen ersetzt manchmal schon ein warmes Bier ©ghindo/ Flickr

Bier ist -wir wussten es schon längst- ein Wundermittel. Allerdings nur in der richtigen Dosierung, versteht sich.
Die gesundheitsfördernde Wirkung hört laut Medizinern bei maximal einem Liter täglich pro Mann auf. Für Frauen gilt die Hälfte (unfair unfair unfair! :-( ).

Bier hilft unter anderem gegen Bluthochdruck, weil es gefäßerweiternd wirkt. Ein Gläschen am Abend,das belegen Studien, eugt dem Herzinfarkt vor. Damit hat Bier also eine ähnliche Wirkung wie Wein und verantwortlich dafür sind die Polyphenole, die sogenannten Antioxidantien. Diese sind in besonders hoher Zahl in den dunkleren Biersorten zu finden.

Vermischt mit anderen Zutaten hilft der Gerstensaft auch gegen allerlei Zipperlein des Alltags.
Ein Gewürzbier, erhitzt mit Anis, Kümmel und Koriander, regt beispielsweise Stoffwechsel und Verdauung an.
Wohltuend bei einer Erkältung ist eine Mischung aus Joghurt und Honig, dazu Bier und Zitrone.
Und süße Träume verspricht ein Schlaftrunk aus warmem Bier mit Honig.

Desweiteren regt Bier den Harnfluss an, durchspült Nieren und Blase und ist so auch bei der Behandlung gegen Harnsteine äußerst hilfreich.

Die im Bier enthaltenen Bitterstoffe wirken antibakteriell und bekämpfen Krankheitserreger.

Bier, in Maßen genossen, kann vor Erkältung schützen ©desi.italy/Flickr

Allein der im Bier enthaltene Hopfen ist schon Medizin für sich und hilft so zum Beispiel als Extrakt oder Tee gegen Magen- und Verdauungsbeschwerden, nervös bedingte Herzbeschwerden, gegen Stress und Unruhe und bei Einschlafstörungen. Nachteil: Hopfen hemmt den männlichen Sexualtrieb ;) (das erklärt dann auch, warum ausgerechnet die Mönche das erste Bier bei uns gebraut haben :-D ).
Wers wenig umständlich mag, erwärmt sich am Abend einfach ein Bierchen (zum Beispiel im Wasserbad) und trinkt es kurz vor dem Zubettgehen.
Warum ausgerechnet warmes Bier? Die Wärme ist wichtig, denn sie fördert Heilprozesse und lässt das Bier erst so richtig wirken. Warm bedeutet allerdings nicht heiß, denn bei mehr als 40 Grad Celsius werden die wertvollen Inhaltsstoffe zerstört! Also Vorsicht!
Das warme Bier wird in kleinen Schlucken getrunken.
Die Wärme verstärkt die schmerzlindernde Wirkung des Hopfens und macht angenehm müde, der Körper beginnt zu schwitzen und scheidet Schlacken und Giftstoffe besser aus. Zusätzlich noch ein paar Wadenwickel und der guten Besserung steht kaum noch was im Weg.

Aber bitte nicht übertreiben: Bei zuviel Alkohol streikt das Immunsystem und all die Mühe war umsonst ;) . Und das wollen wir ja wohl nicht, das gute Bier!    [...mehr]


Autor: Ariane

Was es beim Wein schon lange gibt, hat nun auch in der Bierbranche Einzug gehalten. Bierkellner können sich per Schulung zum diplomierten Biersommelier ausbilden lassen.

Der Sommelier (frz.: Mundschenk) ist ein alter und ehrwürdiger Beruf.
Einst Vorkoster an adligen Höfen, gewährleistet der Sommlier heute die fachmännische Beratung von Gästen und Gastwirten. Von Weinsommelieren hat beinahe jeder schon einmal gehört, sie gibt es schon lange. Der Beruf des Biersommeliers ist hingegen deutlich jünger: Ihn gibt es erst seit dem Ende der 90er Jahr.

Der Biersommelier achtet darauf, dass die Bierwahl zur Speise passt und dass die Regeln des Geschmacks gewahrt werden, zum Beispiel, dass kein helles Bier nach einem dunklen verköstigt wird, dass Kölsch nicht zu Schweinebraten passt oder dass man seinen Eiskaffee auch mal ohne Kaffee und dafür mit Bier genießen kann.
Neben der Beratung des Gastes und der Durchführung fachgerechter Verköstigungen ist der Biersommelier auch für die Hygiene an der Zapfanlage, die Überwachung der korrekten Ausschankmenge und der Temperatur, die Beratung des Wirts bei der Auswahl geeigneter Biergläser und natürlich den Biereinkauf verantwortlich.

