Mal angenommen, es stünden die olympischen (Winter)Spiele ins Haus.
Und mal angenommen, es würden eine Menge Leute dorthin fahren. Wie zum Geier soll man sich dann von denen allen abheben?
Einfach.
Bier!
Die Sachsen haben den Dreh raus. Die fahren mit 300 Fässern Bier nach Vancouver. Wieso? Tourismus Marketing. Werbung für’s Land. Sachsen ist toll. Sachsen hat tolles Bier. Sachsen sollte man besuchen kommen und seinen Betrieb sollte man dort sowieso ansiedeln.
Soweit, so gut.
Aber … Bier?
Und als ob das noch nicht reicht, kommen 150 Kilo Gewürze mit und 650 Kilo Senf. Senf! Ich glaub’, die Sachsen sind Bayern. [...mehr]
Clothing Drive ist nur der Nachfolger. Zugegeben, Swear Jar hat’s auch nicht gerade erfunden. (Das waren die Schweizer.) Aber auf Hochglanz poliert, perfektioniert und bergeweise Fans und Awards abgeräumt.
Liebevolles Detail: Es ist dieselbe Besetzung wie bei Clothing Drive!
Beginnt sogar mit derselben Trantüte und derselben Initiatorin.
Initiiert hat sie eine Swear Jar. Gibt’s auch bei uns. Für jedes Schimpfwort kommt was ins Glas. Zehn Cent, zwanzig, fünfzig, früher war’s schonmal ‘ne Mark wenn’s die Eltern eilig damit hatten, dem heranwachsenden Sprössling das Alltagsvokabular zu bereinigen.
Und nein, ich spreche nicht aus eigener Erfahrung!
Allerdings sollte man keine Swear Jar aufstellen und erklären, daß man vom gesammelten Geld Bier kauft… [...mehr]
Es gibt Dinge, die ändern sich nie. Die kleine, aber hartnäckige Gruppe Fans die ihr Bud lieben. Die große, nörgelnde Mehrheit, die das Bier mit Pferdeurin vergleicht und sich dann bei den betroffenen Pferden entschuldigt.
Das, und die geniale Bierwerbung, mit denen der Konzern ein ums andere mal sein Gebräu an den Mann bringen will.
Bei Letzterem ist man sich schon bedeutend einiger. Viralspots, der aktuelle preisverdächtig, die vorangegangenen schon ausgezeichnet – mit Cannes-Löwen, mit Cilo Awards, mit Emmys.
In der Regel hat der Biertrinker von heute zwei Bezugsquellen: Becks und Co bekommt er aus dem Supermarkt, soll es mal was verrücktes sein, ein Dunkles oder so, hilft meistens ein Getränkemarkt.
Doch was macht der Gelegenheitsbiergenießer ist. Woher kriegt man denn sein Naturtrübes? Sein Duff?
In der Regel haben Getränkemärkte immerhin keine Getränkeliste auf ihrer Internetpräsenz veröffentlicht.
Nun ist also Mittwoch, der 23., und man will bequem die Getränkeläden nach seinen favorisierten Biersorten abklappern. Doch was ist das? Der eine ging vor fünf Minuten in die Mittagspause, der andere hat Mittwochs Nachmittags geschlossen!
Die anderen sind am anderen Ende der Stadt und völlig unbekannt.
„Pah, dann halt morgen.“
Und schon steht der Weihnachtsabend vor der Tür, die Läden machen zwischen zwölf und eins zu und Panik bricht aus. Es ist der Vierundzwanzigste.
Vielleicht doch einfach nur Becks und Co?
Näääh, kommt nicht in die Tüte.
Aber wo kriegt man sie her. Den Doppelbock und die dunkle Hefe-Weiße, die Naturtrüben und Exports, die Märzen- und Weihnachtsbiere, das Schwarzbier und das Eisbier? [...mehr]
Nein, nein, wir gehen nicht zu den Printmedien, keine Panik. Ein Blog in Printform wär wohl auch mehr gewagt denn Experiment. Es ist aber so unbequem mit dem PDA auf der Toilette, was kann man da nur machen? In irgendwas muss man doch blättern, und die Ausgabe von Entenhausen 2003 kennt man schon auswendig.
Für genau dieses Dilemma erbarmt sich jetzt das Genuss.Magazin!
Genuss.Magazin. Das ist diese Magazinreihe, die für alles ein eigenes Heftchen bringt.
wein.pur, käse.pur, fleisch.pur, spezialitäten.pur, eis.pur, ALLES pur!
Was das für Bier bedeutet, könnt ihr euch sicher ausmalen.
Nun ist es soweit! Deutschlands Hobby-Biersommeliers und Toilettengänger können endlich befreit aufatmen! Das ist nach dem Duftstein für die Kloschüssel die grossartigste Erfindung, seit es Keramik gibt.
Einen Haken gibt es allerdings.
Wie mit fast allen anderen Dingen, die mit Bier zu tun haben, ist auch das süddeutsches Zeug.
Im genau zu sein, ist es sogar österreichisch. Der neueste, bier-orientierte Ableger der XXX.pur-Serie kommt also in Zusammenarbeit zwischen Österreich und … ja. Bayern.
