Akosombo Bier – Exotisches Lager aus Ghana

Pünktlich zum Anpfiff der Fussball WM soll an dieser Stelle ein kühles Gebräu aus dem heissen Ghana vorgestellt werden. Was wäre denn stilechter, als das grosse Fest mit einem authentischen Getränk aus Afrika einzuläuten?

Akosombo klingt auf jeden Fall nach Afrika, und Geographie Cracks wissen längst Bescheid, dass es einen gleichnamigen Staudamm in Ghana gibt. Eine Biersorte aus diesem Land ist mir bis jetzt noch nicht untergekommen. Was hält die exotisch aufgemachte Flasche mit dem aufgedruckten König? Geht das Bier genauso gut runter wie das Wasser den Stausee? Fragen über Fragen, die dringend beantwortet werden müssen.

Akosombo Bier – Die Aufmachung

Laut dem Etikett stammt das gute Gebräu aus einem gewissen Königreich Hohoe in Hana. Das klingt schon mal etwas seltsam. Genauere Angaben zum Abfüllort oder Brauerei gibt es auch nicht. Sehr dubios das Ganze! Es wird doch kein Medizinmann in Ghana auf die Idee gekommen sein, von Hand die amateurhaft anmutenden Etiketten auf Oettingerflaschen geklebt zu haben?

Ein Wink mit dem Zaunpfahl ist der Hinweis „German-Ghanaian Joint Venture“ auf der Flasche. Nett durch die Blume gesagt heisst das: Deutsche No-Name Abfüllung mit pseudo-afrikanischem Etikett. Tolle Wurst, aber warten wir mal den Praxistest ab.

Akosombo – Was taugt das Pseudo-Ghana Bier ?

Der Werbetext verspricht ein „fruchtig-blumiges Geschmackserlebnis„, und tatsächlich schmeckt das stark schäumende Lager fruchtig und leicht nach Hopfen. Der Abgang ist weniger angenehm, die säuerliche Komponente ist sehr dominant ausgeprägt.

Sammler von exotischen Bierflaschen können sich natürlich sofort ein Akosombo ordern, denn es sieht auf den ersten Blick ganz lustig bis trashig aus. Höhenflüge sollte man jedoch lieber bei anderen Biersorten oder einem Bungeesprung von einem Staudamm suchen.