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Ächt Schlenkerla Rauchbier, der Selbstversuch – geräuchert Speck in Flaschen

Rauchbier, vor allem das vom Schlenkerla, kam hier ja schon desöfteren vor. Aber die Mühe, von Franken nach Westen zu importieren, habe ich mir noch nicht gemacht. Dafür habe ich es nach Westfalen importiert.

Eine 10er Rauchbierprobe. Vier Rauchbier Märzen, drei Weizenrauchbier und drei helle Lager. Für jedes jeweils eines und ein extra Rauchmärzen.

Und ja, eine beeindruckende Optik hatte das Rauchbier auf jeden Fall, ähnlich wie das Honigbier. Beim Aufdruck lässt sich das Wirtshaus nicht lumpen.
Ähnlich wie das Honigbier wurde das Rauchbier auch nicht sofort angebrochen. Dafür hatten wir ja die zwei Dutzend importierten Briefkastenbier von BierPost. Nein, nein. Das Rauchbier wurde nach ein, zwei Tagen ganz bewusst und zeremoniell dem Kühlschrank entnommen, um das große Geschmacksphänomen bamberger Brauereikunst zu erleben.
Jawohl.

Nach einem herzhaften Plöpp kam erst einmal der Geruchstest. Und was uns da in die Nase stieg, war mindestens genauso herzhaft wie das Plöpp. Herzhaft, und bedeutend deftiger.

Ich dachte immer, der Geschmack von Geselchtem, a.k.a. Geräuchertem, kommt vom Fleisch.
Offenbar kommt das ausschließlich vom Rauch. Wo der Rauch da drin steckt, spielt wohl keine Rolle.

Das bamberger Rauchbier schmeckt auch durchaus nach Bier. Um das Bier zu schmecken, muss man aber erst einmal durch den Vorschlaghammer schmecken. Und das ist gar nicht so einfach.

Liebe Leute, ich kann es bestätigen. Was der Schlenkerla da in Flaschen füllt, schmeckt verdammt nochmal wirklich wie Geräuchertes. Es ist nicht übertrieben. Kein Stück.

Mein Fazit?
Äh…
Also auf jeden Fall ein Erlebnis, das man mal gemacht haben sollte.
Ob’s geschmeckt? Ich würd’s auf jeden Fall wieder trinken. Nicht unbedingt im Alltag, aber es war wirklich nicht schlecht.
… man muss es aber echt abkönnen. 😀

Comments

  • Laurent Mousson

    Written on 14. März 2010

    Naja, Rauchbier kommt immer als eher schockierend für Anfänger. Es lohnt sich aber, es mehrmals zu probieren, und sich daran zu gewöhnen.
    z.B. kann man auch Schlenkerla am Essenstisch oder zum Kochen benutzen.

    Schlenkerla (das Märzen) passt hervorragend zu Paprikagerichte wie eine Gulaschsuppe, oder einfach Paprikachips, die plötzlich zur Geschmackserlebnis werden !
    Es passt auch sehr got zu rezenten, lang gereiften, harten Käsearten wie z.B. ein echt alter schweizer Greyezer (Gruyère)

    Und natrlich zu fettigen Fischen wie Lachs, Makrele, Aale usw. passt es auch gut.

    Schnelles Rezept : pro Person: 150g Lachsfilet , etwas gehacke rote Zwiebel, ein paar Scheiben Zitrone, und ein Schluck Schlenkerla, allez zusammen in einer Alufolientasche. Diese marinade mindestens eine Stunde wirken lassen, und dann 30 Minuten im Ofen (180 °).
    Warm in Suppentellern servieren, mit etwas Salz und Pfeffer, schwarzes Brot und ein Gurken-Joghurt-Dillsalat.