Sorry. [...mehr]
Dem Kölner von heute bleibt aber auch kein Schicksalsschlag erspart. Das Onlineportal der Rundschau brachte nun den neuesten Teil des Dramas. Amerikaner plagiatisieren ihr helles Obergäriges. Dürfen die dat? Berechtigte Frage.
„Einfach unser Bier brauen?“, fragt die Rundschau. Dabei gibt’s nur hier lecker wat zu trinken. Nicht da drüben.
Überhaupt. Man fährt doch nicht nach Amerika um da Kölsch zu trinken! Das ist zwar, wie schon erkannt, lecker, aber dann reicht doch auch Balkonien.
Zudem ist das doch geschützt! Regionale Spezialität und so! Gibt’s doch auch mit anderen Bieren! Und Lachssorten! Und Champagner!
Blöd nur, daß dieses Copyright nur innerhalb der EU gilt. Den Ami schert das nicht.
„Colorado Kölsch – German-Style Ale“ wird da munter hergestellt.
Und? Schmeckt’s?
Darüber verliert der Artikel kein Wort. Lässt immerhin tief in die verletzte Seele Blicken. [...mehr]
Manchmal ist sogar bunt bedrucktes Toilettenpapier für andere Dinge als seinen ursprünglichen Zweck gut, man möchte es gar nicht glauben. Das Onlineportal von Deutschlands Schmierblatt #1, die BILD, inspiriert seine BesucherInnen!
Glücklicherweise verrät euch die Überschrift ja schon ein wenig den Inhalt. Ihr dürft also gefahrlos weiterlesen ohne befürchten zu müssen, daß die neueste Auflage von OH GOTT DIE SCHWEINEGRIPPE WIR WERDEN ALLE STERBEN euer Gehirn schädigt.
Versprochen!
So ein Kasten Bier hat ja seine Vorteile. Je nach Art und Sorte kommt man da auf bis zu 24 Flaschen, nicht?
Man nehme also folgende Gleichung: Adventskalender + Bier + Kasten + 24
Na? … Na??
Nein, kein Kartonkalender für an die Wand mit Schokolade hinter den Türchen! Mensch! Jeden Tag ein anderes Bier natürlich! Vom 1. bis zum 24. Dezember! [...mehr]
Das größte Volksfest der Welt dient nicht nur zur Selbstbeweihräucherung eingeborener Filzhutträger, es ist so ganz nebenher auch noch das größte Bierfestival der Welt und ein Abenteuerurlaub für jeden normalen Menschen. Twitter erlaubt da Einblicke, die man nie haben wollte …
Das Onlineangebot der Süddeutschen war sich nicht zu schade, in die endlosen Weiten menschlichen Nonsens abzutauchen.
Hoffentlich haben sie danach geduscht.
Belohnt wurden ihre Bemühungen und Tratschresistenz mit einem kleinen Sammelsurium qualitativ hochwertiger Stilblüten.
Beispiel? Doing the day in reverse: partying and drinking beer in the morning, hungover at night.
So geht das, wenn man schon Vormittags ‘ne Maß in der Hand hat.
Das ist aber noch harmlos. [...mehr]
Die Deutschen trinken weniger Bier. Die Nachricht ist in etwa so neu wie die Lottoergebnisse von letzter Woche. Und natürlich hängt sich ein ganzer Rattenschwanz klagender Kaufmänner an diese Neuerung, die das Ende der Welt, oder zumindest ihrer Existenz, heraufbeschwören.
Nun kann man die tränenverschmierten Gesichter und verzweifelt ringenden Hände natürlich nicht ohne ein gewisses Mitgefühl betrachten. Bevor man vor lauter Mitleid aber ganz zerfließt, gibt es immerhin noch Rettung für die dem Untergang geweihten Branche.
Schimpft sich Innovation. Kann natürlich nicht jeder haben, sonst wär das Innovative nicht mehr innovativ sondern alltäglich. Nahrungskette auch hier. Den Letzten beißt eben der Hund. Beziehungsweise bleibt dem sein Bier halt über.
(An dieser Stelle kanditiere ich übrigens gerne dafür, mich dem gebrauten Überschuss anzunehmen! Unentgeltlich, versteht sich.) [...mehr]
Bier als Kultur- und Qualitätsgetränk hat ja eine gewisse, werbegewichtige Zugkraft. Im Zweifelsfalle ist das Gesöff also nicht „Zuckerwasser mit verkümmerten Bieranteilen und irgendwelchen Aromastoffen und Chemiegepansche“ sondern ein Biermixgetränk!
Ich bin aber auch Purist. Also ignoriert mich.
Davon hatten wir in letzter Zeit ja genug. Ans Paderborner Pink erinnern sich die meisten von euch sicher noch mit Grauen. Extrem herbes Ex-Bier ersäuft in Aromastoffen, Süßstoff und sonstiger Chemie mit einer Wirkung auf die Geschmacksknospen wie ein Dampfhammer mit Zitrus-Duftbäumchen. Wem’s schmeckt.
Ein weiterer Favorit in der Richtung ist Desperados. Homepage, Flasche, alles wie aus Mexiko. Toll! Produziert und vertrieben aus und in … Frankreich. Und sieht aus wie Apfelsaft. Wenn’s beim Geschmack mal genauso ist … [...mehr]