Eine offizielle oder einheitliche Ausbildung für den jungen Beruf des Biersommeliers gibt es bis heute ebenso wenig wie eine einheitliche Zertifizierung. Vereinzelt bieten Brauereien Lehrgänge an, man kann jedoch auch an einem Seminar an der Doemens Akademie München oder bei der österreichischen Bierinteressensgemeinschaft teilnehmen. Wer neugierig geworden ist, findet auf der Homepage der Biersommeliere nähere Informationen.

Insbesondere in der Erlebnisgastronomie sind Biersommeliere auf dem Vormarsch ©theotherway/ Flickr

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Autor: Ariane

Ich bin ja der Meinung, wenn man Bier nicht nur einfach trinken, sondern genießen will, muss man auch ein wenig über die Theorie wissen ;-) Dementsprechend folgt nun eine kleine Theorie-Lektion zum Thema Stammwürze.


Biergenuß mit Hintergrundwissen ist doppelter Genuß ©surfstyle/Flickr

Die Stammwürze, auch Stammwürzgehalt genannt, ist eine Maßeinheit im Bereich des Bierbrauens. Sie bezeichnet den Anteil der Stoffe, die sich vor der Gärung aus dem Hopfen und dem Malz im Wasser gelöst haben. Stammwürze besteht hauptsächlich aus Malzzucker, Eiweiß, Vitaminen und Aromastoffen.

Die Würze hat für die Bierherstellung die gleiche Bedeutung wie Traubensaft für die Herstellung von Wein: aus Traubensaft wird Wein, aus Bierwürze wird durch Gärung (unter Zugabe von Hefe) Bier. Der Stammwürzgehalt ist deswegen der Haupteinflußfaktor für den späteren Alkoholgehalt und den Nähwert des Bieres. Nachdem die Hefe während des Brauprozesses hinzugegeben wird, vergärt die Stammwürze zu etwa einem Drittel zu Alkohol, zu einem weiteren Drittel zu Kohlensäure und das letzte Drittel ist ein unvergärbarer Restextrakt.

Hat ein Bier nun zum Beispiel 11 Prozent Stammwürzgehalt, so heisst das: 1100 Gramm, also rund ein Liter, Bierwürze enthielt vor dem Gärprozess etwa 110 Gramm Stammwürze (also Malzzucker, Vitamine, Eiweiß, Aroma und Mineralien).
Ihr seht, dieser Prozentsatz hat absolut nichts mit dem Alkoholanteil zu tun, auch wenn er diesen bedingt.

Die genaueste Analysemethode, um die Stammwürze von Bier im Nachhinein zu bestimmen, ist die Destillationsanalyse. Durch sie kann mit Hilfe der Ballingformel die Stammwürze errechnet und somit die Biersteuer bestimmt werden.

p= 2{,}0665 \cdot \frac{m_{\rm alc} + E_w }{ (100 + m_{\rm alc}) \cdot 1{,}0665}

Wichtig ist der Stammwürzgehalt also auch für die Besteuerung des Bieres (ich weiss, ich weiss, darauf könnten wir alle ganz gut verzichten ;-) ).

Hierbei werden verschiedene Gattungen von Bieren unterschieden:

  • Einfachbiere mit einer Stammwürze von unter 7 Prozent
  • Schankbiere mit einer Stammwürze ab 7 Prozent bis unter 11 Prozent
  • Vollbiere mit einer Stammwürze ab 11 Prozent bis unter 16 Prozent
  • Starkbiere ab einer Stammwürze von 16 Prozent oder mehr

Je höher die Stammwürze, desto höher logischerweise der Alkoholanteil (ihr erinnert euch, ein Drittel der Stammwürze wird zu Alkohol vergoren) und je höher der Alkoholanteil, desto höher die Steuer.

Ein leckeres Pilsener hat zum Beispiel zwischen elf und 12,3 Prozent Stammwürzgehalt, eine Berliner Weisse etwa sieben bis acht Prozent, ein Kölsch um die 11,3 Prozent und Doppelbock gehört mit mächtigen 18 Prozent zu den Starkbieren.

So, genug der trockenen Theorie. Her mit der Praxis!


Nach der trockenen Theorie nun ein kühles Blondes. Prost! ©cell105/Flickr


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